Tag-Archiv | moderne Sklaverei

UNO: Mehrheit will Insolvenzrecht für Staaten – USA, EU & Deutschland dagegen

UN-Kommission stellt aggressives Lohndumping in Mexiko fest

Santiago de Chile/Mexiko-Stadt 8. September 2014 – amerika21.de

Die UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika (Cepal) mit Sitz in Santiago de Chile kommt in einer jüngst veröffentlichten Studie über die Jahre 1995 bis 2009 zu wenig erfreulichen Ergebnisse für die mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter. Während in Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien die wöchentliche Arbeitszeit in diesem Zeitraum tendenziell gesunken ist, stieg sie in Mexiko von durchschnittlich 40,7 Stunden auf 43,3 Stunden an. Grund dafür sei offenbar die „Modernisierung der Gesetzgebung“, zitiert die linksliberale mexikanische Tageszeitung La Jornada aus der Cepal-Studie.

Die Lohnkosten sind in Mexiko hingegen niedriger als in den Vergleichsländern. Auch wenn die Studie keine Zahlen über das aktuelle Jahrzehnt enthält, dürfte sie durchaus bezeichnend für die aktuelle Situation sein: Die unteren Einkommensschichten können mit ihren Löhnen kaum die Grundbedürfnisse befriedigen.

Der mexikanische Mindestlohn für ungelernte Arbeiter liegt landesweit unter 70 Pesos pro Tag, das entspricht umgerechnet etwa vier Euro. Nach wie vor müssen in Mexiko mehrere Millionen Menschen mit diesem Minimaleinkommen überleben. Derzeit gibt es eine Debatte über eine substantielle Erhöhung des Mindestlohns. Seine Anhebung lag in den zurückliegenden Jahren permanent unter dem Anstieg der Lebensmittelpreise.

Nach einem Bericht des Zentrums für Multisdisziplinäre Analyse der Wirtschaftsfakultät der Autonomen Nationaluniversität Mexikos mussten die mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter aufgrund dieser Situation allein in den knapp zwei Jahren seit Amtsantritt der Regierung unter Präsident Enrique Peña Nieto einen realen Kaufkraftverlust von 7,2 Prozent hinnehmen. (poonal)

Obergrenzen bei Bargeldabhebungen in Europa insgeheim bereits in Kraft

Mark Kempton 10.06.2014 – Kopp OnlineLogo Kopp

Einige von Ihnen erinnern sich vielleicht noch daran, dass die Bank Hongkong & Shanghai Banking Corporation (HSBC) im Januar dieses Jahres versucht hatte, Obergrenzen bei Bargeldabhebungen einzuführen. Nun zeigte sich, dass es sich dabei nur um einen Testballon gehandelt hatte, mit dem man herausfinden wollte, wie die Öffentlichkeit auf die Begrenzung von Bargeldauszahlungen reagieren würde, wenn dies öffentlich bekannt wäre. Jetzt ist klar, dass diese Begrenzungen bereits in Kraft sind.

 

Immer wieder erhalte ich Berichte von meinen Kontakten, in denen sie mir schildern, sie hätten versucht, größere Mengen Bargeld bei einer Bank abzuheben. Dabei sei ihnen mit bestimmtem Ton klargemacht worden, dass ihnen »eine solche große Summe an Bargeld nicht ausgezahlt wird«. Auf die Frage, ob sie einen Termin ausmachen könnten, an dem sie das Geld abholen könnten, erhielten sie nur die knappe Antwort »Nein«. Weiterlesen

Freihandel: Der große Turbo für das globale Lohn-Dumping

Global operierende Unternehmen suchen sich die gewerkschaftsfeindlichsten und unsozialsten Standorte, um ihre Profite zu maximieren, wie etwa in China. (Foto: dpa)Global operierende Unternehmen suchen sich die gewerkschaftsfeindlichsten und unsozialsten Standorte, um ihre Profite zu maximieren, wie etwa in China. (Foto: dpa)

Globalisierung – Auf Kosten von Sozial-Standards

Die Idee des Freihandels lebt von der Illusion, dass immer beide Seiten gewinnen. Doch seit die großen Containerschiffe im Einsatz sind, seit der billige Luftfrachtverkehr aufgekommen ist und seit die Logistik zwischen Lieferanten und Abnehmern global und per Internet funktioniert, sind die Transportgrenzen weggeschoben worden und entscheiden vor allem die niedrigsten Sozialstandards über die Produktionsstandorte und die Verteilung zwischen Überschuss- und Defizitländern.

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moderne Sklaverei: Über 450 indische Arbeiter 2012/13 in Katar ums Leben gekommen

Katar geriet aufgrund der Arbeitsbedingungen und zahlreicher Todesopfer erneut in dei KritikKatar geriet aufgrund der Arbeitsbedingungen und zahlreicher Todesopfer erneut in dei Kritik

16. Feb. 2014 – Neudelhi (IRIB News)

Katar ist als Gastgeber der Fußball-WM 2022 aufgrund der Arbeitsbedingungen und zahlreicher Todesopfer auf den Baustellen erneut in die Kritik geraten.

