Tag-Archiv | Muslimbruderschaft

IS greift Tikrit mit Giftgas an / US-Luftwaffe irakische Städte

Syrien beschwert sich bei UNO über die Untersützung des Terrorismus durch Katar

Syrien beschwert sich bei UNO über die Untersützung des Terrorismus durch Katar

Damaskus 15. September 2014 (IRIB)

Das syrische Außenministerium hat den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, ernsthafte Schritte zur Einstellung der Unterstützung Katars vom Terrorismus zu unternehmen.

Laut der amtlichen syrischen Nachrichtenagentu „SANA“  teilte ein Verantwortlicher  des syrischen Außenministeriums, der namentlich nicht genannt werden wollte, am Sonntag mit,  Damaskus habe unmittelbar nach der Entführung von UN-Blauhelm-Soldaten auf den Golan-Höhen Ermittlungen eingeleitet, die ergeben hätten, dass    die Entführung  durch die von Katar unterstützte Terrorgruppe Al-Nusra-Front erfolgte, was auch der Weltgemeinschaft und den UN nicht verborgen ist.

Es hieß dazu weiter,  die Entführung der UN-Soldaten wäre  ohne die direkte finanzielle und logistische Unterstützung Katars  nicht möglich.

Syrien  verurteilte die Aktionen Katars und forderte den UN-Sicherheitsrat auf, einzuschreiten,  um die Unterstützung von Terroristen  zu verhindern.

IS-Geheimzellen in Libanon

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Mindestens 17 Tote bei Muslimbruder-Unruhen in Kairo

Ägypter tragen den Sarg eines Mannes, der bei Protesten von Sicherheitskräften getötet wurde.  Ägypter tragen den Sarg eines Mannes, der bei Protesten von Sicherheitskräften getötet wurde.

Kairo  16. August 2014 (dpa/IRIB)

Bei den schwersten Unruhen in Ägypten seit zwei Monaten sind am Freitag 17 Menschen getötet worden.

Nach Protesten der verbotenen Muslimbruderschaft seien außerdem Dutzende Demonstranten und 17 Polizisten verletzt worden, berichtete die Tageszeitung „Al-Ahram“ am Samstag. 258 Anhänger der Bruderschaft wurden demnach festgenommen.  Die Unruhen dauern seit Donnerstag, dem Jahrestag der gewaltsamen Niederschlagung der Muslimbruder-Protestcamps, an. Damals wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehr als 800 Demonstranten von der Polizei getötet.

Nach Berichten des ägyptischen Nachrichtenportals Ahram Online hatte die Polizei am Freitag fünf Anhänger der Bruderschaft in Giza getötet. Die Männer hätten zwei Busse in Brand gesetzt und versucht, Sprengladungen zu zünden. Bei einem anderen Zusammenstoß seien drei Demonstranten getötet worden. Das Portal Al-Masry al-Youm meldete, zwei weitere Demonstranten seien erschossen worden, nachdem sie auf Polizisten gefeuert hätten. Bereits am Donnerstag, dem eigentlichen Jahrestag, hatte es fünf Tote gegeben, darunter ein Polizist.

Ägypten: Todesurteile für 183 Muslimbrüder bestätigt

Mohammed Badie

21. Juni 2014 – © Foto: AP/Ahmed Omar – Mohammed Badie

STIMME RUSSLANDS Ein Gericht im ägyptischen Minia hat im größten Massenprozess der Geschichte des Landes mindestens 183 Todesurteile gegen Islamisten bestätigt, berichtet dpa.

Unter den Verurteilten ist auch das Oberhaupt der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie.

Bei der Berufungsverhandlung war neu über 683 Todesurteile vom 28. April entschieden worden. Vier weitere Angeklagte wurden den Angaben nach zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, bei allen anderen wurde das Verfahren eingestellt. dpa

Ägypten: Erneut ein Dutzend Mursi-Anhänger zum Tode verurteilt

Ägypten: Erneut ein Dutzend Mursi-Anhänger zum Tode verurteilt Kairo 18. Juni 2014 (Stimme Russlands/IRIB)

In Ägypten sind zwölf Anhänger des früheren Präsidenten Mohammed Mursi zum Tode verurteilt worden.

Ein Gericht in Kairo hat sie der Beteiligung an der Ermordung eines Polizeigenerals während der Fahndung nach Extremisten  am 19. September 2013 schuldig gesprochen.

