Tag-Archiv | Essen

Koschere und Halal-Schlachtung von Tieren in Dänemark verboten

Koschere und Halal-Schlachtung von Tieren in Dänemark verboten

STIMME RUSSLANDS In Dänemark ist ein Gesetz in Kraft getreten, das das Schlachten von Vieh ohne vorherige elektrische Betäubung verbietet.

Der dänische Minister für Landwirtschaft und Nahrungsmittel-Industrie, Dan Jørgensen, stellte fest, dass die Befreiung der Tiere von Leiden wichtiger als religiöse Bräuche sei.

Der Beamte gab die Tatsache zu, dass es in Dänemark eine Nachfrage für gemäß den Traditionen des jüdischen und muslimischen Glaubens geschlachtete Tiere gibt, versicherte aber, dass er alles tun würde, damit das Gesetz wirksam wird.

Früher war ein ähnliches Gesetz, das das rituelle Schlachten von Tieren ohne deren vorherige Betäubung verbietet, durch die Behörden von Schweden und Norwegen verabschiedet worden.

 

Gebratener Menschenkopf auf Speisekarte nigerianischen Restaurants

Gebratener Menschenkopf auf Speisekarte nigerianischen Restaurants

STIMME RUSSLANDS Behörden des nigerianischen Bundesstaates Anambra im Süden Nigerias haben ein Restaurant geschlossen, in dem Speisen aus Menschenfleisch angeboten wurden, berichten Medien. Gebratene Menschenköpfe standen sogar auf dem Speisezettel des Restaurants.

Polizisten entdeckten im Gebäude des Restaurants zwei menschliche Köpfe, die in Plastik eingewickelt waren. Es wurden auch mehrere Mobiltelefone und Waffen gefunden.

Ein örtlicher Pfarrer wandte sich an die Polizei, nachdem ihm nach dem Mittagessen im Restaurant eine unerwartet hohe Rechnung gebracht worden war. Als der Priester fragte, warum das Gericht so teuer war, antwortete man ihm, dass er Menschenfleisch gegessen habe.

 

Honigmann Nachrichten vom 4. November 2013 – Nr. 213

Themen:

  1. Die unendliche Kraft im Wasser
  2. Atlantische Hurrikan-Saison 2013: Die ruhigste seit 45 Jahren
  3. Wenn Sie immer noich an ‘Klimaänderung’ glauben, lesen Sie dies…
  4. Wetterkrieg – Taifun vor Japans Küste löst sich in nichts auf
  5. Lebensmittel – Finanz-Eliten entwickeln künstliches Essen für die Menschheit
  6. Die faschistischen Verbrecher in Tel Aviv bomben Syrien
  7. Zerstörung christlicher Symbole in Syrien: Von langer NATOhand gesteuert, um Haß zu säen
  8. Libysche Opposition bereitet sich auf entscheidenden Kampf um das Land vor
  9. Sinclair: Gold 50000, Dollar wertlos
  10. Die Zeitbombe auf dem Welt-Energie-Kongreß 2013 in Daegu, Südkorea
  11. Alarmübung in Rußland: Putin bringt Atomraketen auf Prüfstein – Errichtung europäischen Raketenschilds in Rumänien
  12. US-Kritik: Deutschland als “Klotz am Bein der Eurozone”
  13. “Ein Durchwursteln in der Euro-Krise geht nicht mehr lange gut”
  14. 20 Jahre Europäische Union – Auch eine Geschichte voller Lügen
  15. Zentralstaat: Barroso installiert Staatsanwaltschaft für die EU
  16. Schweizer Banker fürchten sich vor Auslandsreisen
  17. Ausbau Kinderimpfprogramm – Gesundheitsminister Stöger: Impfung gegen HPV ab Februar kostenlos
  18. Frankreich zieht seine letzte Kampfeinheit aus Deutschland ab
  19. Die Thukydides-Falle
  20. Deutschland hat enorm vom Euro profitiert
  21. Ein Staat ohne Legitimation
  22. Erstmals mehr als 42 Millionen Erwerbstätige in Deutschland
  23. Darmstadt: Soziale Gerechtigkeit in Südhessen?
  24. Deutschland ist weltweit sehr beliebt

…und hier der neue Honigmann-Shop:    http://www.honigmann-shop.de/

 

Monsanto-Herbizid Roundup -Glyphosat – kann bei Frauen nach den Wechseljahren das Wachstum von Krebszellen auslösen

29/10/2013 von beim Honigmann zu lesen

Roundup wirkt in extremer Verdünnung endokrin-disruptiv und krebsverursachend; auch Gensoja wird mit Krebsentwicklung in Verbindung gebracht

