Tag-Archiv | Mittelstand

Insolvenz-Verschleppung: Italien prellt Mittelstand

Italiens Premier Matteo Renzi die Bezahlung der offenen Rechnungen erneut in die Zukunft verschoben. (Foto: dpa)Italiens Premier Matteo Renzi die Bezahlung der offenen Rechnungen erneut in die Zukunft verschoben. (Foto: dpa)

Schuldenkrise – Regierung zahlt ihre Rechnungen nicht

Der italienische Staat kann seine Rechnungen bei den Unternehmen des Landes offenbar nicht mehr bezahlen. Viele von der Regierung geprellte Unternehmen mussten bereits Angestellte entlassen, Standorte schließen oder Konkurs anmelden. Dennoch erhält das Land auf den Finanzmärkten Geld so billig wie niemals zuvor.

Technologie: Jeder zweite Job wird durch Automatisierung wegfallen

Der Arbeitsmarkt wird sich branchenübergreifend ändern. (Grafik: Frey/Osborne The Future of Employment)Der Arbeitsmarkt wird sich branchenübergreifend ändern. (Grafik: Frey/Osborne The Future of Employment)

Arbeitsmarkt – Technologie ersetzt Menschen  

Das Ende der Mittelschicht: Der Wohlstand verabschiedet sich aus Europa

Der Wohlstand - eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)Der Wohlstand – eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)

Gesellschaft – Deutsche fürchten Abstieg

Das Versprechen der EU, mehr Wohlstand für alle zu schaffen, hat sich nicht erfüllt: In den meisten Staaten verschwindet die Mittelschicht. Viele Bürger arbeiten rund um die Uhr – und können von ihrem Einkommen nicht leben. Wir erleben das Ende einer großen Illusion.

  |

Freihandel mit Kanada: EU gibt Europa zur Plünderung frei

Die Souveränität der EU-Staaten auf dem Silbertablett: Kanadas Premier Stephen Harper und EU- Kommissions-Präsindet José Manuel Barroso unmittelbat nach der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada, am 18. Oktober im Hauptquartier der Kommission in Brüssel. (Foto: dpa)Die Souveränität der EU-Staaten auf dem Silbertablett: Kanadas Premier Stephen Harper und EU- Kommissions-Präsindet José Manuel Barroso unmittelbat nach der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada, am 18. Oktober im Hauptquartier der Kommission in Brüssel. (Foto: dpa)

Freihandel Barroso verkauft Europa

Das Freihandels-Abkommen der EU mit Kanada wird die deutsche Gerichtsbarkeit für ausländische Investoren abschaffen. Die EU-Kommission setzt, am EU-Parlament vorbei, die europäischen Steuerzahler gigantischen wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken aus. Weil viele US-Unternehmen Tochter-Firmen in Kanada unterhalten, wird mit diesem Abkommen faktisch die Tür für alle US-Unternehmen geöffnet. Im Wind-Schatten der grotesken NSA-Debatte opfert Brüssel die Souveränität Europas auf dem Altar der globalen Industrie-Lobby.

  |

europas Mittelstand blutet aus – Kreditzusagen halbiert und überteuert

Der europäische Mittelstand fährt in unterschiedliche Richtungen. Die Kreditklemme in Südeuropa wird zum Wettbewerbsvorteil für den deutschen Mittelstand. (Foto: Flickr/(Mick Baker)rooster/CC BY-ND 2.0)Der europäische Mittelstand fährt in unterschiedliche Richtungen. Die Kreditklemme in Südeuropa wird zum Wettbewerbsvorteil für den deutschen Mittelstand. (Foto: Flickr/(Mick Baker)rooster/CC BY-ND 2.0)

Finanzen – Wettbewerbsvorteil für deutschen Mittelstand

Kredit-Linien halbiert: Mittelstand in Europa unter Druck

Die Finanzkrise hat den Mittelstand vor ein Finanzierungsproblem gestellt. Die Neukreditvergabe hat sich in den vergangenen fünf Jahren halbiert. In den europäischen Krisenstaaten ist die Lage verheerend: Unternehmen zahlen bis zu sechs Prozent mehr Zinsen als in Deutschland. Ein Umstand, aus dem deutsche Mittelständler Kapital schlagen können.

  |

Keine Innovationen: Österreichs Akademiker wandern aus

Sorge im Mittelstand: EADS sortiert kleine Zulieferer aus

Die hohe Nachfrage aus den Schwellenländern und die Überalterung vieler Flotten wird die Produktion von Flugzeugen in den nächsten Jahren antreiben. (Foto: Flickr/Aero Icarus, CC BY-SA 2.0)Die hohe Nachfrage aus den Schwellenländern und die Überalterung vieler Flotten wird die Produktion von Flugzeugen in den nächsten Jahren antreiben. (Foto: Flickr/Aero Icarus, CC BY-SA 2.0)