Die Angeklagten wurden außerdem der „Zugehörigkeit zu einer Dschihadisten-Organisation“ zur Last gelegt.

Im März 2014 waren bereits 529 Mitglieder der Muslimbrüder zum Tode verurteilt worden. Nahezu täglich kommen neue dazu, die am Rande von Demonstrationen – etwa an den Universitäten – festgenommen werden.

trotz Verlängerung nur 37 Prozent Wahlbeteiligung in Ägypten

In einem Wahllokal in Dahab gibt eine ägyptischer Mann seine Stimme ab. In einem Wahllokal in Dahab gibt eine ägyptischer Mann seine Stimme ab – 28. Mai 2014Kairo (IRIB)

Die ägyptische Wahlkommission hat die Beteiligung der Bevölkerung an den Präsidentschaftswahlen in diesem Land mit 37 Prozent bekanntgegeben.

Laut Bericht der AFP aus Kairo erklärte Abdulaziz Salman, Generalsekretär der ägyptischen Wahlkommission, nach Bekanntmachung der Wahlbeteiligungsquote, die Wahlen wären um einen Tag verlängert worden. Es heißt, dass die Wahlkommission das warme Wetter als Argument für die Verlängerung der Wahlen am dritten Tag vorgeschoben hat. Die geringe Wahlbeteiligung hat sogar Abdel Fattah al Sisi, den Initiator des Militärputsches gegen die Regierung von Mohammad Mursi in Besorgnis versetzt. Al Sisi ist einer der Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen in Ägypten. Unterdessen hatte die Allianz, welche die Muslimbrüder unterstützt, unterstrichen, dass die Präsidentschaftswahlen boykottiert werden müssen und Protestkundgebungen gegen diese Wahlen gefordert. Hamdin Sabahi, der Vorsitzende der Partei der Würde und Abdel Fattah al Sisi, ehemaliger Verteidigungsminister sind die einzigen Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen.

Ägypten: Islamische Parteien boykottieren Präsidentenwahl

28. April 2014Kairo (IRIB)

Die Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mursi haben angekündigt, die Wahl Ende Mai zu boykottieren. Der Sieger stehe bereits vor der Abstimmung fest, erklärte ein Bündnis unter Führung der Muslimbruderschaft.

Die nationale Koalition der islamischen Parteien unter Führung der Muslimbruderschaft hat am gestrigen Sonntag in einer Erklärung die bevorstehende Präsidentschaftswahl als ein „lächerliches Theater“ beschrieben, dessen Ziel die Ernennung des „Putschisten“ zum Staatspräsidenten sei. Diese Koalition erkennt auch die Aufsichtsdelegation bei den Wahlen nicht an. In dieser Erklärung wird betont, dass die Verbrechen der Putschisten in Ägypten noch größer als die der Zionisten seien. Die Anhänger von Mursi hatten auch im Januar das Referendum über die neue Verfassung Ägyptens boykottiert. Am Samstag protestierten die Anhänger der Muslimbrüder in Kairo gegen die Kandidatur des ehemaligen Verteidigungsministers Abdel Fattah Al-Sisi. 

demokratischer Genozid: 52 ägyptische Studenten wegen Protestbeteilung vom Studium ausgeschlossen

14. April 2014  – Kairo (Fars News/Irib)

52 oppositionelle Studenten sind wegen ihrer Beteiligung an Protesten vom Studium ausgeschlossen worden. Das gab der Sprecher der Universität al-Azhar, Ahmad Zare, bekannt.

Seit Beginn des Semesters seien 95 Studenten vom Disziplinarkomitee einbestellt worden. 52 von ihnen seien endgültig exmatrikuliert worden, berichtete al-Youm als Sabea online. Der Rektor der Universität werde künftig auch von sich aus gegen Studenten vorgehen, die sich nicht an die neuen Regelungen halten. Die Präsenz von Sicherheitskräften in den Universitäten und die Festnahme zahlreicher Studenten und politischer Aktivisten hat eine neue Welle von Studentenprotesten an den ägyptischen Universitäten bewirkt.

Ägypten: Inhaftierte Jugendliche werden gefoltert

30. März 2014 Kairo (BBC/Irib)

In Ägypten sind seit Juli 2013 schätzungsweise 20.000 Personen aus politischen Gründen verhaftet worden. Wie die BBC in einem Bericht dokumentiert, gehören selbst bei Jugendlichen brutale Schläge, Elektroschocks und sexueller Mißbrauch zum Haftalltag. 

Entlassene Häftlinge haben darüber vor der BBC-Kamera ausgesagt. Doch ihre Foltervorwürfe werden von der durch das Militär eingesetzte Regierung bestritten. Weiterlesen

Militärdiktatur: Ägyptische Fotoreporterin bei Protesten in Kairo erschossen

Seit Tagen gibt es in Ägypten gewaltsame Auseinandersetzungen.  Bild: dpaSeit Tagen gibt es in Ägypten gewaltsame Auseinandersetzungen. Bild: dpa

28. März 2014Kairo (dpa/IRIB)

Bei Protesten von Extremisten in Kairo sind am Freitag vier Menschen getötet worden, darunter eine Fotoreporterin der Tageszeitung «El-Dostour».

Die Fotografin Majada Aschraf habe in einem Außenbezirk der Hauptstadt Aufnahmen von schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten, Sicherheitskräften und bewaffneten Zivilisten gemacht, berichtete das Nachrichtenportal «ahram». Weiterlesen

Zwanzig Journalisten (Al-Jazeera-Mitarbeiter) in Ägypten wegen Zugehörigkeit zu einer Terrororganisation angeklagt

30. Jan. 2014 – Kairo (IRIB)

Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat die ägyptische Staatsanwaltschaft zwanzig Journalisten und Mitarbeiter des internationalen Fernsehkonzerns al-Jazeera wegen angeblicher Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung angeklagt.

Acht der Angeklagten, unter ihnen der ehemalige BBC-Reporter Peter Greste, sind in Untersuchungshaft, die anderen haben sich offenbar ins Ausland abgesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, der Muslimbruderschaft anzugehören, die Organisation mit Ausrüstung und Informationen unterstützt  und «das Bild Ägyptens im Ausland verzerrt» dargestellt zu haben. Der Australier Greste und drei weitere Mitarbeiter von al-Jazeera International waren vor einem Monat in einem Hotel in Kairo verhaftet worden. Die Anklage erwähnt ausserdem noch zwei britische und einen niederländischen Staatsbürger. Die Regierung hatte die Muslimbruderschaft im Vormonat zur terroristischen Vereinigung erklärt. Al-Jazeera hatte bereits nach der Verhaftung Grestes und der anderen drei Mitarbeiter die Vorwürfe als «absurd» zurückgewiesen. Die Fernsehanstalt mit Sitz in der katarischen Hauptstadt Doha sendet in arabischer, englischer und bosnischer Sprache.

Über 100 Muslimbrüder an einem Tag zu Haftstrafen verurteilt

Hinter Gittern: Führende Mitglieder der Muslimbrüder vor Gericht / Bild: REUTERS (Archivbild)Hinter Gittern: Führende Mitglieder der Muslimbrüder vor Gericht / Bild: REUTERS (Archivbild)

10. Jan. 2014Kairo (Reuters/sda)

Drei Gerichte in Kairo verurteilten gestern insgesamt 113 Unterstützer des entmachteten Präsidenten Mohammad Mursi zu Haftstrafen von jeweils zweieinhalb bis drei Jahren.

Ein Teil der Angeklagten muss gegen Zahlung einer Kaution bis zu einem Berufungsverfahren nicht ins Gefängnis, wie aus der Justiz mitgeteilt wurde.

Zu den Anklagepunkten gehörten unter anderem illegaler Waffenbesitz und Beteiligung an Krawallen, hiess es. Zuvor war von einer Haftstrafe für 63 Muslimbrüder die Rede. Weiterlesen

Mursi-Anhänger massenhaft zu Haftstrafen verurteilt/Journalistenorganisation kritisiert

Mursi-Anhänger demonstrieren am Uni-Campus in Kairo. Mursi-Anhänger demonstrieren am Uni-Campus in Kairo.  

31. Dez. 2013Kairo(orf/IRIB)

In Ägypten sind gestern (Montag) 139 Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu jeweils zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Gegen die Urteile sei eine Berufung möglich, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MENA. Die Verurteilten, die sich bisher in U-Haft befanden, können demnach gegen eine Kautionszahlung von jeweils umgerechnet 550 Euro vorläufig auf freien Fuß gesetzt werden.

Der demokratisch gewählte Präsident Mursi war am 3. Juli vom Militär abgesetzt worden. Seine Anhänger veranstalteten eine lange Serie von Protestkundgebungen. Daraus entwickelten sich wiederholt gewalttätige Auseinandersetzungen.

Medienvertreter werfen unterdessen   der ägyptischen Regierung  vor, sie in ihrer journalistischen Arbeit zu behindern, indem ihre    „seriöse  Tätigkeit“  mit Terrorismus gleichgesetzt wird.

Mit diesen Worten kritisiert das „Komitee zum Schutz von Journalisten“ die Verhaftung von vier Journalisten des katarischen Senders Al-Dschasira. Die Behörden hatten die Festnahme damit begründet, die Reporter würden mit ihrer Berichterstattung die Sicherheit in dem Land gefährden und hätten Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Das Komitee teilte mit, durch diesen Schritt werde kritische Berichterstattung zensiert. Die Organisation forderte die sofortige Freilassung der Journalisten.

Zehnjähriger stirbt bei Protesten in Kairo

Anhänger der Muslimbrüder fliehen vor Tränengas. 23. Nov. 2013 – Anhänger der Muslimbrüder fliehen vor Tränengas – Kairo (AP/dpa)

Bei Krawallen in Ägypten sind am Freitag zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein zehnjähriger Junge.

In Kairo und anderen Städten gingen gestern tausende Anhänger der Muslimbruderschaft genau 100 Tage nach der gewaltsamen Räumung ihres Protestcamps durch die Übergangsregierung auf die Straßen. Wie die Rettungsdienste mitteilten, starb ein zehnjährige Junge in Suez, nachdem er bei Zusammenstößen zwischen Mursi-Anhängern und -Gegnern am Kopf von einer Schrotladung getroffen worden war. Das zweite Opfer war demnach ein 21-Jähriger, der im Osten Kairos erschossen wurde. Mindestens 14 weitere Menschen wurden verletzt.

In Kairo versuchten die Protestierenden auf einen Platz im Osten der Hauptstadt zu gelangen, auf dem vor der Räumung zahlreiche Mursi-Anhänger protestiert hatten. Sie wurden von Sicherheitskräften davon abgehalten, die das Gebiet abriegelten und Tränengas einsetzten. Andere Demonstranten versuchten eine Hauptverkehrsstraße zu blockieren. Auch hier schoss die Polizei mit Tränengas.

Im Kairoer Viertel Heliopolis steckten Anhänger der Muslimbruderschaft Reifen in Brand. Das Feuer griff auf eine Straßenbahn über, wie die Agentur Mena berichtete. Auch an anderen Orten wurden nach Angaben des Innenministeriums Brände gelegt und Steine geworfen. Verantwortlich sollen demnach Studenten sein, die Mursi unterstützen.

Der ägyptische Präsident Mohammad Mursi war im Juli vom Militär gestürzt worden. Die Übergangsregierung geht seitdem massiv gegen die Muslimbruderschaft vor.

Ägyptische Sicheheitskräfte töten Studenten der Al-Azhar-Universität

21. Nov. 2013 – Kairo (IRIB)

Bei Zusammenstössen mit der Polizei ist am Mittwochabend ein Student getötet worden.

Zuvor hatten Studenten versucht, die Hauptstraße zur Universität zu blockieren. Anlass war die Festnahme von zwei Dutzend Kommilitonen durch Sicherheitskräfte. Dabei kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf die Polizei Tränengas einsetzte. Der getötete Student wude allerdings von Schrotkugeln getroffen, wie die Zeitung «Egypt Independent» in ihrer Online-Ausgabe berichtete.

Der Studentenprotest am gestrigen Abend richtete sich gegen Armeechef al-Sisi. Die Teilnehmer verlangten die Wiedereinsetzung von Präsident Mursi, der am 3. Juli vom Militär entmachtet worden war.

Demonstrationen in Ägypten gegen Militärregierung

Archivbild – 12 Nov. 2013 – Kairo (Press TV)

Tausende Bürger haben in Ägypten ein Ende der Militärregierung und die Rückkehr des abgesetzten Präsidenten Mursi gefordert.

Die Demonstrationen fanden am Dienstag in verschiedenen Städten u.a. in Shubra, Matreh und Almenia statt.

Die Demonstranten haben die Rückkehr von Mursi an die Macht unterstrichen. Sie riefen Parolen gegen Verteidigungsminister Abdul Fattah al-Sisi aus.
Er ist zugleich auch Überbefehlshaber der Streitkräfte in Ägypten. Am 3. Juli hat er mit einem Militärputsch den Präsidenten Mursi abgesetzt, die Verfassung aufgehoben und das Parlament aufgelöst.

Die Demonstranten verurteilten die Übergangsregierung wegen brutale Unterdrückung der Muslimbrüder und Verhaftung ihrer Anführer und Mitglieder.

Ägyptischer Innenminister überlebt Autobomben-Anschlag in Kairo

Autobombe explodierte, als Konvoi mit Mohammed Ibrahim vorbeifuhr

5. September 2013derStandart.atFoto: Amel Pain (dpa)

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist am Donnerstag ein Anschlag auf den Fahrzeugkonvoi von Innenminister Mohammed Ibrahim verübt worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen explodierte eine Autobombe in der Nähe seines Hauses im Stadtteil Nasr-City, als der Konvoi des Ministers von dort aus in Richtung Innenministerium fuhr.

Medienberichten zufolge überlebte der Minister den Anschlag. Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass mindestens vier Menschen bei der Explosion verletzt wurden.

In Ägypten tobt derzeit ein blutiger Machtkampf zwischen dem islamischen Lager und dem Militär, das Anfang Juli den aus der Muslimbruderschaft stammenden Präsidenten Mohammed Morsi abgesetzt hatte. Seither kamen bei Gewalttaten hunderte Menschen ums Leben. (APA, 5.9.2013)

US-Destabilisator Robert S. Ford zum Botschafter in Kairo ernannt

8. August 2013http://www.politaia.org/

robert ford US Destabilisator Robert S. Ford zum Botschafter in Kairo ernannt

Robert Stephen Ford

Robert S. Ford, derzeitiger Botschafter der Vereinigten Staaten in Syrien (obwohl in der Türkei stationiert), wurde gerade von Barack Obama zum neuen Botschafter der USA in Ägypten ernannt. Er tritt damit die Nachfolge von Ann Peterson an, die Unterstaatssekretärin  für den Nahen Osten werden soll.

Botschafter Ford ist kein gewöhnlicher Diplomat. Er war im Januar 2004 der US-Vertreter in der shiitischen Stadt Najaf im Irak, das die Hochburg der Mahdi-Armee war. Ein paar Monate später wurde er zum zweiten Mann in der Botschaft von Bagdad unter Negroponte. Danach unter dessen Nachfolger Zalmay Khalilzad, bevor er 2006 zum Botschafter in Algerien ernannt wurde. In Bagdad war Fords Aufgabe, die heimliche Unterstützung für die Todesschwadronen und Paramilitärs zu koordinieren, um sektiererische Gewalt und die Schwächung der Widerstandsbewegung zu bewirken.

Ford legte den Grundstein für den Aufstand vom März 2011 in Syrien, der in der südlichen Grenzstadt Daraa begann.

Der ehemalige Assistent von Botschafter John Negroponte in Bagdad, Robert S. Ford, hat die ersten Anti-Assad-Demos in Syrien im Jahr 2011 organisiert. Er versuchte, oft auch erfolgreich, andere westliche Botschafter zu mobilisieren, damit sie die “Revolutionären” unterstützten. Als es sich wegen dem doppelten Veto von China und Russland als unmöglich herausstellte, Syrien durch die NATO bombardieren zu lassen, implementierte Robert S. Ford mit General David Petraeus die “Salvador-Option für Syrien”: Hunderttausende Kämpfer aus der ganzen Welt versuchten, das Regime zu stürzen.

Nach dem Modell von den geheimen US-Operationen in Mittelamerika, startete das Pentagon die „Salvador Option fur Irak“ 2004 unter Führung von US-Botschafter im Irak John Negroponte (2004-2005) zusammen mit Robert Stephen Ford, der 2011 zum Botschafter in Syrien ernannt wurde, zwei Monate vor dem Beginn des bewaffneten Aufstandes gegen die Regierung von Bashar al-Assad.

Die Salvador Option“ ist ein „terroristisches Modell“ für Massentötungen durch US-geförderte Todesschwadronen. Es wurde zuerst in Salvador eingesetzt, auf dem Höhepunkt des Widerstandes gegen die Militärdiktatur, was zu etwa 75 000 Toten führte.

John Negroponte hatte von 1981 bis 1985 als Botschafter in Honduras gedient. Als Botschafter in Tegucigalpa spielte er eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung und Kontrolle der Contra-Söldner in Nicaragua, die ihre Basis in Honduras hatte. Die Contra-Attacken über die Grenze nach Nicaragua forderten 50 000 Tote. 2004 wurde John Negroponte zum Botschafter in Irak ernannt mit einer ganz besonderen Aufgabe: Die Destabilisierung und Zersetzung des Irak.