Ethan A. Huff

Die Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology (FCT) hat eine neue Studie zur Veröffentlichung angenommen, in welcher der Kontakt mit dem Monsanto-Herbizid Roundup und dessen aktivem Bestandteil Glyphosat mit schwerer Störung des Hormonhaushalts und Brustkrebs in Verbindung gebracht wird.

monsanto hormoneDamit nicht genug: Wie sich bei der Studie zeigte, entfaltet die Substanz diese Wirkung auch bei praktisch kaum noch nachweisbaren Werten von Teilen pro Billion. Das ist ein viel niedrigerer Wert, als er in der Umwelt und in der Nahrungskette normalerweise, das heißt infolge schlechter landwirtschaftlicher Praxis, vorkommt.Forscher des Chulabhorn Graduate Institute in Bangkok, Thailand, konstatierten die extreme Toxizität von Glyphosat nach Überprüfung einer Kohortenstudie und der anschließenden Bewertung ihrer eigenen Untersuchung mit unabhängigen Tests. Schon vorher war bekannt, dass Glyphosat tendenziell eine östrogene Wirkung entfaltet, und dass der Kontakt über das Essen oder das Wasser das Wachstum von Brustkrebszellen fördern kann. Allerdings war bislang nicht völlig verstanden, in welcher Konzentration der Giftstoff solche Probleme hervorruft.

Dank der neuen Analyse wissen wir jetzt, dass reines Glyphosat auf die Östrogenrezeptoren im Körper wirkt und das Wachstum östrogenabhängiger Brustkrebszellen bereits bei Konzentrationen fördert, die weit unter dem Wert liegen, dem Menschen tagtäglich durch die Nahrungsmittelversorgung ausgesetzt sind. Der Kontakt mit Glyphosat zeigte schon bei Werten von eins zu einer Billion oder 10-12 eine eindeutig xenoöstrogene Wirkung, die Wachstum und Ausbreitung von Brustkrebszellen fördert.

»Diese Wirkung weist darauf hin, dass es sich bei Glyphosat um ein ›Xenoöstrogen‹ handelt, das ein Östrogen-Response-Element (ERE, östrogenempfindlicher Bereich) auslöst, in leicht abgeschwächter, aber funktional ähnlicher Weise wie das stärkste menschliche Östrogen Estradiol

(E2)«, schreibt Sayer Ji von GreenMedInfo.com über die Erkenntnisse der Studie.

Die Ergebnisse der Studie legen den Schluss nahe, dass auch Roundup-Ready-Gensoja für die Brustkrebsepidemie verantwortlich ist

Letzteres ist besonders besorgniserregend, denn Glyphosat wurde laut früheren Studien in menschlichen Urinproben in Konzentrationen von bis zu 233 Teilen pro Milliarde nachgewiesen, das ist 233 000 Mal höher als die durchschnittliche Menge Glyphosat, die nach der neuesten Studie Brustkrebs auslösen kann. Aber es kommt noch schlimmer. Die neue Studie ergab nämlich auch, dass auch Roundup-Ready-Gensojabohnen, die ebenfalls hochgradig östrogen wirken, zu dem Problem beitragen.

Nach den neuesten Daten wirkt auch das Genistein, das wichtigste Phytoöstrogen in unfermentierter Soja und Sojaprodukten, deutlich brustkrebsverursachend. Zusammen mit Glyphosat scheint der Kontakt mit bzw. Verzehr von Sojabohnen und Sojaprodukten, insbesondere aus gentechnisch veränderter Soja, eine der Hauptursachen für die sich immer weiter ausdehnende Brustkrebsepidemie zu sein, die wir heute erleben.

»Diese Studie impliziert, dass die additive Wirkung von Glyphosat (Roundup) und Genistein (Roundup-Ready GV-Sojabohnen) bei Frauen nach den Wechseljahren das Wachstum von Krebszellen auslösen kann«, schrieben die Autoren der Studie in ihrem Abstract. »Darüber hinaus belegte diese Studie die additive östrogene Wirkung von Glyphosat und Genistein, was darauf hindeutet, dass die Verwendung von Glyphosat-belasteten Sojaprodukten als Nahrungsergänzungsmittel wegen ihrer potenziellen additiven Östrogenizität ein Brustkrebsrisiko darstellen kann.«

Zusatzstoffe auf Sojabasis finden sich praktisch in allen industriell verarbeiteten Lebensmitteln, die heute auf dem Markt sind. Und fast alle Soja ist gentechnisch verändert und somit auch mit Glyphosat besprüht – und das schon seit über zehn Jahren. Das entspricht genau dem steilen Anstieg der Brustkrebshäufigkeit, der im selben Zeitraum beobachtet wurde. Zufall? Dieser und ähnlichen Studien zufolge eher nicht.

[….]

gefunden bei: http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/ethan-a-huff/roundup-wirkt-in-extremer-verduennung-endokrin-disruptiv-und-krebsverursachend-auch-gensoja-wird-mi.html

…danke an TA KI und Kopp ( Ethan A. Huff)

Gruß an das Endokrinesystem – Der Honigmann

Bekommen wir bald Essen aus dem Drucker?

frischkäsedrucken

 Tee. Earl Grey. Heiß. Wenn „Star Trek“-Kapitän Jean-Luc Picard alias US-Schauspieler Patrick Stewart eine Leidenschaft hat, dann das: schwarzen Tee. Und der kommt aus dem Replikator – einer Maschine, die Getränke und Essen aus dem Nichts generiert. Was nach ferner Zukunft klingt, könnte schon bald Realität sein.

Die erste Pizza aus dem 3-D-Drucker wurde jetzt serviert. Der Printer soll mal Langzeit-Weltraumfahrer mit Speisen versorgen – und das Hungerproblem auf der Welt lösen.

Dafür fördert die NASA ein Projekt der US-Firma Systems & Materials Research Corporation (SMRC) mit 125000 Dollar. Der Auftrag: Entwickle einen 3D-Drucker, um Nahrungsmittel

 

aller Art zu produzieren.pizzadrucker

Den ersten Prototyp hat die Firma jetzt bei einer Konferenz in Austin (US-Bundesstaat Texas) vorgestellt – und Pizza „gebacken“. Das hat einen einfachen Grund: Das Gericht kann in Schichten gedruckt werden. Erst der Teig.

 

Während der auf einer Heizplatte gebacken wird, legen sich zunächst Schicht für Schicht rote Tomatensoße und dann Faden für Faden Käse darauf. Der Schritt vom echten über den analogen zum digitalen Käse ist geschafft. Der vorgestellte Prototyp basiert auf einem 3-D-Drucker vonRepRap. Er arbeitet allerdings noch mit Ketchup und Frischkäse statt klassischen Pizza-Zutaten.

Aber das Kochbuch für den Mars muss reichhaltiger sein. Zutaten wie Algen, Wasserlinsen, Gras, Insekten und Blätter der Zuckerrübe könnten als Basis für eine proteinreiche Nahrung dienen. Ideal für die Raumfahrt, sagt Anjan Contractor, Chefingenieur von SMRC:

„Lange Raumfahrten erfordern eine Haltbarkeit von 15 Jahren und mehr. Die Art, wie wir daran arbeiten, ist, dass alle Kohlenhydrate, ProteineMakro– und Mikronährstoffe zu Pulverform verarbeitet werden. Wir entziehen ihnen die Feuchtigkeit, und in dieser Form wird das Pulver vielleicht 30 Jahre haltbar sein.“

Aber es geht nicht nur um die Bordküche von Raumschiffen. SMRC denkt auch an die Zukunft der Welt. Anjan Contractor: „Ich und viele Ökonomen glauben nicht, dass das derzeitige System zur Nahrungserzeugung in der Zukunft 12 Milliarden Menschen ausreichend ernähren kann. Wir werden unser Verständnis von dem, was wir als Nahrung ansehen, ändern müssen.“

Insekten- oder Algen-Pizza mag derzeit nicht besonders reizvoll klingen. Aber es wird eine Zeit kommen, in der es zu teuer und zu klimaschädlich ist, die Weltmit Milch- und Fleischprodukten oder auch Fisch zu ernähren.

gefunden bei: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/

Virologen fordern genetische Veränderungen bei Vogelgrippevirus H7N9 , durch die es zu Testzwecken noch gefährlicher wird.

vogel-mit-grippeNeue Labor-Test!
Gefährliche Experimente mit Vogelgrippe-Viren
Peking (RPO). Monatelang analysierten Forscher in China das neue Vogelgrippevirus H7N9 und dämmten seine Verbreitung ein. Nun wollen andere Wissenschaftler das Virus aggressiver machen. Der Virologe Zeng Guang hält das für verantwortungslos und fordert ein weltweites Verbot.
Einer der obersten Virenexperten Chinas warnt vor künstlichen Manipulationen des Vogelgrippe-Erregers H7N9. Die Virologen Ron Fouchier (Niederlande) und Yoshihiro Kawaoka (USA) hatten im Fachmagazin “Nature” genetische Veränderungen gefordert, mit denen das tödliche Virus zu Testzwecken noch gefährlicher gemacht werden könnte. “Aus Sicht der Sicherheit der ganzen Menschheit sind solche Experimente nicht tragbar”, warnt der Chef-Epidemiologe von Chinas Zentrum für Seuchenbekämpfung, Zeng Guang, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Seit Monaten analysiert Zeng die neue Vogelgrippe H7N9 in China. Bislang sind laut Weltgesundheitsorganisation 43 Menschen daran gestorben.

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Leckere künstliche Fasern

Professor Mark Post shows the world's first lab-grown beef burger during a launch event in west LondonDie Verkostung von im Labor hergestelltem Fleisch diese Woche in London hat die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Dabei ist der Versuch, einen adäquaten Fleischersatz zu schaffen, nicht neu.

Sir Winston Churchill war ein vifer Kopf. Über seine Politik mag man geteilter Meinung sein, auch über sein (angebliches) Lebensmotto „No Sports“ kann man diskutieren. Visionär war er aber auf jeden Fall beim Essen. „In 50 Jahren sollten wir der Absurdität entkommen, ganze Hühner zu mästen, um Brust-stücke und Flügel zu essen, indem wir diese Teile einzeln in einem geeigneten Medium wachsen lassen“, sagte er im Jahr 1932.
Das mit den 50 Jahren ist sich nicht ganz ausgegangen – aber am Montag dieser Woche wurde, wie berichtet, in London vor laufenden Kameras ein Fleischlaberl aus In-vitro-Fleisch gebraten, das Mark Post im Labor an der fabriziert hatte. Eine der beiden Vorkosterinnen war die österreichische Ernährungsexpertin Hanni Rützler (siehe Interview rechts).
Der niederländische Gefäßphysiologe Post hat in mehrjähriger Arbeit Methoden des Tissue Engineering, die in der Medizin z.B. für Hautersatz nach Verbrennungen geläufig sind, weiterentwickelt bzw. angepasst: Er ließ Rinder-Stammzellen zu Muskelzellen reifen, die dann zu Muskelfasern heranwuchsen. Neben einer Reihe von chemischen Zusätzen war auch ein „Training“ der Zellen notwendig – andernfalls wachsen, wie man von sich selbst weiß, keine Muskel.
Rund 20.000 dieser kleinen Muskelstreifen hat Post dann mit Semmelbrösel, Eipulver und Gewürzen vermischt und zu einem Burger gepresst. Die Bilder des Bratens und Essens gingen um die ganze Welt. Sofort wurden Hoffnungen wach für eine Alternative zur aufwendigen und umweltbelastenden Fleischproduktion, die mit mehr oder weniger großem Tierleid verbunden ist.
Allerdings war Post keineswegs der erste, der Kunstfleisch hergestellt hat. Die weltweite Publicity ist eher seinem Marketing-Talent zu verdanken (und dem seines Financiers, dem Google-Mitgründer Sergey Brin). Erstmals bekam die NASA 1995 eine behördliche Zulassung als Lebensmittel für ein In-vitro-Fleisch – zur Ernährung von Astronauten auf Langzeitflügen im All. Im Jahr 2000 wuchs im Auftrag der Weltraumbehörde in einem Labor ein Fischfilet, das nachweislich gebraten und gegessen wurde, 2001 folgten Truthahnstückchen. Das erste Patent auf In-vitro-Fleisch meldete eine holländische Gruppe um Willem van Eelen 1999 an, an der Harvard Medical School wurden 2003 Froschzellen vermehrt und verkostet. Zur ersten Veröffentlichung in einer angesehenen Wissenschaftszeitschrift kam es 2005 (Tissue Engineering 11, S. 659) – daran beteiligt war u.a. Vladimir Mironov, der vor zwei Jahren Gastprofessor an der TU Wien war. Und 2011 verspeiste Gabor Forgacs bei einer wissenschaftlichen Konferenz eine Art Schweinefleisch: Er hatte mit einem speziellen Tintenstrahldrucker kultivierte Schweinezellen auf ein Gel gedruckt.

Lange Tradition. All diese Versuche, „künstliches“ Fleisch herzustellen sind freilich bei Weitem nicht der Anfang der Geschichte des Fleischersatzes. Schon seit Langem imitiert der Mensch Fleisch, wenn er keines hat oder – aus welchen Gründen auch immer – keines verwenden konnte. Im mittelalterlichen Europa, als es im Jahr rund 150 Fasttage gab, waren die Menschen sehr erfinderisch, dennoch etwas Fleischähnliches auf den Teller zu bekommen. Gebräuchlich waren z.B. ein Braten aus Erbsen und Eiern oder Käse aus Mandelmilch. In Klosterkochbüchern finden sich etwa Rezepte „wie man milch an dem spyße praten mag“. Dabei genügten auch reine Symbole: Manchen fleischlosen Speisen wurde einfach die Form eines Tieres verpasst – ein Relikt dieser Zeit ist unser Rehrücken. Das machten übrigens auch schon die alten Römer: Sie bastelten aus Quitten Seeigel oder schnitzten aus Kürbissen Blutwürste.
Mit Vegetarismus oder Tierschutz hatte das alles höchstens am Rande zu tun. Schon eher trifft das auf die ostasiatische Tradition des pflanzlichen Fleischersatzes zu: Seit Jahrtausenden werden dort aus Soja und anderen proteinreichen Pflanzen Lebensmittel hergestellt, die wie Fleisch zubereitet werden können. Am bekanntesten ist wohl Tofu – ein Topfen aus Sojamilch. Mit einem Pilz vergorene Soja ist die Grundlage von Tempeh; Yuba nennt sich die Haut, die sich auf erhitzter Sojamilch bildet. In Japan hat Seitan Tradition: Weizeneiweiß, das zurückbleibt, wenn man aus einem Teig die Stärke auswäscht.
Ein neues Kapitel beim Fleischersatz wurde in den 1960er-Jahren aufgeschlagen: Der Ölkonzern BP entdeckte, dass manche Hefe-Arten gut auf Paraffinen wachsen. Errichtet wurden Anlagen, in denen aus Erdöl ein eiweißreiches Viehfutter erzeugt wurde. Andere Ölkonzerne schlossen sich diesem Versuch an, einen neuen Geschäftszweig zu erschließen – auch die ÖMV und ein österreichischer Wissenschaftler: Der mittlerweile an der Universität für Bodenkultur emeritierte Biotechnologe Hermann Katinger forschte zum Beginn seiner Karriere an der Verwertung von Kohlenwasserstoffen durch Hefen. Er verkostete damals auch ein Stück Kunstfleisch aus Hefe, erzählte er einmal der „Presse“: Es sei sehr aufwendig gewesen, aus dem Protein-Brei etwas Beißbares zu machen; das Ergebnis habe immerhin nach einem Mittelding zwischen Steak und Faschiertem geschmeckt. Spätestens mit dem Preisanstieg nach der Ölkrise 1973/74 schliefen diese Aktivitäten ein – damals wuchsen zudem weltweit die Erträge in der Landwirtschaft durch die „Grüne Revolution“ stark an.
Die Erforschung von pflanzlichem Fleischersatz ging indes weiter. Entwickelt wurden sogenannte texturierte Sojaproteine: Pflanzenproteine werden dabei in Extrudern bei höheren Temperaturen und Drücken zu Fäden versponnen. Dadurch entstehen Strukturen, die denen von echtem Fleisch ähneln. Eine britische Firma hat in den 1980er-Jahren Quorn erfunden, das aus einem Protein von Fusarien-Pilzen besteht. Entwickelt wurde sogar ein Milchschnitzel – ein Gemisch aus Milcheiweß und Pflanzenfasern.

Richtiges Mundgefühl. Diese Produkte genügen den Konsumentenerwartungen aber nicht zur Gänze: Diese Einsicht war der Ausgangspunkt für das EU-Forschungsprojekt „LikeMeat“, in dem Forscher des Fraunhofer Instituts IVV (Freising), der Uni Wageningen und der Boku gemeinsam ein Pflanzenprodukt entwickelten, das in Struktur und Saftigkeit echtem Fleisch gleicht – also einen fleischähnlichen Biss und ein adäquates Mundgefühl aufweist. Genutzt wird dazu Protein aus Erbsen, das in einem optimierten Prozess (Koch-Extrusion) zu besonders langen Fasern verarbeitet wird. Als Firmenpartner beteiligt waren in dem kürzlich abgeschlossenen Projekt auch Produzenten von Fleischwaren wie Radatz oder Wiberg. Womit sich der Kreis zur Fleischproduktion schließt.
(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 11.08.2013)

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Ich weiß nicht wer von den Menschen sowas lecker findet, gesund kann es sicher nicht sein. Da bin ich doch lieber dem Leben und der  Natur zugewandt, bevor ich mir tote Fasern zuführe, die von lebenden Zellen sicher auch nicht gemocht werden. Denn der Mensch ist, was er isst!
Und das gilt nicht nur für Lebensmittel, auch geistige und emotionale Nahrung sind wichtig.
Wissen ist Macht, nichts wissen, macht nichts!

Petra Mensch