Tag-Archiv | Eurozone

Frankreich: Wütende Bauern setzen Finanzamt in Brand

Bei einem Protest gegen die angespannte wirtschaftliche Lage steckten Bauern mithilfe von Gemüse öffentliche Gebäude in Brand. (Screenshot)Bei einem Protest gegen die angespannte wirtschaftliche Lage steckten Bauern mithilfe von Gemüse öffentliche Gebäude in Brand. (Screenshot)

Gesellschaft – Zu viel Bürokratie

Gemüse-Bauern verwüsteten in der Bretagne ein Finanzamt und eine Sozialversicherung. Sie kippten unverkauftes Gemüse vor die Gebäude und setzen es mithilfe von Reifen in Brand. Die Landwirte protestierten gegen zu viel Bürokratie.

Studie: Niederlande wäre ohne EU besser dran

Geert Wilders sieht sich darin bestätigt, dass die nationale Souveränität wiederhergestellt werden muss. (Foto: dpa)

Geert Wilders sieht sich darin bestätigt, dass die nationale Souveränität wiederhergestellt werden muss. (Foto: dpa)

Die Niederlande wären deutlich reicher, wenn sie die EU verlassen würden, so eine Studie. Ohne die Forderungen aus Brüssel könnte die Wirtschaft des Landes sich schnell wieder erholen. PVV-Chef Wilders sieht sich darin bestätigt, dass die Niederlande ihre nationale Souveränität wiederherstellen müssen.

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Crash-Angst: Sparer decken sich weltweit mit Bargeld ein

Früher hatte Bargeld auch einen hohen künstlerischen Wert - was auch ein Grund war, warum man die Scheine gerne zu Hause aufbewahrt hat. (Foto: DWN)

Früher hatte Bargeld auch einen hohen künstlerischen Wert – was auch ein Grund war, warum man die Scheine gerne zu Hause aufbewahrt hat. (Foto: DWN)

Seit der Euro-Einführung hat sich der Bargeld-Umlauf vervierfacht. Die Sparer vertrauen den Banken nicht und ziehen ihr Geld ab. Ein nicht unbeträchtlicher Teil wandert ins Ausland – ein Beleg, dass das Misstrauen in das System weltweit groß ist.

16. Januar 2014 –

Eurozone: Jeder vierte Jugendliche ist arbeitslos

Im Oktober stieg die Jugend-Arbeitslosenquote in der Eurozone auf 24,4 Prozent, in der EU auf 23,7 Prozent. (Grafik: Eurostat)Im Oktober stieg die Jugend-Arbeitslosenquote in der Eurozone auf 24,4 Prozent, in der EU auf 23,7 Prozent. (Grafik: Eurostat)

Arbeitslosigkeit – Neues Rekord-Hoch

Im Oktober hat die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in der Eurozone ein neues Rekordhoch erreicht. 24,4 Prozent der Jugendlichen haben keine Arbeit. Vor allem in Spanien und Italien hat sich die Lage angespannt.

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Kosten für neuen EZB-Hauptsitz in Frankfurt explodieren

Während die EZB von den Südländern Kürzungen fordert, explodieren die Kosten beim eigenen Hauptquartier in Frankfurt auf voraussichtlich 1,15 Milliarden Euro. (Foto: dpa)Während die EZB von den Südländern Kürzungen fordert, explodieren die Kosten beim eigenen Hauptquartier in Frankfurt auf voraussichtlich 1,15 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

Eurovisionen Steuerzahler gibt 1,15 Milliarden

Der neue Hauptsitz der EZB in Frankfurt wird 350 Millionen Euro mehr kosten als geplant. Auch wird der Wolkenkratzer zu klein sein. Die zusätzlichen 1.000 Mitarbeiter, die für die Bankenaufsicht in der Eurozone zuständig sein werden, benötigen nun ein weiteres Gebäude.

