Tag-Archiv | Journalisten

mexicanisches Regime schützt Paramilitärs & verfolgt Bürgerrechtler & -Verteidiger

Angehörige in Mexiko organisieren "Bürgersuche" nach vermissten Studenten

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt – Quelle: vocesoaxaca.com

Ayotzinapa, Mexiko 09. Januar 2015 – amerika21/

Mehr als drei Monate nach dem Verschwindenlassen von 43 Lehramtsstudenten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero dauert die Suche nach den Vermissten weiter an. Bisher konnte nur die Leiche eines Betroffenen identifiziert werden. Angehörige und Freunde fordern daher weiterhin Aufklärung über das Schicksal der übrigen 42 Studenten, die in der Ortschaft Ayotzinapa verschleppt worden waren.

Sie kritisieren die zähen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft und bemängeln, dass bisher keine präzisen Informationen veröffentlicht wurden. Die „Mahnwache für die 43“, bei der sich Familien und Freunde der Opfer engagieren, soll bis zur restlosen Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen fortgesetzt werden. Außerdem rufen die Angehörigen zur Beteiligung der Bevölkerung an der Suche auf.

Das Solidaritätskomitee für Ayotzinapa, das aus sozialen Organisationen, Lehramtsstudenten und Bürgern besteht, folgte diesem Aufruf bereits und hat gemeinsam mit den Angehörigen begonnen, verschiedene Kasernen und Gefängnisse des Bundesstaates Guerrero auf Spuren der Verschwundenen zu überprüfen. Die Aktion soll zunächst bis zum 16. Januar fortgesetzt werden.

Unterdessen veranlasste die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft die Verhaftung von zehn weiteren Polizeiangehörigen, die mutmaßlich an dem Verschwindenlassen der Lehramtsstudenten beteiligt gewesen sind. Laut der Bundesregierung erfolgten die Verhaftungen im Rahmen der staatlichen Ermittlungen und sollen dabei helfen, Klarheit über den Verbleib der 42 noch vermissten Studenten zu schaffen. Damit wurden bis heute insgesamt 58 Angehörige von Sicherheitskräften in der Region verhaftet.

Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger sehen darin den Versuch, die bröckelnde Regierungsversion zu den Vorkommnissen in Guerrero zu stützen, um die eigene Verantwortung zu relativieren. Im Gespräch mit der mexikanischen Tageszeitung La Jornada sprach der Menschenrechtsaktivist Abel Barrera Hernández zudem von einem Stopp der Ermittlungen der mexikanischen Bundesregierung in der Region Iguala, in der sich nur noch Gutachter und Mitglieder des argentinischen Forensikerteams befinden sollen. Eine Gruppe von zehn Experten der Interamerikanischen Menschenrechtskommission werde erwartet. Barrera Hernández bemängelte zudem die „sehr begrenzte Teilnahme der Regierung“ an den Ermittlungen. Sie verfüge „über keinen konkreten Plan“. Daher seien die Eltern und Angehörigen weitestgehend auf eigene Nachforschungen angewiesen.

Zuvor vermeldeten kritische Stimmen in der mexikanischen Presse Zweifel bezüglich der bisherigen Berichte der Bundesregierung, denen zufolge ausschließlich lokale Polizeieinheiten aus den Ortschaften Iguala und Cocula für Mord und Verschwindenlassen der Studenten verantwortlich seien. Eine interdisziplinäre Forschergruppe aus Mexiko-Stadt untersucht gegenwärtig die Hypothese, der zufolge die Studenten in Krematorien des mexikanischen Heeres oder den Installationen privater Unternehmen verbrannt worden sein könnten.

Für den 26. Januar haben mexikanische Menschenrechtsaktivisten zum achten internationalen Tag für die 42 verschwundenen Lehramtsstudenten aufgerufen.

Weiter deutsche Ausbildung von Polizisten in Mexiko

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NATO in Afghanistan: Journalisten-Verfolgung 2013 nochmals um 68% angewachsen

Afghanistan: Taliban greift Stellungen der Nationalarmee an

Kabul 30. Dezember 2014 – (IRIB)

Wie Radio Pashtu von IRIB meldete, behauptete der Taliban-Sprecher Zabihollah Mojahed, ein Stützpunkt der afghanischen Nationalarmee im Distrikt Saidabad (Provinz Wardak), südwestlich von Kabul, sei am Dienstag von einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug angegriffen worden. Mojahed fügte hinzu: „ Bei der Explosion kamen Dutzende Mitglieder der afghanischen Nationalarmee ums Leben.“ Bislang reagierte die afghanische Regierung nicht auf diese Nachricht.

30 Zivilisten bei Granatenangriffen im Süden Afghanistans getötet

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USA verbuchen Kosten von 1 Billion Dollar für Besatzung Afghanstans

mindestens 84 Kinder bei Überfall auf Militärschule in Pakistan umgekommen

84 Kinder bei Überfall auf Militärschule in Pakistan umgekommen

STIMME RUSSLANDS Mindestens 104 Personen sind in Pakistan bei einem Überfall bewaffneter Radikalen auf eine Militärschule umgekommen. Unter den Opfern sind 84 Kinder, teilten die Behörden des Landes mit.

In den Morgenstunden hatten bewaffnete Kämpfer der Bewegung Tehrik.i-Taliban Pakistan in der Stadt Peshawar 500 Schüler und Lehrkräfte als Geiseln genommen.

Nach einigen Informationen hatten alle bewaffneten Radikale Sprengstoffgürtel um. Einer von ihnen hat sich in die Luft gesprengt. Gegenwärtig wird die Operation der Sicherheitskräfte der Staatsgewalt fortgesetzt, die Armee versucht, die Situation unter Kontrolle zu nehmen.

Drei Detonationen in besetzter Militärschule in Pakistan

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AI und HRW kritisieren Verhaftung von Reportern in der Türkei

Der Chefredakteur der Zeitung Zaman, Ekrem Dumanlı, zeigt sich bei seiner Festnahme siegesgewiss.Der Chefredakteur der Zeitung Zaman, Ekrem Dumanlı, zeigt sich bei seiner Festnahme siegesgewiss.

London 16. Dezember 2014 – (IRIB)

Die Amnesty International (AI) und Human Rights Watch (HRW) haben die Unterdrückung der Reporter durch die türkische Regierung aufs Schärfste kritisiert.

Laut Today Zaman erklärte AI am Montag in einem Statement, dass die Verhaftung der namhaften Reporter, die eine wichtige Rolle bei der Enthüllung der Korruptionsfälle in der Regierung spielen, ernsthaft zu hinterfragen sei. Sie forderte die türkische Regierung auf, ihre Beweise gegen die inhaftierten Reporter vorzulegen oder diese sofort zu entlassen.

HRW erklärte am Montag in einer Mitteilung, dass offenbar die Inhaftierung der Reporter in der Türkei ohne ausreichende Beweise erfolgt sei und somit auch die Presse- und Meinungsfreiheit verletze. Die hohe Inspektorin der HRW für die Türkei, Emma Sinclair-Webb, sagte: „Es liegt klar auf der Hand, dass diese Verhaftungen politischer Natur sind.“

Am Sonntag wurde das Büro der Zeitung Today Zaman von den Polizeikräften gestürmt. Dabei wurden Dutzende Mitarbeiter, unter ihnen auch der Chefredakteur, verhaftet.

Nato-Waffenlieferung an kiewer NATO-Junta / Staats-Trojaner auf Russland & CO abgerichtet

Granatenangriff auf Passagierbus in Donezk fordert 2 Tote / insgesamt 8 Tote Zivilisten durch Belagerungsfeuer

Granate trifft Passagierbus in Donezk: zwei Tote

STIMME RUSSLANDS Eine Granate hat in Donezk einen Bus getroffen, mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt.

Zuvor hatten ukrainische Militärs einen Bezirk im Westen der Stadt aus Grad-Mehrfachraketenwerfern beschossen. Mehrere Häuser und ein Umspannwerk wurden beschädigt, eine Möbelwerkstatt fing Feuer. 83 Abspannstationen und sieben Heizräume blieben ohne Strom. Zurzeit werden die Folgen beseitigt.

Auseinandersetzungen in der Ostukraine hinterlassen 11 Tote und 10 Verletzte

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USA: Ausnahmezustand in Ferguson – schwere Unruhen & landesweite Proteste

Polizeigewalt

Von Polizisten in USA verletzter Junge gestorben

Alle 28 Stunden wird in den USA ein Afro-Amerikaner erschossen. Beim letzten Opfer handelt es sich um einen zwölfjährigen Junge der von der Polizei angeschossen wurde. Grund: Er hielt eine Spielzeugpistole in seinen Händen.

Von Polizisten in USA verletzter Junge gestorben

STIMME RUSSLANDS Der zwölfjährige Junge, der von einem Polizisten angeschossen worden war, ist in der Stadt Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) trotz der Bemühungen der Ärzte gestorben.

Nach Urteil in Ferguson: Proteste in New York und Los Angeles

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Kurden-Proteste & -Hilfe in Türkei unterdrückt, zensiert & gerächt – Reporter getötet bzw. festgenommen

Türkische Luftwaffe griff PKK-Stellungen an

Türkischer F16-Kampfjet während einer Übung  |  © ReutersTürkischer F16-Kampfjet während einer Übung | © Reuters

Ankara/Kobane 14. Oktober 2014 (Spiegel online/IRIB)

Türkische Kampfflugzeuge haben im Südosten des Landes Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei PKK angegriffen.

Die hatte zuvor wegen der zögerlichen Haltung Ankaras gegenüber der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) mit Bürgerkrieg gedroht. Zum ersten Mal seit dem Waffenstillstand zwischen der PKK und dem türkischen Staat Ende 2012 Friedensprozesses haben türkische Kampfflugzeuge der Typen F-16 und F-4 Stellungen der Extremisten im Bezirk Dağlıca (Provinz Diyarbakır) bombardiert; zuvor hatten diese mehrere Militärposten im Südosten der Türkei angegriffen. Die Beziehungen zwischen der PKK und der türkischen Regierung hatten sich in den vergangenen Wochen massiv verschlechtert. Grund ist die Belagerung der von Kurden bewohnten Stadt Kobane im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei durch die IS-Terroristen. Die Kurden werfen der Türkei unter anderem vor, trotz eines drohenden Massakers nicht einzugreifen, weil die Kämpfer in Kobane Verbindungen zur PKK haben sollen. Schon am Wochenende hatte der PKK-Vize Cemil Bayik gedroht, die Friedensgespräche abzubrechen und zum bewaffneten Kampf zurückzukehren. Er ist faktisch der Chef der Organisation und hat sein Hauptquartier in den Kandilbergen im irakischen Kurdistan aufgeschlagen.

Erdogan droht mit Schließung des PKK-Büros in Ankara im Falle von kurdischer Unterstützung Kobanes

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AA-Geheimpapier der EU fordert Berufsverbot und Sippenhaft systemkritischer Bürger ein

Das denkt man nicht: Das Auswärtige Amt sendet ein Geheimpapier durch die Gegend, in dem von der Europäischen Union (vom Ausschuss der ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten) unverhohlen ein Berufsverbot für russische und russischsprachige Journalisten gefordert wird: „Zur möglichen Listung von Journalisten unterstrich EAD/GS Vimont (Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes Pierre Vimont), dass diese bereits nach den bestehenden Rechtsgrundlagen möglich sei.“ Auf eine Berufs- und Publikationsverbots-Liste sollen bald russische Journalisten wie dieser stehen: „Auch nach den UKR/RUS-Sanktionen sei bereits am 21.3. der Chef von „Russia Today“ (Kiseljow) als zentraler Akteur der RUS Propaganda gelistet worden.“ Während die deutsche Medien-Einheitsfront natürlich nur Freund-Propaganda verbreitet, gelten kritische, alternative Stimmen als Feind-Propaganda. Das kennt man aus der unseligen deutschen Geschichte vor 1945. Immerhin ahnt der Mann vom Auswärtigen Amt: „Politisch sei die Listung von Journalisten allerdings sensitiv.“ Sensitiv meint: Berufsverbote für Journalisten sind schlecht zu verkaufen, riechen unangenehm nach Diktatur. Deshalb steht im AA-Papier: „Die EU dürfe nicht den Anschein erwecken, die Meinungsfreiheit einzuschränken.“ Der Anschein ist unangenehm, das Faktum, die reale Einschränkung aber ist immer willkommen.

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USA: In der Stadt Ferguson tobt der Bürgerkrieg

In der US-Stadt Ferguson kommen derzeit Materialien aus dem Irak-Krieg zum Einsatz. (Foto: dpa)In der US-Stadt Ferguson kommen derzeit Materialien aus dem Irak-Krieg zum Einsatz. (Foto: dpa)

Bürgerrechte – Zwei Journalisten festgenommen

In der US-Stadt Ferguson kommt es seit fünf Tagen zu schweren Ausschreitungen zwischen Polizisten und Anwohnern. Ursache ist die Tötung eines jungen Afroamerikaners durch einen Polizeibeamten. Die Sicherheitskräfte haben die gesamte Stadt abgeriegelt und setzen Tränengas und Gummigeschosse ein. Ein US-Abgeordneter beklagt sich über die massive Militarisierung der Strafverfolgungsbehörden.

Ukraine verbietet Gastransit / 150 Überläufer / MH-17-Experten abgereist

Russland wirft Ukraine Verstoß gegen UN-Resolution vor

Russland wirft Ukraine Verstoß gegen UN-Resolution vor

Moskau 9. August 2014 (dpa/IRIB)

Russland hat die Aufhebung der Waffenruhe am Trümmerfeld des malaysischen Passagierflugzeugs als Verstoß gegen eine UN-Resolution kritisiert.

Die Entscheidung der ukrainischen Regierung sei ein «Alarmsignal», teilte das Außenministerium in Moskau am Freitag mit. Die Resolution 2166 verlange, schnell die Kämpfe rund um die Absturzstelle einzustellen, hieß es weiter. Die Regierung in Kiew hatte das Ende der Waffenruhe damit begründet, die internationalen Experten in der Ostukraine zu schützen. Im von prorussischen Separatisten gehaltenen Donezk wurde derweil weiter gekämpft. Der Stadtrat sprach am Abend von Explosionen am Flughafen.

Boeing-Crash: Experten reisen aus der Ukraine ab

Boeing-Crash: Experten reisen aus der Ukraine ab

STIMME RUSSLANDS Am Donnerstag ist eine internationale Expertengruppe, die zur Ermittlung des Boeing-Absturzes im Gebiet Donezk in der Ukraine eingetroffen war, abgereist. Damit wurde „die erste Etappe der Bergung“ beendet, heißt es in einer offiziellen Mitteilung, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

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Diktatur/Ukraine: Anti-NATO-Fraktion/Journalisten verboten

Wegen Aufrufe zum Frieden: KP-Fraktion im ukrainischen Parlament wird aufgelöst

Israelis töten erneut Kleinkind – auch wieder Journalisten im Visier

264 Tote und 2216 Verletzte bei israelischen Angriffen

Tel Aviv/Berlin/Istanbul/Kairo 18. Juli 2014 (Freunde Palästinas/IRIB/dpa)

264 Tote und 2216 Verletzte bei israelischen Angriffen

Zehn Tage nach dem Beginn seiner Luftangriffe auf Gazastreifen hat Israel nun eine Bodenoffensive gestartet.

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zensierte Gazaoffensive – Journalisten militärischer Verfolgung ausgesetzt

Journalisten unter Beschuss der israelischen Armee Berlin 10. Juli 2014 (dpa/IRIB)
Bei der jüngsten Offensive Israels gegen den Gazastreifen sind Journalisten laut der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) zunehmend dem Beschuss der israelischen Armee ausgesetzt.

Andere würden willkürlich festgenommen, ihre Ausrüstung werde zerstört oder beschlagnahmt, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten ROG-Bericht über die Lage der Medien in den Palästinensergebieten.

Dem Bericht zufolge wurden Mitarbeiter des Fernsehsenders Filastin Al-Joum verletzt, als sie am vergangenen Samstag im östliche Teil von Al-Quds (Jerusalem) unter Beschuss der israelischen Armee gerieten. Am gleichen Tag wurde demnach ein Korrespondent des Hamas-Fernsehsenders Al-Aksa TV festgenommen.

Journalisten seien durch Schüsse von Israels Sicherheitskräften verletzt worden, als sie am 2. Juli in Shoafat in Al-Quds über Demonstrationen nach dem Mord an einem jungen Palästinenser berichteten. «Journalisten sind keine Konfliktparteien und müssen bei Militäreinsätzen ebenso geschützt werden wie alle anderen Zivilisten», sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. Israels Armee müsse sicherstellen, dass Journalisten ohne Angst berichten können.

Zensur in der Ukraine: russlands Journalisten erneut Zielscheibe

Russlands Journalisten in der Ukraine erneut unter Beschuss

3. Juli 2014 – Foto: RIA Novosti/ Andrey Stenin

STIMME RUSSLANDS In der ukrainischen Stadt Slawjansk geriet das Hotel, in dem ein Aufnahmeteam des Ersten Kanals abgestiegen war, unter Beschuss. Das teilt die Site des Fernsehkanals mit. „In diesem Augenblick war das Aufnahmeteam dabei, seine nächste Reportage zu drehen, und im Moment der Explosion ist die Fernsehkamera eingeschaltet gewesen“, heißt es in der Mitteilung.

Niemand von den Mitarbeitern des Kanals wurde betroffen.

In der Nacht zum Montag geriet der Kameramann des Ersten Kanals, der 68jährige Anatoli Kljan, in der Nähe von Donezk ins Kugelfeuer und kam um. Er wurde somit zum dritten Journalisten aus Russland, der in der Ukraine gefallen ist. Zuvor verabschiedete man sich in Moskau von den am 17. Juni dort umgekommenen Kollegen, dem Korrespondenten von „Westi“, Igor Korneljuk, und dem Videoingenieur von WGTRK, Anton Woloschin.

russischer Journalist in Donezk getötet – Weitere verletzt

Journalisten von drei russischen Fernsehsendern in Donezk angegriffen

30. Juni 2014 – © Foto: AP/Evgeniy Maloletka

STIMME RUSSLANDS Reporter von den Fernsehsendern Mir 24, Ren TV und LifeNews sind unter den Beschuss geraten, bei dem auch der Kameramann des Ersten russischen Fernsehens, Anatoli Kljan, ums Leben kam. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Montag. Die Reporter kamen nicht zu Schaden.

Wie LifeNews mitteilte, wurden die Journalisten zuerst aus Maschinengewehren beschossen. Als sie dann in Deckung gehen konnten, setzten die ukrainischen Militärs Granatwerfer ein.

Kolonialismus: verbreitete Straflosigkeit bei Gewalt & Mord an Journalisten in Mexiko

Mexiko-Stadt 23. April 2014amerika21.de

Mit 16 ermordeten Journalisten in den vergangenen zehn Jahren und einem Mordfall in diesem Jahr ist Mexiko laut dem Globalen Index der Straflosigkeit 2014 für Pressearbeiter das gefährlichste Land Lateinamerikas. Der Index, der vom Commitee to Protect Journalists (CPJ) mit Niederlassung in New York veröffentlicht wird, erfasst die Fälle von ermordeten Journalisten, in denen die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Mexiko landet im aktuellen Ranking weltweit auf dem siebten Platz. Weiterlesen

Libyen im Widerstand gegen die terroristische NATO-Besatzung!

(Die Meldungen ohne Autoren- oder Quellenangabe verfasste Kay Hanisch)

Mehrere Botschaften in Libyen geschlossen

Mehrere  Botschaften in Libyen geschlossen

19. April 2014 – Tripolis (Pars News/Irib)

Mehrere  Botschaften unter anderem die der arabischen Länder haben  diplomatischen Kreisen zufolge ihre Dienste in Tripolis  wegen der mangelnden Sicherheit eingestellt.
 Ausländische Diplomaten in Libyen verließen  wegen des Anstiegs der Gewalt und der mangelnden  Sicherheit die Hauptstadt  Tripolis, hieß es dazu weiter.  Angriff  Bewaffneten auf die portugiesische Botschaft  am  Freitag und Verletzung eines Sicherheitspolizisten sowie Entführung des jordanischen Botschafters waren offenbar Grund für diese Entscheidung. Bewaffnete entführten einen Mitarbeiter der tunesischen Botschaft in Libyen. Bislang liegt kein Bericht über sein Schicksal vor.

