Tag-Archiv | Polizisten

Spiegel Online : Chemiewaffen-Einsatz der IS im Irak

Alte Chemiewaffenanlage nordwestlich von Bagdad: Elf Polizisten mit Chlorgas attackiertAlte Chemiewaffenanlage nordwestlich von Bagdad: Elf Polizisten mit Chlorgas attackiert

Bagdad 25. Oktober 2014 (Spiegel online/IRIB)

Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) soll in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad Chemiewaffen eingesetzt haben.

Wie das Nachrichtenmagazin am Samstag berichtete, soll die IS-Terrorgruppe dort gegen Polizisten Chlorgas eingesetzt haben. Das Magazin berichtet unter Berufung auf Ärzte, elf Polizisten wurden im September in ein Krankenhaus 50 Kilometer von Bagdad gebracht. Sie hätten nach eigenen Angaben nach einem Angriff von IS-Terroristen über Übelkeit, Erbrechen und Atembeschwerden geklagt. Die Diagnose in der Klinik habe auf Vergiftung durch Chlorgas gelautet. Der angebliche Einsatz von Chemiewaffen durch die IS-Terrororgruppe alarmierte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Der SPD-Politiker regte nach Angaben aus Regierungskreisen in einem Telefonat mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon an, der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen solle sich mit der Problemaktik befassen. Ban habe zugesagt, das Thema „aufzunehmen“, hieß es in der Nacht zum Freitag in Berlin.

US-Luftangriff auf Polizeirevier tötet 3 afghanische Polizisten

Drei afghanische Polizisten beim US-Luftangriff getötet

Kabul 16. August 2014 (IRNA/IRIB)

In der afghanischen Provinz Parwan sind bei einem US-Luftangriff drei afghanische Polizisten ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt.

Laut örtlichen Behörden hat ein Hubschrauber der US-Armee ein Polizeirevier in dieser Provinz angegriffen. Der Angriff sollte irrtümlich sein, heißt es. Der Hubschrauber sollte einen medizinischen Konvoi unterstützen. US-Militärs haben bislang nicht darauf reagiert. Sondereinheiten der US-Armee haben auch im letzten Jahr in derselben Provinz bei einem ähnlichen irrtümlich genannten Luftangriff in der Region Siagard ein Wohnhaus angegriffen, wobei zehn Zivilisten getötet wurden. Die afghanische Regierung kritisiert derartige Luftangriffe der USA.

Frankreich: Proteste gegen Regierung weiten sich aus

Die Protestwelle in Frankreich hält an. Nach den LKW-Fahrern, Lehrern und Polizisten, demonstrierten nun die Landwirte gegen die Steuerpolitik der Regierung. Sie blockierten die Straßen und verursachten Verkehrsstaus. (Bild: Flickr/luc legay)Die Protestwelle in Frankreich hält an. Nach den LKW-Fahrern, Lehrern und Polizisten, demonstrierten nun die Landwirte gegen die Steuerpolitik der Regierung. Sie blockierten die Straßen und verursachten Verkehrsstaus. (Bild: Flickr/luc legay)

Frankreich – Protestwelle

Die Proteste gegen die Regierung von Präsident Hollande reißen nicht ab. Neben Lehrern, Polizisten und LKW-Fahrern, demonstrieren nun auch die Landwirte. Aktueller Anlass ist die geplante Einführung neuer Steuern. Bei Straßenblockaden rund um Paris ist ein Feuerwehrmann bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

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Mächtige Explosion erschüttert Norden von Kosovo

kosowo Foto: RIA Novosti

Eine mächtige Explosion hat in der Nacht zum Montag Kosovska Mitrovica erschüttert.

Der Sprengsatz lag im ersten Stock eines Wohnhauses am Fenster der Wohnung eines Steuerbeamten. Der Serbe und seine Frau befanden sich zur Zeit der Explosion in der Wohnung, aber keiner von den beiden wurde verletzt. Das Tatmotiv ist bisher nicht bekannt.

Die Bombe beschädigte stark mehrere Gebäude und mindestens einen in der Nähe geparkten Wagen. Am Vorfallort trafen Polizisten, EULEX-Mitarbeiter und KFOR-Truppen ein.

Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2013_10_14/Machtige-Explosion-erschuttert-Norden-von-Kosovo-9171/

Krise greift über: Schwere Ausschreitungen in Bahrain

  |  Veröffentlicht: 17.08.13, 01:27  |  Aktualisiert: 17.08.13, 01:28  | 2 Kommentare

In Bahrain ist es zu Zusammenstößen zwischen Gegnern des Königshauses und Sicherheitskräften gekommen. Bei den Demonstranten handelt es sich um Mitglieder der schiitischen Mehrheit des Landes. Sie fühlen sich von der sunnitischen Führung des Landes diskriminiert.

In der Nacht zum Freitag ist es in Bahrain zu schweren Ausschreitungen zwischen Anhängern der schiitischen Mehrheit des Landes und den Sicherheitskräften des sunnitischen Königshauses gekommen. Die Demonstranten griffen die Polizei mit Steinen und Brandsätzen an. Die wiederum setzte Schrotkugeln und Tränengas ein.

Bisher wurden im Zuge der Proteste 20 Personen verhaftet, berichtet Khaleej Times.

Auslöser der Zusammenstöße soll ein gewaltsames Durchgreifen von Polizisten gegen mehrheitlich 100 schiitische Inhaftierte in einem Gefängnis gewesen sein. Sie protestierten gegen die schlechten Bedingungen im Gefängnis.

„Sie haben versucht, die Türen einzuschlagen und zu entkommen“, zitiert die libanesische Zeitung Al Akhbar das Innenministerium von Bahrain aus einem Twitter-Auszug.

Sayed al-Muhafada vom Bahrain Zentrum für Menschenrechte sagt, dass 40 Gefängnisinsassen verletzt wurden. „Einige der Inhaftierten verteidigten sich gegen die Sicherheitskräfte. Doch das führte zu noch mehr Gewaltanwendung“, zitiertPress TV al-Muhafada.

Im Verlauf des Arabischen Frühlings kam es erstmals im Jahr 2011 zu Aufständen gegen die politische Führung im Königreich Bahrain. Insgesamt 65 Prozent der Bevölkerung sind Schiiten. Die schiitische Bevölkerungsmehrheit in Bahrain fühlt sich von der sunnitischen Führungsschicht diskriminiert.

Die größte Oppositionsbewegung des Landes, Al-Wefak , fordert die Freilassung von 450 inhaftierten Aktivisten und religiösen Anführern, berichtet die AG Friedensforschung.

Ägypten: Sicherheitskräfte begehen Massaker bei Erstürmung der Protestcamps

Viele Tote bei Räumung von Protestcamps in Kairo

Muslimbrüder rufen zu Protest gegen „Massaker“ auf

AFP

Bei der gewaltsamen Räumung der Protestcamps von Anhängern des gestürzten ägyptischen Staatschefs Mohammed Mursi in Kairo hat es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein und zerstörten mit Bulldozern Barrikaden der DemonstrantenAFP – Bei der gewaltsamen Räumung der Protestcamps von Anhängern des gestürzten ägyptischen Staatschefs Mohammed Mursi in Kairo hat es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas …Mehr

Bei der gewaltsamen Räumung der Protestcamps von Anhängern des gestürzten ägyptischen Staatschefs Mohammed Mursi in Kairo hat es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Sicherheitskräfte begannen am Morgen mit der Räumung, setzten Tränengas ein und zerstörten mit Bulldozern Barrikaden der Demonstranten. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von mindestens 43 Toten. Die Muslimbrüder sprachen zuletzt von 250 getöteten Demonstranten, was zunächst nicht überprüfbar war. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) alle Seiten zum Gewaltverzicht auf.

Entgegen der Ankündigung der Übergangsregierung, die Plätze Rabaa-al-Adawija und Al-Nahda „schrittweise“ zu räumen, rückten die Einsatzkräfte im Morgengrauen auf die Plätze vor, wo tausende Demonstranten seit Wochen gemeinsam mit Frauen und Kindern für Mursis Wiedereinsetzung ins Amt protestierten. Über den Plätzen flogen Hubschrauber, in der Luft hingen Schwaden von Tränengas.

Ein AFP-Reporter zählte allein auf dem Platz nahe der Rabaa-al-Adawija-Moschee 43 Leichen. Viele der Toten wiesen Schusswunden auf, Frauen und Kinder waren nicht unter den Opfern. Das Innenministerium vermeldete etwa zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes, der Al-Nahda-Platz stehe „vollständig unter der Kontrolle“ der Sicherheitskräfte. Polizisten hätten die meisten Zelte auf dem Platz abgerissen. Zuvor waren Frauen und Kinder in Begleitung von Polizisten von dem Platz geführt worden.

Das Innenministerium erklärte zudem, dass zwei Sicherheitskräfte getötet worden seien, nachdem Demonstranten das Feuer auf die Beamten eröffnet hätten. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte AFP zudem, dass mit Hilfe von Anwohnern dutzende Demonstranten festgenommen worden seien.

Ein Vertreter der Muslimbrüder sprach im Internetdienst Twitter von mehr als „250 bestätigten Toten“ und mehr als 5000 verletzten Demonstranten. Der Einsatz sei kein Versuch, die Proteste aufzulösen, sondern ein „blutiger Versuch“, jede oppositionelle Stimme zur Absetzung Mursis zu vernichten, twitterte Gehad al-Haddad von den Muslimbrüdern. Die Bewegung rief die Ägypter auf, auf die Straße zu gehen, um gegen das „Massaker“ zu protestieren.

Der Rabaa-al-Adawija-Platz glich am Vormittag einem Schlachtfeld. Der Boden eines unter einem Zelt errichteten Notlazaretts war blutüberströmt, Ärzte behandelten zahlreiche Verletzte. Einen Mann, der einen Kopfschuss erlitten hatte, aber noch atmete, ließen sie liegen, um sich um Verwundete zu kümmern, die noch gerettet werden konnten.

Die nationale Bahnbehörde erklärte, in und um Kairo alle Züge gestoppt zu haben, um weitere Proteste im Großraum der Hauptstadt zu vermeiden. „Bis auf Weiteres“ seien alle Verbindungen von und nach Kairo unterbrochen, hieß es.

„Jedes weitere Blutvergießen in Ägypten muss verhindert werden“, sagte Westerwelle vor Journalisten in Berlin. Die Übergangsregierung müsse „friedliche Proteste zulassen“. Ebenso erwarte Deutschland von den anderen politischen Kräften, „dass sie sich klar von Gewalt distanzieren, dass sie nicht zu Gewalt aufrufen und auch nicht gewalttätig handeln“. Westerwelle zeigte sich „extrem besorgt“ angesichts der Lage in Ägypten und rief deutsche Staatsbürger „mit großem Nachdruck“ auf, den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes „dringend Folge zu leisten“.

Mursis Anhänger protestieren seit Wochen für dessen Wiedereinsetzung ins Amt. Mursi war am 3. Juli vom Militär entmachtet worden. Er sitzt an einem geheimen Ort in Untersuchungshaft. In den Wochen nach seinem Sturz wurden in Ägypten mehr als 250 Menschen getötet. Die Übergangsregierung hatte Mursis Anhänger mehrfach aufgefordert, ihre Protestcamps zu räumen.

Aufstand gegen Amerika: Italiener stürmen Militärbasis in Sizilien

 |  Veröffentlicht: 11.08.13, 04:27  |  Aktualisiert: 11.08.13, 04:28  |  8 Kommentare

Über 1.000 Menschen nahmen an den Protesten gegen die Präsenz der Amerikaner in Sizilien teil. Die Polizisten mussten mit Tränengas eingreifen. Mehrere 100 Demonstranten stürmten eine US-Militär-Basis in Sizilien. Auf dem Gelände wird die Radaranlage für amerikanisches Satellitensystem betrieben.

Seit Jahren gibt es regelmäßig Demonstrationen der italienischen Bürger gegen die Präsenz der USA in ihrem Land. Hauptsächlich geht es dabei um diverse NATO- oder Militärstützpunkte. Am Freitag gab es nun auf Sizilien große Proteste. Im Süden der Insel, in Niscemi, befinden sich auf einem Militär-Stützpunkt der USA Radar- und Sendeanlagen des neuen Satellitenkommunikations-Systems Mobile User Objective System (MUOS). Die Radaranlage ist noch nicht ganz vollständig, erst zwei von sechs Satelliten beispielsweise sind fertiggestellt und im Orbit.

Etwa 1.000 Menschen waren deshalb am Freitag zu der Militärbasis marschiert. Die Protestler No MUOS kritisieren, dass das Satellitenkommunikations-System MUOS den Weltfrieden, die Umwelt und die Gesundheit der einheimischen Bevölkerung bedrohe, berichtet die italienische Zeitung Gazetta des Sud. Sie fordern den sofortigen Stopp der Arbeiten an der Militärbasis. Im Laufe des Freitags stürmten dann etwa 100 Menschen die Militärbasis – sie rissen den Zaun nieder und drangen in das Gelände ein. Neun Demonstranten kletterten zudem auf die Antennen innerhalb der Militärbasis. Zuvor hatten die Polizisten versucht, die Demonstranten auch mit Tränengas von der Anlage fern zu halten, so die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Auch im März und April war es zu mehreren Demonstrationen der Bewegung No MUOS gekommen, wie auf der Webseite der Organisation zu sehen ist. Italiens Verteidigungsminister sagt jedoch, das System sei „essentiell für NATO-Operationen im Mittelmeerraum und somit auch für die nationale Sicherheit.“

Die Satellitenschüsseln haben einen Durchmesser von etwa 20 Metern. 2001 gab es ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Italien, dass noch der damalige Premier Berlusconi unterzeichnete. 2006, unter Prodi, wurde es dann ratifiziert. Seitdem laufen die Bauarbeiten auf der Insel.