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EU-Kommission will Krisenländern Schulden-Machen erleichtern

Hinter den Kulissen hat sich Barroso zusammen mit Kollegen wie Hollande und anderen südeuropäischen Staatschef etwas neues zum Thema Verschuldung einfallen lassen. (Foto: dpa)Hinter den Kulissen hat sich Barroso zusammen mit Kollegen wie Hollande und anderen südeuropäischen Staatschef etwas neues zum Thema Verschuldung einfallen lassen. (Foto: dpa)

EU – Gute Schulden, schlechte Schulden

Nicht nur Krisenländern fällt die Einhaltung der Defizitgrenze von drei Prozent schwer. Dies will die EU-Kommission nun ändern. Eine neue Berechnung des Defizits soll die Zahlen weniger schlimm aussehen lassen. Allerdings können diese dann einfacher manipuliert werden.

  | , 23:15 Uhr

Wegen Euro: Finnland muss mehr Schulden machen

Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen muss einräumen, dass nun auch ihr Land die Schuldengrenze von 60 Prozent des BIP überschreiten wird. (Foto: Consilium)Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen muss einräumen, dass nun auch ihr Land die Schuldengrenze von 60 Prozent des BIP überschreiten wird. (Foto: Consilium)

Schulden – Maastricht-Kriterium verfehlt

Finnlands Wirtschaft leidet unter der Rezession der Eurozone. Erstmals wird die Schuldenquote im kommenden Jahr die 60-Prozent-Grenze aus dem Maastricht-Vertrag übersteigen. Damit fällt eine der letzten Bastionen der Stabilität im Euro-Raum.

  | , 23:22 Uhr

BIZ: Die mächtigste Bank der Welt kündigt den Crash an

Der Spanier Jaime Caruana ist der Chef der geheimnisumwitterten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die BIZ fürchtet, dass die Zentralbanken nicht mehr in der Lage sind, den Crash in der globalen Schuldenkrise abzuwenden. Ben Bernanke hat am Mittwoch den Beweis geliefert. (Foto: dpa)Der Spanier Jaime Caruana ist der Chef der geheimnisumwitterten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die BIZ fürchtet, dass die Zentralbanken nicht mehr in der Lage sind, den Crash in der globalen Schuldenkrise abzuwenden. Ben Bernanke hat am Mittwoch den Beweis geliefert. (Foto: dpa)Geldsystem US-Notenbank ist gescheitert

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bezeichnet die aktuelle Lage auf den Finanzmärkten als noch schlechter als vor der Lehman-Insolvenz. Die Warnung der BIZ könnte der Grund sein, warum die US-Notenbank entschied, weiter unbegrenzt Geld zu drucken: Die Zentralbanken haben die Kontrolle über die Schulden-Flut verloren und geben auf.

  | , 02:09 Uhr

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Faule Kredite in Spaniens Banken erreichen neuen Rekordstand

US-Notenbank beschließt weiteres, massives Gelddrucken

EU will Griechenland die Verwaltung der Immobilien entziehen

ESM-Chef Klaus Regling und der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem wagen den nächsten Schritt: Die Privatisierung griechischen Staatsvermögens soll künftig in Luxemburg gemanagt werden. (Foto: Consilium)ESM-Chef Klaus Regling und der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem wagen den nächsten Schritt: Die Privatisierung griechischen Staatsvermögens soll künftig in Luxemburg gemanagt werden. (Foto: Consilium)

Schuldenkrise – Zwangsvollstreckung durch Brüssel

Die Privatisierungen in Griechenland kommen nicht voran. Daher plant der ESM die Errichtung einer Holding in Brüssel, die die zum Verkauf bestimmten Immobilien verwalten soll. Der griechischen Regierung entgleitet Schritt für Schritt die Kontrolle über das griechische Staatsvermögen.

  | , 04:04 Uhr

IWF warnt vor sozialen Unruhen in Europa

 |  25.07.13, 23:19  |  26 Kommentare

Sowohl die EZB als auch die Politiker in den europäischen Ländern haben dem IWF zufolge die Krise noch lange nicht im Griff. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit hoch, ein Wachstum ist weit entfernt und das Risiko sozialer Unruhen ist gestiegen. Mehr Reformen müssten unternommen werden und die EZB solle noch billigeres Geld zur Verfügung stellen.