EADS hat angekündigt, die Zahl seiner Zulieferer deutlich zu reduzieren. Der deutsch-französische Konzern will nur noch mit Unternehmen zusammenarbeiten, die mehr als 100 Millionen Euro Umsatz machen. Das Beispiel könnte Schule machen und den deutsche Mittelständlern ernste Probleme bereiten.

  | , 02:23 Uhr

Krieg in Syrien wird Energie-Preise in die Höhe treiben

Die US-Navy wird den Suez-Kanal in der Syrien-Krise verstärkt bewachen. Der Konflikt hat bereits jetzt Auswirkungen auf die Energiepreise. (Foto: Flickr/Official U.S. Navy Imagery)Die US-Navy wird den Suez-Kanal in der Syrien-Krise verstärkt bewachen. Der Konflikt hat bereits jetzt Auswirkungen auf die Energiepreise. (Foto: Flickr/Official U.S. Navy Imagery)

Krise spitzt sich zu – Der drohende Militärschlag des Westens gegen das syrische Regime wirkt sich auch auf die Energiekosten aus. Die Ölpreise stiegen zuletzt in Folge der Unsicherheiten in Nordafrika deutlich an. Durch gezielte Manöver könnte Assad die Lage noch weiter zuspitzen. Auch deutsche mittelständische Unternehmen müssen sich auf höhere Energiepreise einstellen.

  | , 09:47 Uhr

Kredite der Europäischen Investitionsbank nutzen vor allem den Banken

Das von der EU groß angekündigte Investitions-Programm der Europäischen Investitions-Bank ist ein alter Hut: Die EIB macht, was sie immer schon gemacht hat. Profitieren werden von dem Programm am ehesten die Banken, die die EIB-Gelder mit saftigen Gebühren an die Kreditnehmer weiterreichen.

Bei Mikrokrediten bis 25.000 Euro und Darlehen bis 25 Millionen Euro müssen immer nationale Banken (Intermediäre) zwischengeschaltet sein. (Grafik: EIF.org)

Bei Mikrokrediten bis 25.000 Euro und Darlehen bis 25 Millionen Euro müssen immer nationale Banken (Intermediäre) zwischengeschaltet sein. (Grafik: EIF.org)

Die Ankündigung der EU, die Europäische Investitionsbank (EIB) werde in der Krise ab sofort kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) mit Krediten aushelfen, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als reine Propaganda.

Es gilt, was immer schon gegolten hat: Wer ein wirtschaftlich rentables Projekt entwickelt, kann in den Genuss von Darlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) kommen. Doch die Sache hat einen Haken: „Unter einer Größenordnung von 25 Millionen Euro vergibt die EIB keine Kredite direkt an Unternehmen“, sagt Eva Henkel, Pressesprecherin der EIB, den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Der deutsche Mittelstand, der „sehr innovationsfreudig“ sei, muss erst zu sogenannten Intermediären gehen, also Finanz- und Kreditinstitute, die von Deutschland aus mit der EIB zusammenarbeiten.

Eine Übersicht der Zwischengeschalteten Banken kann Online abgerufen werden. „Dort sind die Mitarbeiter dazu verpflichtet, die Kunden auf die Finanzierungsmöglichkeiten durch Mittel aus der EIB hinzuweisen“, sagt Henkel. Die meisten Unternehmen fielen in das Raster der Mid-Cap-Unternehmen, diese haben etwa 500 bis 3.000 Mitarbeiter. „Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist die EIB nur indirekter Kreditgeber“, so Henkel. Durch Rahmenverträge, die die EIB mit den nationalen Banken geschlossen hat, können Kredite dann für neue, schwerpunktbezogene Projekte gewährt werden. Kleine Firmen können noch Mikrokredite in Anspruch nehmen, allerdings nur bis zu einem Betrag von 25.000 Euro.

Wer einen Kredit bei der EIB in Anspruch nehmen möchte, wird zunächst auf die Banken im jeweiligen Land verwiesen. (Screenshot: EIB.org/DWN)

Wer einen Kredit bei der EIB in Anspruch nehmen möchte, wird zunächst auf die Banken im jeweiligen Land verwiesen. (Screenshot: EIB.org/DWN)

Die zwischengeschalteten Finanzinstitute tragen auch das alleinige Risiko, so Henkel. Sie müssen das Projekt prüfen, die Branche und das Umfeld kennen und ein Risikoprofil für das Projekt erstellen. Demzufolge werden auch die erforderlichen Sicherheiten für jedes Projekt neu festgesetzt.

Diese Banken seien wiederum „dazu verpflichtet“, sich für die Weitergabe des Geldes an den Enddarlehensnehmer an die gleichen günstigen Konditionen zu richten. Die Banken arbeiten aber „nicht umsonst für die EIB, die Produkte werden eingepreist“. Wie viel die Banken an dem Geschäft verdienen dürfen, sei „vertraulicher Vertragsbestandteil“, so Henkel.

veröffentlicht am 09.07.13, 02:12 Zum Weiterlesen: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/09/kredite-der-europaeischen-investitionsbank-nutzen-vor-allem-den-banken/