Tag-Archiv | Interessen der USA

Die WTO als Mitverursacher der Krise in den Schwellenländern

August 31, 2013

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Die in globalisierungskritischen Kreisen wohl zurecht ständig unter Beobachtung stehende »Welthandelsorganisation« (World Trade Organization/WTO) bekommt einen neuen Generaldirektor. Auf Pascal Lamy folgt der Brasilianer Roberto Azevêdo.

Ob es eine gute Wahl war, einen Mann aus einem Schwellenland an die Spitze einer der mächtigsten internationalen Organisationen zu setzen, wird sich noch zeigen. Eventuell aufkeimende Hoffnungen auf einen Wandel in der WTO-Politik dürften jedoch trotz seiner Herkunft enttäuscht werden.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die WTO ein Instrument der USA und einiger anderer reicher Industriestaaten ist. Während diese nämlich Teile ihrer Wirtschaft protektionistisch schützen dürfen, nutzt die WTO ihre Macht dafür, besonders den ärmeren Ländern einen Freihandel aufzudrücken, welcher sich nachteilig auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Volkswirtschaften auswirkt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem »Internationalen Währungsfonds« (International Monetary Fund/IWF) und mit der Weltbank ergibt sich nämlich eine enorme Machtkonzentration, welche angesichts der Verteilung der Stimmrechte den Interessen der USA und der EU stark entgegenkommt. – Zum Weiterlesen –

ALBA-Staaten treten aus OAS-Verteidigungsrat aus

12.8.2013. Die mehr oder weniger von linken Regierungen geführten Staaten der Bolivarischen Allianz für unser Amerika (ALBA) haben angekündigt, den Interamerikanischen Verteidigungsrat der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gemeinsam zu verlassen, da dieser hauptsächlich den Interessen der USA folgt. Dem ALBA-Staatenbund, der von Venezuelas verstorbenem Staatschef Hugo Chavez ins Leben gerufen wurde, gehören derzeit Venezuela, Ecuador, Nicaragua, Bolivien, Kuba und die vier karibischen Kleinstaaten Antigua und Barbuda, Dominica, St. Lucia sowie San Vincent und die Grenadinen an. (Kay Hanisch)