Tag-Archiv | Jugendarbeitslosigkeit

Rom: 1 Million Italiener protestieren gegen Regierung Renzi

Die Gewerkschaften haben zum Protest gegen die Pläne der Regierung Renzi aufgerufen. Renzi will den in Italien sehr strengen Kündigungsschutz lockern, um junge Leute in Arbeit zu bringen. (Foto: dpa)Die Gewerkschaften haben zum Protest gegen die Pläne der Regierung Renzi aufgerufen. Renzi will den in Italien sehr strengen Kündigungsschutz lockern, um junge Leute in Arbeit zu bringen. (Foto: dpa)

Italien – Konflikt der Generationen

In Rom ist es am Samstag zu einem Massenprotest gegen die Pläne der Regierung Renzi gekommen. Renzi will den Kündigungsschutz lockern, um die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen.

Finanzkrise treibt junge Spanier in den Selbstmord

Unter jungen Spanier ist Selbstmord eine besonders häufige Todesursache. (Foto: dpa)Unter jungen Spanier ist Selbstmord eine besonders häufige Todesursache. (Foto: dpa)

Spanien – Häufigste Todesursache

Die spanische Selbstmord-Rate stieg um 11,3 Prozent auf den höchsten Stand seit acht Jahren. Grund für den Anstieg sind Massenarbeitslosigkeit und Zwangsräumungen. Unter jungen Spaniern ist Suizid die häufigste Todesursache.

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Europa auf dem Weg zur Massen-Armut

ArmenkücheAls Folge der Wirtschaftskrise sind die Menschen in Europa von Armut bedroht. Selbst ein Sinken der Arbeitslosenzahlen kann diese Entwicklung nicht stoppen. (Foto: dpa)

Arm trotz Arbeitsplatz – Die Armut unter erwerbstätigen Europäern nimmt massiv zu. Nur jeder Zweite von ihnen kann die Armuts-Schwelle überwinden, so eine EU-Studie. Knapp ein Drittel der Arbeitslosen empfängt keine Sozialleistungen.

25. Januar 2014 –

85 Reichste besitzen so viel wie arme Hälfte der Welt

20. Jan. 2014Oxford (shortnews.de/orf.at)

Eine aktuelle Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam zeigt, wie ungerecht der Reichtum auf der Welt verteilt ist. Die 85 reichsten Menschen der Welt würden die Hälfte des gesamten Reichtums von 110 Billionen US-Dollar besitzen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht. Weiterlesen

UN-Studie: Arbeitslosigkeit steigt auf 206 Millionen

Junge Spanier protestieren in Madrid gegen die hohe Arbeitslosigkeit in ihrem Land. (Foto: dpa)Junge Spanier protestieren in Madrid gegen die hohe Arbeitslosigkeit in ihrem Land. (Foto: dpa)

Dieses Jahr erreicht die Arbeitslosigkeit weltweit 206 Millionen Menschen, so eine UN-Studie. Die Wirtschaft sei zu schwach, um die steigende Zahl der Arbeitslosen zu bremsen. Am meisten betroffen sind Jugendliche.

20. Januar 2014 –

Neujahrsfest auf französische Art: 1067 Fahrzeuge in Brand gesetzt

2. Jan. 2014Paris (IRNA)

Die Franzosen haben das neue Jahr mit hunderten brennenden Fahrzeugen begonnen.

Seit Jahren scheint sich eine besondere französische Sitte am ersten Januar breit zu machen. Innenminister Manuel Valls sagte, in diesem Jahr seien 1067 Fahrzeuge angezündet worden, was 10.6% weniger ist als am vergangenen Neujahrsfest. Mittwochnachmittag und am ersten Tag von 2014 hat Valls in einem Interview betont, dass am Neujahr 2013 insgesamt 1193 Fahrzeuge brannten. Über die Gewalttaten mit Stichwaffen am Neujahrsabend sagte er: Ein Jugendlicher wurde in einem Viertel in der Nähe des Eiffelturms erstochen, im Elsass wurde ein Familienvater ermordet.

Italien: Jugendarbeitslosigkeit 41,2 Prozent

Italiens Arbeitsminister Enrico Giovannini: Die neuen Arbeitslosenzahlen sind für ihn "nicht überraschend". (Foto:dpa)Italiens Arbeitsminister Enrico Giovannini: Die neuen Arbeitslosenzahlen sind für ihn „nicht überraschend“. (Foto:dpa)

Arbeitsmarkt – 2 Millionen Menschen geben auf

Die Jugendarbeitslosigkeit in Italien explodiert. Die Krise ist noch nicht vorüber. Daran kann auch die stabile Arbeitslosigkeit in der Gesamtbevölkerung nicht hinwegtäuschen. Die Wirtschaft kann keine Arbeitsplätze generieren – und der Staat ist mit der Verwaltung seines Haushaltes überfordert.

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Eurozone: Jeder vierte Jugendliche ist arbeitslos

Im Oktober stieg die Jugend-Arbeitslosenquote in der Eurozone auf 24,4 Prozent, in der EU auf 23,7 Prozent. (Grafik: Eurostat)Im Oktober stieg die Jugend-Arbeitslosenquote in der Eurozone auf 24,4 Prozent, in der EU auf 23,7 Prozent. (Grafik: Eurostat)

Arbeitslosigkeit – Neues Rekord-Hoch

Im Oktober hat die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in der Eurozone ein neues Rekordhoch erreicht. 24,4 Prozent der Jugendlichen haben keine Arbeit. Vor allem in Spanien und Italien hat sich die Lage angespannt.

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Das Ende der Mittelschicht: Der Wohlstand verabschiedet sich aus Europa

Der Wohlstand - eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)Der Wohlstand – eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)

Gesellschaft – Deutsche fürchten Abstieg

Das Versprechen der EU, mehr Wohlstand für alle zu schaffen, hat sich nicht erfüllt: In den meisten Staaten verschwindet die Mittelschicht. Viele Bürger arbeiten rund um die Uhr – und können von ihrem Einkommen nicht leben. Wir erleben das Ende einer großen Illusion.

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Arbeitslosigkeit in Österreich steigt auf höchsten Wert aller Zeiten

Altersspezifische Erwerbstätigenquoten 2013. Unternehmen sollen finanzielle Anreize dafür erhalten, wenn sie ältere Arbeitnehmer einstellen. (Grafik: Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung/Statistik Austria)Altersspezifische Erwerbstätigenquoten 2013. Unternehmen sollen finanzielle Anreize dafür erhalten, wenn sie ältere Arbeitnehmer einstellen. (Grafik: Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung/Statistik Austria)

Arbeitsmarkt – Wettbewerbsvorteil schwindet

Das Jahr 2014 wird das Jahr mit der höchsten jemals gemessen Arbeitslosigkeit in Österreich. Die schwache Konjunktur, das Arbeitskräfteplus durch die Öffnung des Arbeitsmarktes nach Osten und Firmenpleiten belasten den Arbeitsmarkt.

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Pleite-Gefahr: Frankreich fordert europäische Arbeitslosen-Versicherung

Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici: Die Grande Nation war gestern, es lebe der europäische Superstaat. (Foto: consilium)Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici: Die Grande Nation war gestern, es lebe der europäische Superstaat. (Foto: consilium)

Eurovisionen – Der Traum vom Super-Staat

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici will eine gemeinsame europäische Arbeitslosen-Versicherung. Die Franzosen haben Schwierigkeiten, die hohen Kosten für die Arbeitslosigkeit zu decken. Auf diesem Weg könnten deutsche Steuergelder ohne Troika nach Frankreich umgeleitet werden. Moscovici will einen „starken supranationalen Haushalt“.

  | , 23:27 Uhr

Griechenland: 65 Prozent der Jugendlichen haben keinen Job

 |  Veröffentlicht: 08.08.13, 18:59  |  Aktualisiert: 08.08.13, 20:33  |  55 Kommentare

Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland steigt weiter dramatisch an. Trotz zunehmender Beschäftigung im Tourismusbereich stieg sie auf ein neues Rekordhoch von 65 Prozent. Beobachter erwarten, dass es keine mittelfristige Veränderung dieser Zahlen geben wird.

Der Aufwärtstrend scheint unaufhaltbar: Die Entwicklung der monatlichen Arbeitslosenrate in Griechenland. (Grafik: Elstat)

Der Aufwärtstrend scheint unaufhaltbar: Die Entwicklung der monatlichen Arbeitslosenrate in Griechenland. (Grafik: Elstat)

Die griechische Arbeitslosigkeit nimmt weiter stark zu. So sind mittlerweile mehr als ein Viertel aller Griechen ohne Arbeit. Besonders dramatisch ist die Lage bei den  Jugendlichen. Etwa zwei Drittel sind ohne festen Job, wie die Statistikbehörde Elstat am Donnerstag meldete.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenrate im Mai noch einmal um etwa vier Prozent auf 27,6 Prozent an. Diese Entwicklung ist vor allem auf Lohn- und Rentenkürzungen sowie massive Entlassungen im staatlichen Sektor zurückzuführen.

Ähnlich düster verhält es sich mit der Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland. Lag sie im Jahr 2012 noch bei 55,1 Prozent, sind mittlerweile 64,9 Prozent der Jugendlichen ohne Arbeit.

Vor Ausbruch der Krise im Jahr 2008 lag die Quote aller Erwerbslosen noch bei moderaten 7,3 Prozent. In den folgenden Jahren nahm sie jedoch aufgrund der einbrechenden Wirtschaftsleistung und der rigorosen Sparmaßnahmen der Troika drastisch zu.

Während ein Großteil der Rettungsgelder in die nationalen Banken des Landes fließt, spüren die griechischen Bürger keine Verbesserung. Die finanzielle Krise, in die viele infolge der Sparmaßnahmen und Entlassungen rutschten, führte sogar zu einem Anstieg der Selbstmordrate. 2011 stieg die Selbstmordrate in Griechenland um 26,5 Prozent. 2010 hatte Griechenland Eurostat zufolge noch eine der niedrigsten Selbstmordraten der EU: 2,9 Prozent (hier).

Grundsätzlich sind die Zahlen der griechischen Jugendarbeitslosigkeit mit Vorsicht zu genießen, denn sie erfassen auch Schüler, Studenten und Auszubildende. Diese stehen dem Arbeitsmarkt aber nur bedingt zur Verfügung und bleiben in Krisenzeiten erfahrungsgemäß länger in der Ausbildung, da die Aussichten auf eine Anstellung ohnehin denkbar schlecht sind.

Der Tourismussektor, welcher etwa 17 Prozent der Wirtschaftsleistung Griechenlands ausmacht, konnte zuletzt wieder ansteigende Umsätze verzeichnen. Doch ob diese Entwicklung anhält und positive Auswirkungen auf den griechischen Arbeitsmarkt haben wird, ist noch nicht abzusehen.  Ähnliche Effekte, wonach die Arbeitslosigkeit zeitweise durch Anstiege im Tourismussektor positiv beeinflusst wird,  sind bereits aus Spanien bekannt (hier).