IWF-Chefin Lagarde ist alles andere als zufrieden mit Draghi Die EZB druckt nicht genug Geld. (Foto: Consilium)

IWF-Chefin Lagarde ist alles andere als zufrieden mit Draghi Die EZB druckt nicht genug Geld. (Foto: Consilium)

In der europäischen Politik ist man in den vergangenen Tagen optimistischer gewesen. Einige Politiker wie etwa Hollande sprachen bereits davon, dass es langsam wieder aufwärts gehe. Doch der aktuelle Bericht des IWF spricht eine ganz andere Sprache. Der Währungsfonds sieht eine Stagnation, will mehr Einlenken der EZB und weitere Reformen.

Angesichts der immer geringer werdenden politischen Instrumente und des noch weiterhin angeschlagenen Bankensektors, „haben sich die Risiken für eine Stagnation, soziale und politische Unruhen und ein Übergreifen auf die Weltwirtschaft erhöht“, heißt es in dem Bericht. Zuletzt konnten die zunehmenden sozialen Spannungen in Paris beobachtet werden (hier).

Vor diesem Hintergrund sei es „unerlässlich, dass Wachstum zu beleben, Arbeitsplätze zu schaffen und die Bankenbilanzen“ zu verbessern, um die Kreditvergabe anzukurbeln, so der IWF. In diesem Zusammenhang betonten die Ökonomen vom IWF, dass eine weitere Senkung des Leitzins durch die EZB wahrscheinlich notwendig sei. Denn eine „Erholung ist fern“.

Der IWF erwartet, dass das BIP der Eurozone ein zweites Jahr in Folge schrumpfen wird: um 0,6 Prozent. 2014 werde sich die Rezession sogar verstärken (-0,9%). Weitere Turbulenzen an den Märkten, wie etwa bei einem leichten Ausstieg der Fed aus der lockeren Geldpolitik, könnten die Situation in der EU noch verschlimmern und die Durchführung der derzeitigen Geldpolitik noch komplizierter machen, so der IWF.

Studie enthüllt: Banken haben Politik bei Euro-Rettung erpresst

Die Banken haben bei den Rettungs-Aktionen in Griechenland, Spanien und Zypern die Regierungen und die EU offenbar knallhart erpresst. Der Steuerzahler wurde über Gebühr geschröpft, weil die Regierungen zu hohe Kredit-Kosten für weitere Schulden fürchteten. Sehr unangenehm: Der deutsche Steuerzahler ist bis 2018 in keiner Weise vor weiteren Milliarden-Opfern geschützt.

Angela Merkel mit den Goldman Sachs-Bankern Mario Monti (Italien) und Mario Draghi (EZB): Freundlich im Umgang - knallhart, wenn es ans Zahlen geht. (Foto: consilium)Angela Merkel mit den Goldman Sachs-Bankern Mario Monti (Italien) und Mario Draghi (EZB): Freundlich im Umgang – knallhart, wenn es ans Zahlen geht. (Foto: consilium)

Eine von den Grünen Abgeordneten Gerhard Schick und Sven Giegold bei der Finanzberatung Finpolconsult in Auftrag gegebene Studie kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Die Banken haben die Regierungen in Europa bei den Banken-Rettungen in Griechenland, Spanien und Zypern offenkundig mit der Drohung erpresst, dass Staatsanleihen und damit Staats-Schulden noch teurer würden, wenn die Banken nicht gerettet würden.

