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Forbes berichtet von anonymem Mord-Markt im Internet

Ben Bernanke

20. Nov. 2013 – Ben Bernanke – Foto: EPA

STIMME RUSSLANDS Das Magazin „Forbes“ hat über das Internetportal Assassination Market („Mord-Markt“) berichtet, dessen Nutzer Geld für Mordaufträge gegen bekannte Politiker sammeln.

Die Seite funktioniert als Crowd-Funding-Platz: Jedermann kann eine bestimmte Summe für den einen oder anderen Mord spenden. Falls der Mord tatsächlich begangen wird, bekommt der Vollzieher alle gesammelten Geldmittel. Den Zugang zur Seite kann man nur durch das anonyme Netz Tor erhalten.

Auf der Seite sind mehrere Aufträge untergebracht. Die bisher größte Summe, etwa 90.000 US-Dollar, ist für den Mord am Chef des US-Federal Reserve Board Ben Bernanke gesammelt worden.

Forbes erkennt Putin als einflussreichsten Menschen der Welt an

Forbes erkennt Putin als einflussreichsten Menschen der Welt an

– Foto: RIA Novosti

STIMME RUSSLANDS Der russische Präsident Wladimir Putin führt die Rangliste von einflussreichsten Menschen der Welt laut der Version des Magazins „Forbes“ an. Er verdrängte vom zweiten Platz den US-Präsidenten Barack Obama, berichtet am Mittwoch die Website der Ausgabe.

„Der russische Präsident Wladimir Putin führt das Ranking der mächtigsten Menschen der Welt laut „Forbes“ an. Der 61-jährige Politiker überholte den letztjährigen Spitzenreiter, seinen amerikanischen Amtskollegen Barack Obama (2. Platz) und Chinas Vorsitzenden Xi Jinping (3. Platz)“, heißt es in der Mitteilung.

Die Liste umfasst noch drei Russen. Der russische Premierminister Dmitri Medwedjew belegte den 53. Platz. Der Chef von Rosneft Igor Setschin landete auf den Platz 60 und den 63. Platz nahm der Geschäftsmann Alischer Usmanow ein.

Zentralbanken geben Startschuss zum Zünden der Derivate-Bombe

Die EZB und der chinesischen Zentralbank haben entschieden, auch minderwertige Wertpapiere als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren. Damit beflügeln sie den Trend der Banken, sich immer stärker am Derivate-Markt zu engagieren. Schon jetzt ist der Derivate-Markt über 700 Billionen Dollar schwer – ein Impuls kann die Bombe zünden. Das Problem: Was für ein Impuls dies sein könnte, ist nicht vorhersehbar.

Für Ex-Goldman-Banker ist der Derivate-Markt ein bekanntes Pflaster. Draghi und Monti kennen sich damit bestens aus. (Foto: Consilium)

Für Ex-Goldman-Banker ist der Derivate-Markt ein bekanntes Pflaster. Draghi und Monti kennen sich damit bestens aus. (Foto: Consilium)

Im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Abschwächung und den großen Problemen, denen sich Europa, die USA und auch China gegenüber sehen, ist die Macht der Zentralbanken immer größer geworden. Eine Äußerung eines Zentralbankers wie Draghi oder Bernanke kann Aktienkurse in die Höhe schießen oder immens nach unten fallen lassen. Umso gefährlicher ist die neuerlicher Entwicklung der Geldpolitik. Sie betrifft nämlich indirekt auch den riesigen Derivate-Markt. Ein Markt, wie er undurchsichtiger kaum sein kann. Und wenn hier die Bombe platzt, droht der finanzielle Kollaps.

Vergangene Woche entschied die EZB, nun auch minderwertige Papiere, Asset Backed Sevurities (ABS) als Sicherheiten für neue Kredite zuzulassen (hier). Papiere mit schlechterem Rating als die bisher geforderten Wertpapiere mit Triple A. Schuldtitel, hinter denen theoretisch irgendwann in der Kette einmal Unternehmensanteile, Autos oder auch Immobilien stehe. In China entschied man sich sogar, die Beschränkung für gefährliche Papiere gänzlich aufzuheben. So dass große Banken hier nun noch mehr giftige Papiere ins System pumpen können.

Diese Lockerung bei den für neue Kredite verlangten Sicherheiten spielt direkt den großen Banken zu. Es beflügelt sie, noch stärker am Derivate-Markt teilzunehmen. Ein Markt mit immensen, systemischen Risiken. Risiken, die ganz hinten in den Bilanzen der Banken stecken, die jedoch schon jetzt ein Ausmaß von über 700 Billionen Dollar haben.

Auch die Banken in der EU zocken heftig mit. Ihr Anteil an den globalen Derivateprodukten beträgt rund 219 Billionen Dollar. Platzt die Blase, ist ein Systemkollaps vorprogrammiert.

21.07.13, 00:34 Zum Weiterlesen: