Tag-Archiv | Kapitalismus

Wirtschaftslobbyisten in Brasiliens neuer Regierung

Landlose und soziale Bewegungen kritisieren Ernennung von Kátia Abreu zur Landwirtschaftsministerin. Politikerin gilt als Vertreterin des Agrobusiness

Greenpeace-Aktivisten überreichten Kátia Abreu 2010 die "Goldene Kettensäge"

Greenpeace-Aktivisten überreichten Kátia Abreu 2010 die „Goldene Kettensäge“ – Quelle: Greenpeace/Divulgação

Brasilía 31.12.2014 – , São Paulo – amerika21

In Brasilien hat das jüngst vorgestellte neue Kabinett heftige Kontroversen hervorgerufen. Am vergangenen Dienstag hatte Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei PT die Namen von 13 Ministerinnen und Ministern präsentiert. Diese werden am 1. Januar mit dem Beginn der zweiten Amtszeit der wiedergewählten Rousseff ihre Posten antreten.

Insbesondere die Ernennung von Kátia Abreu zur Ministerin für Landwirtschaft steht in der Kritik. Die aktuelle Gouverneurin des Bundesstaates Tocantins gilt als Sprecherin des Agrobusiness und ist einer der führenden Köpfe der Agrarlobby, die im Parlament unter anderem für eine Lockerung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal) kämpft. Abreu führt seit 2008 als erste Frau den Brasilianischen Verband für Landwirtschaft und Viehzucht (CNA) an. Im Oktober 2013 trat die ehemalige Unternehmerin und Viehzüchterin der PMDB, dem Mitte-rechts-Koalitionspartner der PT, bei.

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Mehrheit der Tschechen & Slowaken unzufrieden mit der Entwicklung der letzten 25 Jahre

Tschechien

STIMME RUSSLANDS Rund 54 Prozent der Tschechen und 70 Prozent der Slowaken sind von den Ergebnissen der 25 Jahre, enttäuscht die nach dem Sturz des sozialistischen Regimes in der einstigen Tschechoslowakei vergangen sind.

Das teilt die Agentur Median mit, die im Auftrag der Komitees für Rundfunk und Fernsehen Tschechiens und der Slowakei, der Länder, die nach dem Zerfall des gemeinsamen Staates entstanden sind, eine entsprechende Befragung durchgeführt hat.

Die Enttäuschung ist bei den Menschen vor allen Dingen auf die Empfindung der sozialen Unsicherheit, das Wachstum der Erwerbslosigkeit und der Armut zurückzuführen und hängt auch mit der Qualität der Demokratie und der Politik in Tschechien und der Slowakei zusammen.

Armut: fast die Hälfte der Detroiter ohne fließend Wasser

Die US-amerikanische Stadt Detroit ist mittlerweile verwahrlost und die Bevölkerung lebt in Armut. (Foto: dpa)Die US-amerikanische Stadt Detroit ist mittlerweile verwahrlost und die Bevölkerung lebt in Armut. (Foto: dpa)

USA – 300.000 Menschen

Pleite-Stadt Detroit dreht ihren Bürgern den Wasserhahn zu

Hunderttausende Bürger der US-Stadt Detroit müssen ohne Wasser leben. Die Stadt hat ihnen den Wasserhahn abgedreht, weil sie die Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Etwa 40 Prozent der Stadtbevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die US-Regierung hat bisher jegliche Finanz-Hilfen für die Pleite-Stadt abgelehnt.

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Wettbewerb ist ein hochgradiges Charakter-, Beziehungs- und Gesellschaftsgift …

Gemeinsam schaffen wir es besser (Foto: Peter Draschan – pixelio.de)

… so lautet das Fazit von Christian Felber in seinem Buch Kooperation statt Konkurrenz: 10 Schritte aus der Krise. Ich hatte mich einem meiner Lieblingsthema nochmals gewidmet (hier schon einmal). Dabei rausgekommen ist der Artikel Über die Mythen der Konkurrenz, den ich auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie veröffentlicht habe. Grund dafür, ihn hier zu publizieren, waren drei Artikel, die entsprechende Krisen beleuchteten, die auch hier immer weider Thema waren: Finanz-, Nahrungsmittel- und Gesundheitskrise. Ich sehe, ähnlich wie Herr Felber, dass ein wesentlicher Grund für die Krisen das konkurrierende Verhalten, das uns als seeligmachend eingetrichtert wird, ist.

Was ich in dem Artikel nicht angesprochen hatte, ist die Beobachtung von Herrn Andreas Exner, die er in seinem Artikel Konkurrenz ohne Herrschaft? Mythen der Kapitalismuskritik, Teil 1 formuliert: Weiterlesen

Über eine Million US-Amerikaner ohne Arbeitslosengeld

Über eine Million US-Amerikaner ohne Arbeitslosengeld

 STIMME RUSSLANDS Über eine Million US-Bürger werden ihr Arbeitslosengeld verlieren, weil die Frist des Staatsprogramms für Arbeitslosenhilfe am Samstag ausgelaufen ist.

Der US-Kongress konnte bis zu den Weihnachtsferien die Verlängerung dieses 2008 eingeführten Programms nicht beschließen.

Die Republikaner beharren darauf, dass das Budget des Programms, 25 Milliarden US-Dollar, zu hoch ist. Die Kongressmitglieder von der Demokratischen Partei versprachen, ihr Bestes für die Verlängerung des Programms zu tun, wenn sich die Gesetzgeber Anfang Januar erneut im Kapitol versammeln.

 

 

Van Rompuy mahnt mangelnde Bereitschaft zur Aufgabe kultureller Wurzeln an

Herman Van Rompuy beklagt die mangelnde Mobilität in der EU. Nur drei Prozent der EU-Bürger wohnen in einem anderen EU-Land. (Foto: dpa)Herman Van Rompuy beklagt die mangelnde Mobilität in der EU. Nur drei Prozent der EU-Bürger wohnen in einem anderen EU-Land. (Foto: dpa)

EU: Zu wenig Mobilität Gegenseitiges Misstrauen unter EU-Bürgern nimmt zu

Die Vorurteile unter EU-Bürgern nehmen drastisch zu, so Ratspräsident Van Rompuy. Nur drei Prozent der EU-Bürger leben in einem anderen EU-Land. Es gebe zu wenig Mobilität in der Union, sagt Van Rompuy.

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Fast 1 Million Menschen in der EU leben als Sklaven

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Dunkle Vergangenheit? Keineswegs.

Der Sonderausschuss der Europäischen Kommission zu Korruption, Geldwäsche und organisiertem Verbrechen, kurz CRIM, hat heute einen Bericht veröffentlicht, der erschreckende Zahlen zeigt: Etwa 880 000 Menschen leben innerhalb der EU unter Bedingungen, die denen der modernen Sklaverei entsprechen. Der größte Teil von ihnen wird sexuell ausgebeutet, ein weiterer großer Anteil als Haushaltshilfen missbraucht. Menschenhandel, Korruption und organisiertes Verbrechen machen diese Umstände möglich, unter denen Hunderttausende leiden, direkt vor unseren Augen, in der reichen, sicheren EU, die sogar Vorschriften für Glühbirnen erlässt, aber nicht in der Lage ist, diese Menschen vor ihrem Schicksal zu schützen. 
In der Mainstream-Presse macht man sich derweil Sorgen über den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch die Sklavenarbeit entsteht. Der soll in die Milliarden gehen.

 

Sklavenarbeit ist kein Fehler, sondern eine Konsequenz des Kapitalismus

Dass Sklavenarbeit im Kapitalismus auftritt, ist kein Zufall, sondern eine seiner erschreckenden Konsequenzen. Sklavenarbeit bedeutet die maximale Ausbeutung der Arbeitskraft eines Menschen, ohne jede Rücksicht auf seine Lebenskraft, seine Gesundheit, seine menschliche Würde. Aus dem Mensch wird eine Sache, die nur dazu da ist, anderen Zwecken zu dienen. Sklavenarbeit zeigt uns die Rücksichtslosigkeit der kapitalistischen Fratze in all ihrer Deutlichkeit, sie ist nur die ungezügelste Form seiner Durchsetzung. Deshalb darf es nicht wundern, dass Sklavenarbeit eben auch in der EU auftritt, dass sie toleriert und gefördert wird, durch die Korruption, die allein im Öffentlichen Sektor laut dem CRIM-Bericht 120 Milliarden Euro pro Jahr betrifft. Organisierte Verbrecherbanden, die ihren Geschäften ebenfalls nicht ohne die Unterstützung der offiziellen Strukturen von Politik, Polizei und Staatsanwaltschaft nachgehen können, verdienen mit Menschenhandel und dem illegalen Organhandel innerhalb der EU 50 Milliarden Euro. Gigantische Summe, die da mit Menschen und ihrem Leben, ihren Organen gemacht werden, und zwar nicht im Dunkeln, sondern mit der Zustimmung gewählter Politiker, gekaufter Wählerstimmen, mit Steuergeldern und vermeintlicher Legalität.

weiter unter: http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/fast-1-million-menschen-in-der-eu-leben-als-sklaven

USA: Glaskugel unserer asozialen Zukunft

Millionen Amerikaner im Rentenalter können nicht in den Ruhestand gehen. Denn sie haben nicht genug Geld angespart, um ihren Lebensstandard halten zu können. (Foto: dpa)Millionen Amerikaner im Rentenalter können nicht in den Ruhestand gehen. Denn sie haben nicht genug Geld angespart, um ihren Lebensstandard halten zu können. (Foto: dpa)

Gesellschaft – Arbeiten bis zum Umfallen

In der Finanzkrise hat die amerikanische Mittelschicht große Teile ihrer Ersparnisse im Aktienmarkt verloren. Daher haben die Rentner nicht genug Geld, um ihren Lebensstandard halten zu können. Sie arbeiten daher bis zum Tod, meist zu Dumping-Löhnen. Viele werden froh sein, wenn ihnen ihre Kinder im Alter ein Dach über dem Kopf gewähren.

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