Nach Angaben der indischen Botschaft in Katar sind in den beiden vergangenen Jahren insgesamt über 450 indische Arbeitskräfte in Katar gestorben, berichtet die Nachrichten-Agentur AFP. Im Jahr 2012 wurden 237, in den ersten elf Monaten 2013 218 Todesopfer verzeichnet. Der britische Guardian hatte zuvor bereits über Hunderte nepalesische Gastarbeiter, die im Emirat am Persischen Golf zu Tode gekommen waren, berichtet. Die indische Botschaft gab allerdings keine Details an, unter welchen Umständen die indischen Arbeitskräfte umgekommen waren.

USA bauen Armenhilfe ab

USA bauen Armenhilfe ab

5. Feb. 2014 – © Flickr.com/401(K) 2012/cc-by-sa 3.0

STIMME RUSSLANDS Der US-Kongress hat das Programm der „Lebensmittelkarten“, eines der bekanntesten Mechanismen der Armenhilfe in dem Land, um ungefähr 800 Millionen Dollar gekürzt.

Am Dienstag wurde ein entsprechendes Gesetz vom Kongress angenommen, was einen seltenen Kompromiss unter den Parteien bedeutet.

Der Abbau des Programms der Armenhilfe wird dazu führen, dass 85.000 bedürftige Familien monatlich jeweils rund 90 Dollar weniger bekommen werden.

Die Behörden rechnen damit, dadurch in den nächsten zehn Jahren mehr als 16,6 Milliarden Dollar einzusparen.

 

Moderner Sklavenhandel nun bald auch in Frankreich – Hartz kommt mit der Peitsche

2002 beauftragte Gerhard Schröder (re.) den damaligen VW-Vorstand Peter Hartz mit den Arbeitsmarkt-Reformen für Deutschland. 2005 wurde die Korruptionsaffäre beim Autobauer bekannt und Hartz trat zurück. (Foto: dpa)

2002 beauftragte Gerhard Schröder (re.) den damaligen VW-Vorstand Peter Hartz mit den Arbeitsmarkt-Reformen für Deutschland. 2005 wurde die Korruptionsaffäre beim Autobauer bekannt und Hartz trat zurück. (Foto: dpa)

Frankreich – Peter Hartz (Ehemaliger VW-Vorstand & Erfinder der Hartz-IV-Gesetze) soll Hollande bei Sozial-Reformen beraten

Francois Hollande will mehr als 30 Milliarden Euro durch Kürzung der Sozialausgaben einsparen. Bei den Reformen auf dem Arbeitsmarkt soll ihn Peter Hartz beraten.

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moderner Sklavenhandel: Mehr als 110.000 ausländische Arbeiter ausgewiesen

Mehr als 110.000 ausländische Arbeiter ausgewiesen2. Dez. 2013 – Riad (DPA/Reuters)

Das Königreich Saudi-Arabien hat innerhalb von vier Wochen mehr als 110. 000 ausländische Arbeiter abgeschoben.

Das teilte die Allgemeine Direktion für Passangelegenheiten in Riad am Montag mit. Fast die Hälfte der Ausländer, die sich ohne gültige Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung im Land aufgehalten hatten, sind Äthiopier.

Die saudischen Behörden hatten am 4. November mit Razzien gegen illegale Arbeitsmigranten begonnen. Vorher hatten alle Ausländer, die sich ohne gültige Papiere in der Öl-Monarchie aufhielten, sieben Monate lang Zeit gehabt, um entweder straffrei auszureisen oder aber ihren Status zu legalisieren. Menschenrechtsorganisationen haben vielfach kritisiert, dass es in Saudi-Arabien für ausländische Arbeiter praktisch unmöglich ist, auf legale Art und Weise den Arbeitgeber zu wechseln, da der Arbeitgeber gleichzeitig als „Sponsor“ für die Aufenthaltsbewilligung auftritt.

Deutschland, Frankreich und Großbritainien einig bei Einführung des modernen Sklavenhandels

Sind sich in Fragen zur Armutswanderung einig: David Cameron, Francois Hollande und Angela Merkel. (Foto: dpa)Sind sich in Fragen zur Armutswanderung einig: David Cameron, Francois Hollande und Angela Merkel. (Foto: dpa)

Arbeits-Migration – Unterstützung für Cameron

Deutschland und Frankreich wollen strengere Regeln für Einwanderer

Deutschland und Frankreich unterstützten David Cameron bei seinem Plan, die Zuwanderung aus Osteuropa zu reglementieren. Die Funktionäre in Brüssel toben und sprechen von Hysterie.

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Großbritanien führt modernen Sklavenhandel ein!

EU-Migranten unterliegen in Großbritannien künftig strengeren Regelungen. David Cameron schränkt den Zugriff auf Sozialhilfe und Wohngeld ein. Briten werden strenger bestraft, wenn Migranten unter dem Mindestlohn bezahlt werden. (Foto: dpa)EU-Migranten unterliegen in Großbritannien künftig strengeren Regelungen. David Cameron schränkt den Zugriff auf Sozialhilfe und Wohngeld ein. Briten werden strenger bestraft, wenn Migranten unter dem Mindestlohn bezahlt werden. (Foto: dpa)

Großbritannien – Neue Regeln für Einwanderung

Radikale Worte von Cameron: Freizügigkeit in der EU geht zu weit

In Großbritannien gelten künftig strengere Regeln für EU-Bürger, die auf der Insel arbeiten wollen. Der Zugang zu Sozialhilfe und Wohngeld wird eingeschränkt. Bei Arbeitslosigkeit wird die Person ausgewiesen. Das kündigt der britische Premierminister David Cameron an.

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