Tag-Archiv | Hyperinflation

Russland & Argentinien von Finanzeliten mit Milliardenklagen überzogen

IWF-Zwangsabgabe: Der Plan zur großen Enteignung geht auf

Beste Freundinnen Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde. Es wäre naiv, wenn die Deutschen glauben, dass ausgerechnet sie von einer Zwangsabgabe zum Schulden-Abbau ausgenommen werden. Sie sind die besten Sparer. (Foto: dpa)Beste Freundinnen Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde. Es wäre naiv, wenn die Deutschen glauben, dass ausgerechnet sie von einer Zwangsabgabe zum Schulden-Abbau ausgenommen werden. Sie sind die besten Sparer. (Foto: dpa)

Schulden-Krise 10 Prozent auf Spar-Guthaben

Die Strategie des IWF zur großen Enteignung geht auf: Mit dem Vorschlag, auf die Vermögen aller europäischen Haushalte eine Schulden-Steuer von 10 Prozent zu erheben, wurde ein Stein ins Wasser geworfen – um auszuloten, wie groß der Widerstand der Bürger sein wird. Experten behaupten, das Ganze werde nicht so heiß gegessen. Doch Vorsicht: Die giftige Suppe kocht bereits auf dem Herd. Wird sie ausgeschenkt, werden die Deutschen ebenfalls zur Kasse gebeten.

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Ende des Sparkurses in Europa wird Inflation beschleunigen

,  |  06.07.13, 01:08

Die EU bekommt die Arbeitslosigkeit nicht in den Griff und will mit Konjunktur-Programmen die Wirtschaft ankurbeln. Zu diesem Zweck soll Geld in die Realwirtschaft gepumpt werden. Damit öffnen sich auch die Schleusen für eine Inflation: Denn eigentlich wollte die EZB die gigantische Liquidität zurückrufen, die sie in die Märkte gepumpt hat. Doch der Druck der Straße ist zu groß für einen geordneten Rückzug.

Die tatsächliche Inflation liegt heute schon weltweit über der offiziellen Rate. Wenn nun noch mehr Geld in den Markt gelangt, könnte sich die Entwicklung beschleunigen. (Fotos: DWN/shadowstats)

Die tatsächliche Inflation liegt heute schon weltweit über der offiziellen Rate. Wenn nun noch mehr Geld in den Markt gelangt, könnte sich die Entwicklung beschleunigen. (Fotos: DWN/shadowstats)

Bereits zu Beginn der Schuldenkrise erhöhten die USA die Geldmenge um über 100 Prozent. Die Euroländer um rund 30 Prozent. Und noch immer druckt die EZB neues Geld. Die Billionen-Tsunamiwelle wird irgendwann auf dem Strand aufschlagen – mit verheerenden Folgen für Sparer und Unternehmen.

Als „Inflation“ bezeichnet man einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Druckt eine Notenbank bei gleichbleibender Gütermenge mehr Banknoten, entwertet sie das Geld und leistet einer Inflation Vorschub.

Von der Inflation zur Hyperinflation

„Hyperinflation“ bedeutet „hohe Inflation“, man könnte auch „unkontrollierte“ Inflation sagen, bei der das Preisniveau sehr schnell steigt. Da es aber keine allgemein akzeptierte Definition gibt, spricht man im Allgemeinen von einer Hyperinflation, wenn die monatliche Inflationsrate 50 Prozent (das entspricht einer jährlichen Rate von etwa 13.000 Prozent) beträgt. Viele Hyperinflationen enden in einer Währungsreform.

In den 1920er und 1940er Jahren gab es insgesamt sieben Hyperinflationen: Österreich (1921), Russland (1921), Deutschland (1922/1923), Polen (1923), Ungarn (1923), Griechenland (1943) und Ungarn (1945). Je nach Land betrugen die monatlichen Inflationsraten zwischen 47 Prozent und 19.800 Prozent.

Doch Hyperinflationen sind kein „Relikt“ aus der Vorkriegszeit. Seit 1945 gab es allein im europäischen Raum vier weitere Hyperinflationen. In Polen (1989), in Bosnien und Herzegowina (1990), in Russland (1992) und in Georgien (1992).

Dabei fielen Gemeinsamkeiten auf: Alle Hyperinflationen dauerten nur etwa ein Jahr. Die monatlichen Inflationsraten betrugen 50 Prozent oder mehr. Es kam zu dramatischen Preisanstiegen und einem hohen monatlichen Geldmengenwachstum.

Ursachen