Tag-Archiv | Gewerkschaften

Peru zwingt junge Arbeitnehmer in die Sklaverei

Proteste gegen neues Jugend-Arbeitsgesetz in Peru

Jugendliche und Gewerkschaften rufen zu Demonstrationen auf. Regierung gibt sich uneinsichtig. Verfassungsbeschwerde wird zugelassen

Demonstrationen gegen das neue Arbeitsgesetz für Jugendliche

Demonstrationen gegen das neue Arbeitsgesetz für Jugendliche – Quelle: portaldelsur.info

Lima 16.01.2015 – amerika21/

Ein neues Arbeitsgesetz für Jugendliche ist in Peru seit vergangenem Dezember Anlass für Kritik und Demonstrationen seitens der Betroffenen und der Opposition. Die protestierenden Jugendlichen fordern die komplette Aufhebung des Gesetzes, da sich die Regierung nicht bereit zeigt, geforderte Änderungen umzusetzen oder überhaupt eine politische Debatte darüber im Kongress zuzulassen.

Mit großen Demonstrationen versuchen die Jugendlichen, die von zahlreichen Gewerkschaften unterstützt werden, seit Wochen ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Währenddessen hat das Verfassungsgericht verkündet, dass die Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zugelassen wird, da alle notwenigen Voraussetzungen erfüllt worden seien.

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Narrenfreiheit: kein Auftragsmordprozess gegen Nestle in der Schweiz

Lausanne 05. August 2014 – amerika21.de

Schweizer Bundesgericht lehnt Mordklage gegen Nestlé ab

Das Schweizer Bundesgericht hat eine Klage gegen den Nahrungsmittelkonzern Nestlé im Zusammenhang mit der Tötung des kolumbianischen Gewerkschafters Luciano Romero Molina abgelehnt.

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Nestle nutzt Geheimdienst und Paramilitärs für Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Novum in Kolumbien: Gericht stuft Mord an Gewerkschafter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein. Zusammenarbeit von Geheimdienst mit Paramilitärs aufgedeckt

Bogotá 24. April 2014amerika21.de

Der Strafgerichtshof von Bogotá hat unlängst den Paramilitär Hever Ovido Neiro Bello (Kampfname El Abogado – der Anwalt) als Mittäter
 bei der Ermordung  des kolumbianischen Gewerkschaftsführers Luciano Romero Molina verurteilt und die Tat als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Das Strafmaß beläuft sich auf 32,5 Jahre Gefängnis und die Zahlung einer Strafgebühr in Höhe von 2.750 kolumbianischen Mindestlöhnen (cirka 900.000 US-Dollar). Weiterlesen

Die große Plünderung nach der Pleite: Detroit fällt an die Gläubiger

Es war einmal in Amerika: Schulden-Gouverneur Rick Snyder bei seiner Wahlparty im Westin Cadillac Hotel vor drei Jahren. Nun wird Detroit verwertet. (Foto: dpa)Es war einmal in Amerika: Schulden-Gouverneur Rick Snyder bei seiner Wahlparty im Westin Cadillac Hotel vor drei Jahren. Nun wird Detroit verwertet. (Foto: dpa)

Schuldenkrise – Das Ende der Schulden-Politik

Der Fall Detroits zeigt: Bei der Pleite einer Kommune kommt es ganz dick. Die Banken mussten als Gläubiger abgesichert werden, um einen System-Zusammenbruch der öffentlichen Finanzen zu verhindern. Sie werden aus der Insolvenz-Masse bevorzugt bedient – damit an den Finanz-Märkten keine Panik ausbricht. Rentner und Bürger müssen sehen, was für sie übrig bleibt. Ein Lehrstück der globalen Schulden-Falle.

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Mercedes wegen Diktaturverbrechen vor Gericht

Ehemaligen Produktionsleiter Juan Ronaldo Tasselkraut

Buenos Aires/Washington. In dieser Woche wird vor dem Obersten Gerichtshof der USA über die Verantwortung des Automobilkonzerns Mercedes Benz, Teil der Daimler AG, an den Verbrechen der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) befunden. Es geht um den Fall von 17 aktiven Gewerkschaftern und Betriebsräten des Mercedes-Werks in der Provinz Buenos Aires. 14 Arbeiter sind bis heute verschwunden. Drei der Überlebenden klagen seit 2004 zusammen mit den Angehörigen der „Verschwundenen“ in der Sache „Daimler AG gegen Barbara Bauman“. Bauman ist der Name der Mutter einer der Vermissten. Das Unternehmen soll laut der Meldung der argentinischen Nachrichtenagentur Télam bei der öffentlichen Anhörung nach dem Amicus-Curiae-Prinzip zur Aufklärung des Sachverhalts des „Verschwindens“ der Arbeiter beitragen.

Die Entschädigungsklage, die in den ersten beiden Instanzen abgewiesen worden war, wird nach dem letzten Urteil des Berufungsgerichts 2009 nun vor der obersten Stelle, dem Supreme Court, verhandelt. Der US-Gerichtshof soll über die Zuständigkeit der US-amerikanischen Justiz urteilen. In der Anhörung zeigten sich die Richter jedochverhalten. Die Verbindung der USA zu den vermeintlichen Straftaten einer deutschen Firma in Argentinien vor über dreißig Jahren, so Richter Thomas H. Dupree, Jr., sei nur schwer zu belegen.

weiter unter: http://amerika21.de/2013/10/91724/mercedes-argentinien-gericht

Präsident Morales erlässt Dekret für „soziale Unternehmen“

Arbeitervertreter bei der Feier am Montag im Regierungspalast

La Paz. Boliviens Präsident Evo Morales hat am Montag ein Dekret für die Schaffung von sozialen Unternehmen erlassen. Dies gab er bei einem feierlichen Akt im Regierungspalast anlässlich des 62. Jahrestages der Gründung der Fabrikarbeiter-Gewerkschaft Boliviens bekannt. Morales beglückwünschte die Arbeiter und betonte ihre Rolle bei der Entwicklung des Landes.

Die Regierung komme mit dem Dekret den Forderungen der Arbeiter aus allen Bereichen nach, sagte der Präsident. Den „Erpressungen oder Drohungen von Unternehmern“ werde ein Ende gesetzt, die eher eine Fabrik schließen, als die Löhne zu erhöhen und die Arbeiter akzeptieren aus Angst vor der Schließung „die Bedingungen der Kapitulation“. Nun könnten die Fabrikarbeiter die Betriebe übernehmen und „Besitzer von sozialen und gemeinschaftlichen Unternehmen werden“, so Morales.

Das „Decreto Supremo 1754“ kann in folgenden Fällen angewendet werden: Wenn Konkurs, Insolvenz oder Liquidation vorgesehen oder abgeschlossen ist und wenn Unternehmen ohne Begründung geschlossen oder aufgegeben werden. Darüber hinaus muss eine Firma, die verkauft werden soll, bevorzugt den Arbeitern angeboten werden, die dann ein soziales Unternehmen gründen können.

Quelle: http://amerika21.de/2013/10/91248/dekret-soziale-unternehmen

Gegen Troika-Diktat: Generalstreik in Griechenland

In Griechenland hat am Mittwoch ein 48-stündiger Streik begonnen. (Foto: dpa)In Griechenland hat am Mittwoch ein 48-stündiger Streik begonnen. (Foto: dpa)

Privat-Sektor streikt vier Stunden – Die Gewerkschaften haben in Griechenland zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Behörden, Schulen und andere Einrichtungen bleiben geschlossen. Auch der private Sektor schließt sich dem Streik aus Solidarität an. Es geht gegen die Spar-Vorschriften aus Brüssel.

  | , 17:24 Uhr

Portugal: Verfassungs-Gericht stoppt Sparkurs

Die Ablehnung seiner Reformen durch das Verfassungsgericht ist eine erneute Niederlage für den angeschlagenen Premier Coelho. (Foto: Flickr/European People's Party – EPP)Die Ablehnung seiner Reformen durch das Verfassungsgericht ist eine erneute Niederlage für den angeschlagenen Premier Coelho. (Foto: Flickr/European People’s Party – EPP)

Beamte behalten ihre Jobs: Das Verfassungs-Gericht in Lissabon hat den Plan der Regierung, im öffentlichen Dienst tausende Stellen abzubauen, zu Fall gebracht. Nun ist der gesamte Spar-Kurs Portugals gefährdet. Weitere EU-Hilfspakete dürften bald gefordert werden.

  | , 03:31 Uhr

Teufelskreis: Griechenland braucht weitere zehn Milliarden

Bei Schäubles Griechenland-Besuch scheint es nicht nur um die Hilfe der KfW und eine kleine Visite zu gehen. Vielmehr wird wieder einmal über die Schließung einer Finanzlücke diskutiert werden. Denn Schäuble will vor der Wahl eigentlich keine konkreten Zusagen für das Land machen, aber bis Ende September braucht Griechenland das Geld.

Im Hintergrund tüftelt Schäuble schon wieder an neuen Planspielen. Die Schwierigkeit:  Geld nach Griechenland pumpen, fernab der Öffentlichkeit und ohne sich eigene Fehler eingestehen zu müssen (Foto: Consilium).

Im Hintergrund tüftelt Schäuble schon wieder an neuen Planspielen. Die Schwierigkeit: Geld nach Griechenland pumpen, fernab der Öffentlichkeit und ohne sich eigene Fehler eingestehen zu müssen (Foto: Consilium).

Die gescheiterte Sparpolitik in Griechenland könnte der Bundesregierung nun doch noch auf die Füße fallen. Eigentlich soll bis zur Bundestagswahl nichts aufregendes mehr passieren, damit Merkel wieder ganz unauffällig die Wahl gewinnen kann. Doch neben der Prism-Affäre spitzt sich auch die Situation in der EU weiter zu. Griechenland braucht wieder einmal Geld – da passt es gut, dass Schäuble dem Land gerade einen Besuch abstatten will.

Wenn Finanzminister Schäuble am Donnerstag in Griechenland auftauchen wird, wird er vermutlich wie einst Angela Merkel zu sehen bekommen, was die Sparpolitik in dem Land angerichtet hat. Während stetig Geld in die nationalen Banken gepumpt wurde, wurde das Land zu Tode gespart (hier). Die Gewerkschaften haben aus diesem Grund und der noch geplanten Massenentlassungen im öffentlichen Dienst bereits Demonstrationen für Schäubles Besuch angekündigt (mehr hier).

Veröffentlicht: 17.07.13, 08:12 Zum Weiterlesen:

Wegen Sparkurs: Arbeiter prügeln Bürgermeister von Athen krankenhausreif

Athens Bürgermeister Giorgos Kaminis wurde am Sonntagabend von erbosten Kommunalarbeitern tätlich angegriffen. Die Arbeiter protestieren gegen Entlassungen und Versetzungen im Zuge der staatlichen Sparauflagen. Der Troika gehen die Maßnahmen zu langsam. Sie will die nächste griechische Kredittranche in Raten auszahlen.

Auch in der Amtszeit der neuen Ratsvorsitzenden Dalia Grybauskaite steht der griechische Premier Antonis Samaras wieder im Mittelpunkt der Euro-Krise. (Foto: Consilium)

Auch in der Amtszeit der neuen Ratsvorsitzenden Dalia Grybauskaite steht der griechische Premier Antonis Samaras wieder im Mittelpunkt der Euro-Krise. (Foto: Consilium)

Der Bürgermeister von Athen, Giorgos Kaminis, musste am Sonntag nach einer Attacke aufgebrachter Kommunalarbeiter im Krankenhaus behandelt werden. Die Staatsbediensteten wollen die von der Troika verordneten Stellenkürzungen nicht so einfach hinnehmen.

Kaminis kam gerade aus einer Sitzung des Verbandes der griechischen Gemeinden in Athen. Bürgermeister aus ganz Griechenland hatten sich versammelt, um die neuen Maßnahmen der Regierung und der Troika zu diskutieren. Die Sparauflagen zwingen die Kommunen zur Versetzung oder Kündigung tausender städtischer Angestellter.

Veröffentlicht: 08.07.13, 11:01 Zum Weiterlesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/08/wegen-sparkurs-arbeiter-pruegeln-buergermeister-von-athen-krankenhausreif/