Rebellen besetzen Großbritanniens und Kanadas Konsulate in Libyen

Tripolis29. Nov. 2013 – Tripolis – Foto: Flickr.com/Bryn Pinzgauer/cc-by

STIMME RUSSLANDS Die Botschaften von Großbritannien und Kanada in Tripolis haben ihre Arbeit aus Sicherheitsgründen eingestellt.

Das Gebäude in der libyschen Hauptstadt, in dem sich die Konsulatsabteilungen zweier Länder befinden, wird Medien zufolge zurzeit von illegitimen bewaffneten Gruppierungen kontrolliert.

Am Donnerstag forderte die einflussreiche Bewegung „Einsatzzentrale libyscher Revolutionäre“ den Rücktritt der Regierung mit Ali Seidan an der Spitze und die Bildung eines Krisenübergangskabinetts.

Neun Tote bei Gefecht zwischen Armee und Miliz in Bengasi

Ein Armee-Anhänger am Montag in Benghazi. 25. Nov. 2013 – Ein Armee-Anhänger am Montag in Benghazi – Bengasi (dpa/IRIB)

Bei einem mehrstündigen Gefecht zwischen Soldaten und Milizen sind in Libyen neun Menschen getötet worden.

Das berichteten lokale Medien unter Berufung auf das Innenministerium. Die Zahl der Verletzten wurde mit 49 angegeben. Die Sicherheitskräfte forderten die Bewohner der östlichen Hafenstadt Bengasi am Montagmorgen auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die staatliche Nachrichtenagentur Lana meldete, mehrere «Revolutionäre» aus Bengasi hätten zu den Waffen gegriffen, um die Armee zu unterstützen. Bis zum Mittag hatte sich die Lage wieder beruhigt. In Tripolis hieß es, die Kämpfe zwischen Angehörigen einer Spezialeinheit der Armee und Kämpfern der Miliz Ansar al-Scharia hätten in der Nacht begonnen, nachdem sich die Miliz geweigert habe, ihre Stützpunkte den regulären Truppen zu übergeben. Die Miliz war während des Aufstandes gegen Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi als Revolutionsbrigade 2011 gegründet worden. Die Entwaffnung der Milizen ist bislang die größte Hürde für die Übergangsregierung von Ministerpräsident Ali Seidan.

Vier Verletzte bei Explosion in Tripoli Weiterlesen

Zensur: russischen Journalisten wird Einreise in Ukraine verweigert

Dunja Mijatovic

STIMME RUSSLANDS Mehr als 20 russische Journalisten wurden nicht in die Ukraine gelassen, um ihre beruflichen Pflichten auszuüben, erklärte am Donnerstag die Sondervertreterin der OSZE für Medienfreiheit, Dunja Mijatovic.

Ihren Worten zufolge „bewegt sich die Situation mit der Pressefreiheit nicht in eine Richtung, die man als transparent und gesund bezeichnen könnte“. Mijatovic präzisierte, dass in ihrem Büro weiterhin Meldungen über Gewalt gegen Journalisten eintreffen, dass es zu Überfällen auf Redaktionen kommt.

„Wir sind sehr besorgt um ihre Sicherheit“, kommentierte die Sondervertreterin der OSZE für die Medienfreiheit die Lage.

EU finanziert Lügen-Detektor für Soziale Medien

Die Idee für den Lügen-Detektor für Soziale Netzwerke kam nach den Unruhen in London im Jahr 2011. Jugendliche hatten sich über Twitter und Facebook verabredet und die Polizei dabei manchmal in die Irre geführt. (Foto: dpa)

Die Idee für den Lügen-Detektor für Soziale Netzwerke kam nach den Unruhen in London im Jahr 2011. Jugendliche hatten sich über Twitter und Facebook verabredet und die Polizei dabei manchmal in die Irre geführt. (Foto: dpa)

Ein Lügen-Detektor soll Online-Gerüchte mittels Algorithmus aufspüren und in vier Kategorien unterteilen. Informationen über Twitter und Facebook sollen so besser einschätzbar werden. Die Software soll menschliches Urteilsvermögen ersetzen. Die EU finanziert das Projekt.

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COMPACT-Spezial Nr. 2: Syrien und andere “Kriegslügen der USA”

Jürgen Elsässer bei KenFM: Im Gespräch über die Kriegspropaganda der neuen Weltordnung stellen die beiden Journalisten den Inhalt der Sonderausgabe COMPACT-Spezial Nr. 2 “Kriegslügen der USA” vor.

COMPACT-Spezial Nr. 2 “Kriegslügen der USA” ist ab sofort bestellbar, wird ab ca. 17. September ausgeliefert und ist ab ca. 26. September am Kiosk. Hier kann man COMPACT-Spezial bestellen!

Auf zwei Veranstaltungen im Rahmen von COMPACT Live stellen wir die Sonderausgabe vor:

19.9., Berlin: COMPACT-Live “Kriegslügen der USA” – Jürgen Elsässer, Ken Jebsen stellen das gleichnamie COMPACT Spezial Nr. 2 vor:  Halong-Hotel/Viethaus, Leipziger Str. 54/55 (U-Bhf. Spittelmarkt), Beginn 19 Uhr

5.10., Leipzig: “Die Wahrheit über Syrien” | Anastasia Popova, syrische Frontkorrespondentin von Rossija24, zeigt ihren Film “Die Wahrheit über Syrien” und spricht zur aktuellen Lage. Beginn 20.00 Uhr

Warum säubert Erdogan das Militär und die Presse?

Warum säubert Erdogan das Militär und die Presse?

Geschrieben von: Jürgen Elsässer Am 10. August 2013

Interview der türkischen Tageszeitung Aydinlik mit COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer. (Hier können Sie das türkische Original lesen). Diese Woche fand ein Jahrhundert-Prozess in der Türkei seinen vorläufigen Abschluss. Im sogenannten Ergenekon-Verfahren wurden die 275 Angeklagten  als Putschisten und Terroristen abgeurteilt. Unter den 275 Angeklagten waren vor allem auch Anwälte, Schriftsteller, Journalisten, Oppositionelle. Der frühere Generalstabschef Ilker Basbug wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Spiegel-Online schrieb: „(B)ei den meisten Verhaftungen ist die Beweislage fragwürdig, oft fehlen die Beweise ganz. Zudem geht die Regierung keineswegs gegen eine kleine, geheime Gruppe von Verschwörern vor, sondern gegen die halbe Streitkräfteführung. Auch viele Schriftsteller, Journalisten, Anwälte, Geschäftsleute und Oppositionspolitiker sitzen in Haft. Erdogan, sind viele Kritiker überzeugt, betreibe eine Hexenjagd auf politische Gegner. (…) Erdogan, seit Frühjahr 2003 an der Macht und seit Juli 2011 zum dritten Mal im Amt, macht vielmehr den Eindruck, wie ein machtsüchtiger Herrscher selbst die leiseste Opposition kaltzustellen.“

Zu diesen Urteilen befragte die türkische Tageszeitung Aydinlik COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer. Der Beitrag erschien in der heutigen Ausgabe von Aydinlik.

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– Warum ist dies ein Jahrhundert-Prozess ?

Druck auf Journalisten in der Türkei steigt

von Thomas Seibert

2-format1Proteste in der Türkei: Die Berichterstattung hatte für die Journalisten Konsequenzen. – Foto: dpa
Nach den Unruhen in der Türkei hat sich die Lage auf den Straßen etwas beruhigt – nicht aber für die Medienvertreter. Fast 60 Journalisten wurden auf Geheiß Erdogans entlassen – darunter sogar ein Chefredakteur. Einige planen nun möglicherweise eine Gegenbewegung.

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Soziale Netzwerke dauerhaft einschalten
Die Lage auf den Straßen der Türkei mag sich nach den schweren Unruhen vom Juni einigermaßen beruhigt haben – in der Medienlandschaft geht das Beben weiter. Weiterlesen