Tag-Archiv | FSA

IS kontrolliert Heroinhandel nach Europa

IS finanziert sich mit Rauschgifttransit nach Europa – russische Drogenkontrolle

IS finanziert sich mit Rauschgifttransit nach Europa – russische Drogenkontrolle

STIMME RUSSLANDS Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert die Hälfte der Heroin-Lieferungen von Afghanistan nach Europa und erzielt dadurch immens hohe Einnahmen, wie die russische Drogenkontrollbehörde am Mittwoch mitteilt.

„Gerade die großzügigen Transitlieferungen von afghanischem Heroin stellen eine erneuerbare Finanzbasis für das Funktionieren des ‚Islamischen Staates‘ dar, der die Hälfte aller Heroin-Lieferungen über den Irak und andere, ebenfalls destabilisierte Länder Afrikas nach Europa absichert und fabelhafte Gewinne dadurch erzielt“, heißt es.

Laut der Behörde finanzieren sich zahlreiche Banden durch den Transit von afghanischem Heroin, das sie mit schnellen Kleinschiffen über den Golf von Aden nach Äthiopien, Eritrea, Somalia, Kenia und Tansania bringen.

„Da dem Piratentum die groß angelegte Drogen-Produktion in Afghanistan zugrunde liegt, haben die durcheinandergebrachten Ursache-Wirkungsbeziehungen bedauerlicherweise die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung dieses Phänomens faktisch auf ein Nichts reduziert. Es liegt klar auf der Hand, dass eine Beilegung der Konflikte in den genannten Regionen ohne Zerstörung der umfassenden Rauschgiftproduktion in Afghanistan undenkbar ist“, so die Drogenkontrollbehörde.

UNO: Mehr als zwölf Millionen Syrer auf Hilfen angewiesen

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Iran fordert von USA Beendigung der Terrorförderung in Syrien

Ungefähr 15.000 Menschen aus 80 Ländern sind nach Syrien und in den Irak gezogen

Ungefähr 15.000 Menschen aus 80 Ländern sind nach Syrien und in den Irak gezogen

STIMME RUSSLANDS Ungefähr 15.000 Menschen aus 80 Ländern sind nach Syrien und in den Irak gezogen, um auf der Seite des Islamischen Staates (IS) und anderer Terrormilizen zu kämpfen, berichtet der „Guardian“ unter Berufung auf einen Bericht des UN-Sicherheitsrates.

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Syrienkonflikt: USA gibt Stationierung von Militärs in Jordanien zu

US-Soldaten während der Operation Eager Lion in Jordanien. (Bild: Reuters)US-Soldaten während der Operation Eager Lion in Jordanien. (Bild: Reuters)Weißes Haus: 1500 US-Militärs bleiben in Jordanien

14. Dez. 2013 – Washington (Reuters/Mehr News)

Das Weiße Haus hat am gestrigen Freitag in einem Bericht an den Kongress erklärt, dass 1500 US-Militärs in Jordanien bleiben werden, solange die Sicherheit der Region instabil ist.

Militärische Ausrüstungen der USA in Jordanien schließen Patriot-Raketenabwehrsysteme und Kampfflugzeuge ein, die unter dem Vorwand der Kontrolle der Syrienkrise in dieser Region stationiert worden sind. Die US-Regierungsvertreter hatten in den letzten 2 Jahren seit Beginn der Syrienkrise die Präsenz ihrer Militärs in Jordanien dementiert.

Anführer der Freien syrischen Armee in Türkei verschwunden

23. Nov. 2013 – Damaskus (Press TV) – Bild: flags.de

Nachrichtenberichten zufolge ist der Anführer der sogenannten Freien syrischen Armee, Riad al-Asaad, nach Angaben dieser Gruppe in der Türkei verschwunden.

In syrischen Pressemeldungen heißt es, dass al-Asaad in den letzten 10 Tagen in der Türkei verschwunden sei.

