Tag-Archiv | getötete Kinder

Obama lockert Vorschriften zur Tötung von Zivilisten mit Drohnen

US-Präsident Barack Obama ist eine große Enttäuschung für Bürgerrechtler und Menschenrechts-Organisationen: Er hat den heimlichen Krieg mit Drohnen zum Regelfall gemacht. (Foto: dpa)US-Präsident Barack Obama ist eine große Enttäuschung für Bürgerrechtler und Menschenrechts-Organisationen: Er hat den heimlichen Krieg mit Drohnen zum Regelfall gemacht. (Foto: dpa)

Heimliche Kriege – Zivilisten werden Freiwild

US-Präsident Barack Obama hat die Vorschriften für gezielte Tötungen mit Drohnen gelockert: War es früher für die US-Armee Pflicht, beim Einsatz von Drohnen gegen Terroristen „sicherzustellen“, dass es keine zivilen Toten gibt, heißt es nun, dass zivile Opfer möglichst zu „vermeiden“ sind. Ein feiner, für viele möglicherweise tödlicher Unterschied.

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3 Tote bei US-Drohnenangriff im afghanischen Wardak

3 Tote bei US-Drohnenangriff im afghanischen Wardak 25. Nov. 2013 – Kabul (IRIB)

Mindestens 3 Menschen wurden bei einem US-Drohnenangriff in der zentralafghanischen Provinz Wardak getötet, berichtet Press TV.

Der Drohnenangriff fand in den frühen Morgenstunden des heutigen Montag statt. Einigen Berichten zufolge waren die Opfer Mitglieder der Taliban. Allerdings hat sich die Taliban bisher nicht dazu geäußert. Die USA behaupten, ihre Drohnenangriffe seien Teil des sogenannten Kampfes gegen den Terrorismus, aber  wie die Berichte zeigen, sind häufig Zivilisten Opfer der Angriffe. Am 22. November wurden bei einem ähnlichen Drohnenangriff 7 Menschen in der ostafghanischen Provinz Nangarhar getötet. Die Einheimischen sagten, der Anschlag habe eine Moschee vollständig zerstört.

Im Oktober wurden 5 Zivilisten, darunter 3 Kinder, bei einem Drohnenangriff in der Nähe der Stadt Dschalalabad, der Hauptstadt von Nangarhar getötet. Tausende Afghanen haben seit Beginn der US-Invasion in Afghanistan im Jahr 2001 ihr Leben durch die US-geführten Luftangriffe und Operatione in verschiedenen Teilen Afghanistans verloren. Die Afghanen sind zunehmend empört über die scheinbar endlose Zahl der tödlichen Attacken. Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat wiederholt Zweifel an der Rechtmäßigkeit der US-Luftangriffe geäußert und bei zahlreichen Gelegenheiten Washington aufgerufen, die Angriffe zu stoppen.

Die Vereinten Nationen und verschiedene Menschenrechtsorganisationen haben die Vereinigten Staaten als weltweite Nummer 1 bei „gezielten Tötungen“ vor allem wegen seiner Drohnenangriffe in Afghanistan, Pakistan, im Jemen und anderen Ländern bezeichnet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind die US-Drohnenangriffe eine zunehmende Herausforderung für die internationale Justiz.