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Bekommen wir bald Essen aus dem Drucker?

frischkäsedrucken

 Tee. Earl Grey. Heiß. Wenn „Star Trek“-Kapitän Jean-Luc Picard alias US-Schauspieler Patrick Stewart eine Leidenschaft hat, dann das: schwarzen Tee. Und der kommt aus dem Replikator – einer Maschine, die Getränke und Essen aus dem Nichts generiert. Was nach ferner Zukunft klingt, könnte schon bald Realität sein.

Die erste Pizza aus dem 3-D-Drucker wurde jetzt serviert. Der Printer soll mal Langzeit-Weltraumfahrer mit Speisen versorgen – und das Hungerproblem auf der Welt lösen.

Dafür fördert die NASA ein Projekt der US-Firma Systems & Materials Research Corporation (SMRC) mit 125000 Dollar. Der Auftrag: Entwickle einen 3D-Drucker, um Nahrungsmittel

 

aller Art zu produzieren.pizzadrucker

Den ersten Prototyp hat die Firma jetzt bei einer Konferenz in Austin (US-Bundesstaat Texas) vorgestellt – und Pizza „gebacken“. Das hat einen einfachen Grund: Das Gericht kann in Schichten gedruckt werden. Erst der Teig.

 

Während der auf einer Heizplatte gebacken wird, legen sich zunächst Schicht für Schicht rote Tomatensoße und dann Faden für Faden Käse darauf. Der Schritt vom echten über den analogen zum digitalen Käse ist geschafft. Der vorgestellte Prototyp basiert auf einem 3-D-Drucker vonRepRap. Er arbeitet allerdings noch mit Ketchup und Frischkäse statt klassischen Pizza-Zutaten.

Aber das Kochbuch für den Mars muss reichhaltiger sein. Zutaten wie Algen, Wasserlinsen, Gras, Insekten und Blätter der Zuckerrübe könnten als Basis für eine proteinreiche Nahrung dienen. Ideal für die Raumfahrt, sagt Anjan Contractor, Chefingenieur von SMRC:

„Lange Raumfahrten erfordern eine Haltbarkeit von 15 Jahren und mehr. Die Art, wie wir daran arbeiten, ist, dass alle Kohlenhydrate, ProteineMakro– und Mikronährstoffe zu Pulverform verarbeitet werden. Wir entziehen ihnen die Feuchtigkeit, und in dieser Form wird das Pulver vielleicht 30 Jahre haltbar sein.“

Aber es geht nicht nur um die Bordküche von Raumschiffen. SMRC denkt auch an die Zukunft der Welt. Anjan Contractor: „Ich und viele Ökonomen glauben nicht, dass das derzeitige System zur Nahrungserzeugung in der Zukunft 12 Milliarden Menschen ausreichend ernähren kann. Wir werden unser Verständnis von dem, was wir als Nahrung ansehen, ändern müssen.“

Insekten- oder Algen-Pizza mag derzeit nicht besonders reizvoll klingen. Aber es wird eine Zeit kommen, in der es zu teuer und zu klimaschädlich ist, die Weltmit Milch- und Fleischprodukten oder auch Fisch zu ernähren.

gefunden bei: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/