Nachdem es das Bestreben der meisten Regierungen ist, lieber mehr Schulden zu machen als den Bürger zu sagen, dass man sich bestimmte Dinge nicht mehr leisten könne, sind die Regierungen in Athen, Madrid und Nikosia vor den Banken in die Knie gegangen: Sie haben es den Bank-Eigentümern ermöglicht, sich aus dem Staub zu machen, durch seltsame Transfers weiter Geld zu kassieren und ganz offiziell Schulden, die insolvente Banken hatten, vom Steuerzahler an die Bank-Investoren ausbezahlt zu bekommen.

Besonders krass war die Aktion in Griechenland: Hier wurden die Bank-Eigentümer, also die Investoren, bis zu 70 Prozent schadlos gehalten. Der öffentlich gepriesene „Schuldenschnitt“ war eine Farce: Die Banken haben angeblich auf 28 Milliarden Euro verzichtet. Tatsächlich haben sie 20 Milliarden Euro durch den Steuerzahler „rückvergütet“ bekommen, schreibt die Studie. Eine Beteiligung der Investoren wurde nicht einmal im Ansatz in Erwägung gezogen.

18.07.13, 02:19 Zum Weiterlesen:

Abhörskandal: Juncker unmittelbar vor Rücktritt?

Gegen den luxemburgischen Geheimdienst wird wegen illegaler Abhörmaßnahmen ermittelt. Premier Juncker, der die politische Verantwortung für diesen Skandal trägt, hat bereits seinen Rücktritt angedeutet.

Der langjährige Chef der Eurogruppe Juncker habe zu viel Zeit in Brüssel verbracht, sagen seine Kritiker. (Foto: Consilium)

Der langjährige Chef der Eurogruppe Juncker habe zu viel Zeit in Brüssel verbracht, sagen seine Kritiker. (Foto: Consilium)

Der frühere Chef der Eurogruppe und langjährige luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker steht vor dem Rücktritt. Grund ist ein Abhörskandal in seinem Heimatland, für den er verantwortlich ist.

Juncker muss am Mittwochnachmittag vor einem Sonderausschuss des luxemburgischen Parlaments erscheinen, berichtet EUobserver. Ihm werden Fehler bei der Führung des Nachrichtendienstes SREL vorgeworfen. Gegen SREL wird derzeit wegen illegaler Abhörmaßnahmen, Korruption und des Handels mit gestohlenen Autos ermittelt.

Veröffentlicht: 10.07.13, 11:31 Zum Weiterlesen:

IWF: Rezession in Europa wird schlimmer

Der IWF korrigiert seine Wachstumsprognosen für die Eurozone nach unten. Vor allem in Ländern der Peripherie befinde sich die Wirtschaft in einer schlechteren Lage, als zuvor erwartet. Denn die Binnennachfrage bleibe dort extrem schwach.

Alle drei Monate muss der IWF seine Wachstumsprognosen nach unten korrigieren. In der Eurozone erwartet er für 2013 einen erneuten Rückgang um 0,6 Prozent. (Grafik: Zero Hedge)

Alle drei Monate muss der IWF seine Wachstumsprognosen nach unten korrigieren. In der Eurozone erwartet er für 2013 einen erneuten Rückgang um 0,6 Prozent. (Grafik: Zero Hedge)

Der IWF erwartet, dass die Rezession in der Eurozone länger dauert, als er bisher erwartet hat. Auch hat er seine weltweiten Wachstumsprognosen für 2013 und 2014 gesenkt.

Die Wirtschaft der Eurozone werde 2013 wie im Vorjahr um 0,6 Prozent schrumpfen, zitiert die FT eine aktuelle Prognose des IWF. Die Rezession in Italien werde sich dieses Jahr vertiefen. Der IWF korrigierte seine Prognose um 0,3 Prozentpunkte auf einen Rückgang der italienischen Wirtschaft von nunmehr 1,8 Prozent. Für Spanien erwartet der IWF statt eines Wachstums von 0,7 Prozent nun eine Stagnation.

10.07.13, 08:14 Zum Weiterlesen: