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Ausbeutung in Katar: Zwangsarbeit für Fußball-Show

Sepp Blatter und Franz Beckenbauer: Die Lichtgestalten der internationalen Fußball-Geschäfts zeigen wenig Interesse an den verheerenden Zuständen auf den Baustellen in Katar. (Foto: dpa)Sepp Blatter und Franz Beckenbauer: Die Lichtgestalten der internationalen Fußball-Geschäfts zeigen wenig Interesse an den verheerenden Zuständen auf den Baustellen in Katar. (Foto: dpa)

Globalisierung – Die Zukunft der Arbeit

Unter menschenunwürdigen Bedingungen müssen Arbeiter in Katar die Voraussetzung für das Spektakel einer Fußball-WM schaffen. Erpressung, Ausbeutung und Betrug gehören zum Alltag. Der internationale Fußballverband Fifa schaut einfach weg.

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Bauunternehmen versklavt Fußball-WM-Arbeiter in Brasilien

Blick auf den Internationalen Flughafen Sao Paulo/Guarulhos

Blick auf den Internationalen Flughafen Sao Paulo/Guarulhos in Brasilien (Quelle/Lizenz)

São Paulo. Bei einer Kontrolle des brasilianischen Arbeitsministeriums auf einer Baustelle auf dem internationalen Flughafen São Paulo (GRU) haben Beamte insgesamt 111 Arbeiter in „sklavenähnlichen Zuständen“ aufgefunden. Wie das Arbeitsministerium auf seiner Webseiteam Donnerstag vermeldete, seien die Männer von Brasiliens größtem Bauunternehmen OAS Ltda für 

Erweiterungsarbeiten des Flughafens im Rahmen des Infrastrukturausbaus für die Fußballweltmeisterschaft der Männer im Juni/Juli 2014 angeheuert worden.

Unter den befreiten Arbeitern, die auf der Baustelle in menschenunwürdigen Verhältnissen in insgesamt elf Barracken gelebt hätten, seien auch sechs Indigene von der Pankararu-Ethnie gewesen, so die Presseerklärung des Ministeriums. Auf dem Flughafen lebten sie unter „unhygienischen Bedingungen“ und litten Kälte und Hunger, stellt der offizielle Inspektorenbericht fest. OAS-Personalwerber hatten die Männer im Nordosten Brasiliens angeheuert und unter falschen Versprechungen in die Millionenstadt gelockt, berichtete die Tageszeitung Folha de St. Paulo.

 

Deutschland hat ägyptischen Geheimdienst im Kampf gegen Regime-Kritiker geschult

Die Diskussion um die NSA in Deutschland ist pure Heuchelei: Deutsche Dienste haben den gefürchteten ägyptischen Staatssicherheitsdienst geschult, wie er Dissidenten überwachen und ausforschen kann. Damit können die Militärs in Ägypten in ihrem brutalen Kampf gegen die Muslim-Brüder auf deutsches Know-How zurückgreifen. Auch die türkischen und tunesischen Sicherheits-Dienste wurden von den Deutschen ausgebildet. Eine politische Kontrolle hat nicht stattgefunden. Das Versagen der Bundesregierung ist evident.

Hunderte, wenn nicht sogar tausende Tote hat der Bürgerkrieg in Ägypten bereits gefordert. Deutsche Dienste haben dem gefürchteten Staatssicherheitsdienst gezeigt, wie er Regime-Gegner (Terroristen) im Internet ausfindig machen kann. (Foto: NewsWall South Africa via Twitpic)

Hunderte, wenn nicht sogar tausende Tote hat der Bürgerkrieg in Ägypten bereits gefordert. Deutsche Dienste haben dem gefürchteten Staatssicherheitsdienst gezeigt, wie er Regime-Gegner (Terroristen) im Internet ausfindig machen kann. (Foto: NewsWall South Africa via Twitpic)

In ihrem Sommerinterview mit dem DLF sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sie keinen Anlass zu der Annahme habe, dass sich die deutschen Geheimdienstenicht penibel an Recht und Gesetz halten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle beklagte die Welle der Gewalt in Ägypten und rief die Parteien auf, den Konflikt im friedlichen Dialog zu lösen.

Diese Sprüche kann man alle vergessen.

Das ist pure Heuchelei.

Denn Deutschland ist, was die Aktivitäten von Geheimdiensten und staatlichen Behörden zum Zwecke des Ausspionierens auf fremden Boden, mitnichten ein Musterknabe, der sich nur um die Dinge kümmert, die ihn selbst betreffen.

Merkel sagte, dass „Geheimdienste in jedem unserer Länder eine wichtige Funktion haben“.

In Deutschland haben die Dienste scheinbar auch die Funktion, dem Land als„Exportnation Nummer 1“ alle Ehre zu machen.

Veröffentlicht: 16.08.13, 03:06Zum Weiterlesen: