Tag-Archiv | Iranisches Atom-Programm

IAEA- & US-Geheimdiestberichte: Iran strebte nie nach Atomwaffen / neue Sanktionen

Iran: Berechtigte US-Forderungen sind der entscheidende Faktor für den Erfolg der Atomverhandlungen

Der Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament Alaeddin Borudscherdi Der Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament Alaeddin Borudscherdi

Teheran 10. November 2014 (IRIB/IRNA)

Der Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament Alaeddin Borudscherdi hat die übertriebenen  Forderungen der westlichen Staaten unter Führung der USA als das größte Hindernis bei den Verhandlungen über die iranische Atomfrage bezeichnet.

„Falls die US-Amerikaner vernünftige Forderungen stellen, werden die Atomverhandlungen in kurzer Zeit zum Ergebenis führen“, sagte Borudscherdi am Sonntagabend im Gespräch mit dem Zweiten Iranischen Fernsehen. Die IR Iran sei das einzige Land, das in Bezug auf sein Atomprogramm nicht nur seine Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag einhält, sondern auch eine von seinem Oberhaupt Ayatollah Khamenei erlassene Fatwa zu erfüllen hat, die den Bau und Besitz von Atomwaffen verbietet.

Borudscherdi bezeichnete das Recht auf die Urananreicherung als „rote Linie“ des Iran und ergänzte, dass durch die Störung jedes Teils des nuklearen Zyklus im Iran die Urananreicherung mit Problemen konfrontiert wird.

„Die Atombomben haben keinen Platz in der iranischen Verteidigungsdoktrin“, sagte er und fügte hinzu: „Drei umfassende Berichte der US- Geheimdienste bestätigen, dass der Iran nie nach der Entwicklung von Atomwaffen gestrebt hat.“

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Darin heißt es, die rund 200 Kilogramm seien abgeschwächt oder umgewandelt worden. Noch Ende des vergangenen Jahres verfügte der Iran demnach über Uran, das auf 20 Prozent angereichert war. In diesem Zustand kann der Stoff schnell so umgewandelt werden, dass er für Nuklearwaffen eingesetzt werden kann.

Damals traf Teheran bei den 5+1-Gesprächen eine vorläufige Vereinbarung, die eine Lockerung der Sanktionen vorsah, wenn das Atomprogramm des Landes de facto eingefroren wird. Am Wochenende lief zwar die Frist für Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen aus. Die Gespräche wurden aber bis zum 24. November verlängert. Deutschlandfunk