Die Ernennung von Ford als Botschafter in Kairo, wenn der Senat sie bestätigte, bedeutet wahrscheinlich das Ende des Krieges gegen Syrien und den Beginn des Bürgerkrieges in Ägypten. Auf diese Weise werden die drei großen arabischen staatlichen Armeen (Irak, Syrien, Ägypten) zerstört und der Nahe Osten und Nordafrika der israelischer Militärvorherrschaft überlassen.

Eine Delegation der Muslimbruderschaft soll innerhalb der nächsten Tage  im Weißen Haus in Anwesenheit von türkischen Diplomaten empfangen werden.

Ägypten ist besonders empfindlich gegenüber einer Destabilisierung-Operation, da es aufgrund seiner instabilien wirtschaftlichen und politischen Lage und der Schwäche seines Heeres (500.000 Mann für 85 Millionen Einwohner, gegenüber 1.500.000 Mann für seine Polizei) leichte Beute der Internationalen Finanzmafia werden kann.

http://www.voltairenet.org/article179761.html

http://www.globalresearch.ca/the-salvador-option-for-syria-us-nato-sponsored-death-squads-integrate-opposition-forces/31096

Ägypten: USA stützen die Putschisten. Was hat das zu bedeuten?

0401ZypernPiratAktuelle Überlegungen zur Geopolitik. Von Jürgen Elsässer (Elsässers Blog), Chefredakteur COMPACT-Magazin

Nach einigem Lavieren haben sich die USA hinter die Putschisten gestellt. Alle, die die Entmachtung Mursis begrüßt haben, stellt das vor wichtige Fragen.

Das folgende sind Hypothesen. Die Situation ist von Ferne schwer zu beurteilen. Jedenfalls ist die Jubel-Euphorie, “das Volk” habe sich in Ägypten “gegen die Islamisten” durchgesetzt, ab jetzt nur noch schwer zu halten. Es sei denn, man nähme an, die USA seien “vom ägyptischen Volk” zu einer Kursänderung gezwungen worden und würden jetzt über “friendly fire”, also von innen heraus, den Umschwung zu steuern versuchen, der “eigentlich” nicht in ihrem Interesse lag. Ist möglich, aber unwahrscheinlich.

Meine Hypothese nimmt zwei andere Umschwünge im Nahen Osten mit in den Blick:

* In Syrien sind die USA mit der Studie von Dempsey, ihrem Generalstabschef, von ihrem Interventionskurs abgerückt. Ist zu teuer und bringt nix, sagte er ungefähr. Der britische Pudel, der im Juni die EU noch zur Aufhebung des Waffenembargos zwang, hat gleich nachgezogen und verkündet, er werde nun doch keine Waffen an die “Rebellen” liefern.

* In der Türkei ist Erdogan geschwächt, wobei die Volksbewegung zwar nicht in Gänze, aber durchaus in Teilen (“bunte Opposition”) von westlichen Einflussagenten durchsetzt war. (Die wollen seine Ersetzung durch den aktuellen Staatspräsidenten Gül).

Alle drei Entwicklungen – Ägypten, Türkei, Syrien – bedeuten, dass die USA plus GB Angst bekommen haben vor einer “Achse der Muslimbruderschaft”. Hätte die FSA in Syrien gesiegt und wäre Mursi an der Macht geblieben, hätte sich ein neuer Muslimbruderschaft-Block Ankara-Damaskus-Kairo gebildet. Der wäre von den USA nicht leicht zu steuern gewesen, deswegen musste das verhindert werden.

Der Bruch des Bündnisses zwischen USA/GB und Muslimbruderschaft gibt immerhin den antiimperialistischen Kräften in der Region Bewegungsfreiheit: In Syrien steht die FSA ohne den Rückhalt aus Washington und London auf verlorenem Posten, überall siegen die Truppen Assads. In Ägypten und der Türkei sind auf Seiten der Opposition gegen die Muslimbrüder auch antiimperialistische Kräfte, die die Situation nutzen können (Nasseristen in Ägypten, Kemalisten in der Türkei).

Nun wird man beobachten müssen, wie sich die neue ägyptische Führung zu Syrien verhält. Mursi war zwar großmäulig für die FSA, aber hat kaum militärisch was geliefert. Unter den Putschisten kann das besser werden – oder schlechter.

Insgesamt eine volatile Situation. Ich warne vor Schnellschüssen.

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