Tag-Archiv | Kapitalmärkte

Unabhängige Studie: TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze

Jean-Claude Juncker und Angela Merkel treiben das TTIP voran. Die erste unabhängige Studie zeigt: Das Projekt dürfte der EU massiven Schaden zufügen. (Foto: dpa)Jean-Claude Juncker und Angela Merkel treiben das TTIP voran. Die erste unabhängige Studie zeigt: Das Projekt dürfte der EU massiven Schaden zufügen. (Foto: dpa)

Die erste wirklich unabhängige Studie über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP kommt zu einem für Europa verheerenden Ergebnis: 583.000 Arbeitsplätze werden bis 2025 in der EU verlorengehen. Die Exporte werden schrumpfen, ebenso das Bruttoinlandsprodukt. Löhne und Steuereinnahmen werden sinken. In den USA werden all diese Kennzahlen dagegen steigen. Die einzigen, die in der EU profitieren, sind die Kapitalvermögen. Das TTIP erweist sich demnach als gefährlicher Turbo für die Umverteilung von Arm zu Reich.

Die WTO als Mitverursacher der Krise in den Schwellenländern

August 31, 2013

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Die in globalisierungskritischen Kreisen wohl zurecht ständig unter Beobachtung stehende »Welthandelsorganisation« (World Trade Organization/WTO) bekommt einen neuen Generaldirektor. Auf Pascal Lamy folgt der Brasilianer Roberto Azevêdo.

Ob es eine gute Wahl war, einen Mann aus einem Schwellenland an die Spitze einer der mächtigsten internationalen Organisationen zu setzen, wird sich noch zeigen. Eventuell aufkeimende Hoffnungen auf einen Wandel in der WTO-Politik dürften jedoch trotz seiner Herkunft enttäuscht werden.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die WTO ein Instrument der USA und einiger anderer reicher Industriestaaten ist. Während diese nämlich Teile ihrer Wirtschaft protektionistisch schützen dürfen, nutzt die WTO ihre Macht dafür, besonders den ärmeren Ländern einen Freihandel aufzudrücken, welcher sich nachteilig auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Volkswirtschaften auswirkt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem »Internationalen Währungsfonds« (International Monetary Fund/IWF) und mit der Weltbank ergibt sich nämlich eine enorme Machtkonzentration, welche angesichts der Verteilung der Stimmrechte den Interessen der USA und der EU stark entgegenkommt. – Zum Weiterlesen –