Berichten der sozialen Netzwerke zufolge soll die Nachricht von der Famile von al-Asaad stammen. Es heißt, dass er nach einem Treffen mit Salim Idris, einem weiteren Anführer der sogenannten Freien syrischen Armee sowie mit Oqap Saqr, einem libanesischen Parlamentsabgeordneten, in der Türkei, verschwunden ist.

In den sozialen Netzwerken im Internet werden dafür die türkische Regierung und oppositionelle syrische Gruppen in der Türkei verantwortlich gemacht.

Al-Asaad, Ingenieur und ehemaliger Oberst der syrischen Luftwaffe, hat am 29. Juli 2011 die syrische Armee verlassen und danach in der Türkei die sogenannte Freie syrische Armee gegründet.

Ägypten: USA stützen die Putschisten. Was hat das zu bedeuten?

0401ZypernPiratAktuelle Überlegungen zur Geopolitik. Von Jürgen Elsässer (Elsässers Blog), Chefredakteur COMPACT-Magazin

Nach einigem Lavieren haben sich die USA hinter die Putschisten gestellt. Alle, die die Entmachtung Mursis begrüßt haben, stellt das vor wichtige Fragen.

Das folgende sind Hypothesen. Die Situation ist von Ferne schwer zu beurteilen. Jedenfalls ist die Jubel-Euphorie, “das Volk” habe sich in Ägypten “gegen die Islamisten” durchgesetzt, ab jetzt nur noch schwer zu halten. Es sei denn, man nähme an, die USA seien “vom ägyptischen Volk” zu einer Kursänderung gezwungen worden und würden jetzt über “friendly fire”, also von innen heraus, den Umschwung zu steuern versuchen, der “eigentlich” nicht in ihrem Interesse lag. Ist möglich, aber unwahrscheinlich.

Meine Hypothese nimmt zwei andere Umschwünge im Nahen Osten mit in den Blick:

* In Syrien sind die USA mit der Studie von Dempsey, ihrem Generalstabschef, von ihrem Interventionskurs abgerückt. Ist zu teuer und bringt nix, sagte er ungefähr. Der britische Pudel, der im Juni die EU noch zur Aufhebung des Waffenembargos zwang, hat gleich nachgezogen und verkündet, er werde nun doch keine Waffen an die “Rebellen” liefern.

* In der Türkei ist Erdogan geschwächt, wobei die Volksbewegung zwar nicht in Gänze, aber durchaus in Teilen (“bunte Opposition”) von westlichen Einflussagenten durchsetzt war. (Die wollen seine Ersetzung durch den aktuellen Staatspräsidenten Gül).

Alle drei Entwicklungen – Ägypten, Türkei, Syrien – bedeuten, dass die USA plus GB Angst bekommen haben vor einer “Achse der Muslimbruderschaft”. Hätte die FSA in Syrien gesiegt und wäre Mursi an der Macht geblieben, hätte sich ein neuer Muslimbruderschaft-Block Ankara-Damaskus-Kairo gebildet. Der wäre von den USA nicht leicht zu steuern gewesen, deswegen musste das verhindert werden.

Der Bruch des Bündnisses zwischen USA/GB und Muslimbruderschaft gibt immerhin den antiimperialistischen Kräften in der Region Bewegungsfreiheit: In Syrien steht die FSA ohne den Rückhalt aus Washington und London auf verlorenem Posten, überall siegen die Truppen Assads. In Ägypten und der Türkei sind auf Seiten der Opposition gegen die Muslimbrüder auch antiimperialistische Kräfte, die die Situation nutzen können (Nasseristen in Ägypten, Kemalisten in der Türkei).

Nun wird man beobachten müssen, wie sich die neue ägyptische Führung zu Syrien verhält. Mursi war zwar großmäulig für die FSA, aber hat kaum militärisch was geliefert. Unter den Putschisten kann das besser werden – oder schlechter.

Insgesamt eine volatile Situation. Ich warne vor Schnellschüssen.

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