Tag-Archiv | Putsch

Venezuela: neuer Putschversuch in Abwesenheit von Präsident Maduro gestartet

Opposition ruft zu neuen Protesten auf

Oppositionsführer kündigen neue Demonstrationen an. US-Denkfabrik spricht von „Putschgefahr“. Präsident Maduro zu Besuch in Russland

Ausschreitungen im Bundesstaat Táchira vergangene Woche

Ausschreitungen im Bundesstaat Táchira vergangene Woche – Quelle: aporrea.org

Caracas 17.01.2015 – amerika21/

Mehrere Anführer der venezolanischen Opposition haben neue Proteste gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro angekündigt. Der ehemalige Präsidentschaftkandidat und Gouverneur des Bundesstaates Miranda, Henrique Capriles Radonski, rief dazu auf, gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung auf die Straße zu gehen. Explizit ermahnte er seine Anhänger, keine Barrikaden zu errichten und auf Gewaltanwendung zu verzichten. Auch der Anführer der rechten Partei Voluntad Popular, Leopoldo López, kündigte Proteste an. López ist seit knapp einem Jahr wegen Aufrufen zu gewaltsamen Ausschreitungen unter dem Motto „Der Ausweg“ (La Salida) inhaftiert, die Anfang 2014 über 40 Todesopfer forderten. In einer Stellungnahme schreibt er nun gemeinsam mit den Oppositionspolitikern María Corina Machado und Antonio Ledezma: „2014 war der Ausweg dringend, 2015 ist er unaufschiebbar.“

Weiterlesen

Saudi Arabien & Anrainer kaufen ägyptische Militär-Putsch-Junta

Ägypten: Gericht verhängt erneut 188 Todesurteile

Ägypten: Gericht verhängt  erneut 188 Todesurteile

Kairo 3. Dezember 2014 (Orf/IRIB)

Ein Gericht in Kairo verurteilte am Dienstag in einem Schnellverfahren 188 Muslimbrüder zum Tode.

Das Gericht begründete den Urteilsspruch gestern mit der Verantwortung der Angeklagten für den Tod von mindestens 13 Polizisten bei blutigen Auseinandersetzungen im August 2013. Die Angeklagten sollen an einem Anschlag auf eine Polizeistation in Kerdassa bei Kairo beteiligt gewesen sein. An dem fraglichen Tag, dem 14. August 2013, gingen die ägyptischen Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen Anhänger des zuvor gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi vor. 700  Mursi-Anhänger kamen bei den Angriffen der Sicherheitskräfte ums Leben. Seit der Absetzung  Präsident Mursis im Juli 2013 sind mindestens 1.400 Menschen beim gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Proteste getötet worden.

In Ägypten wurden in diesem Jahr schon Hunderte zum Tode vorurteilt, oftmals bei Massenprozessen mit wenigen Minuten Dauer. Die Vereinten Nationen (UNO) brandmarkten das als „beispielloses“ Vorgehen in der jüngeren Geschichte.

Human Rights Watch: Todesurteile in Ägypten sind ungerecht

Weiterlesen

Honduras: Bauernaktivistin nach behördlich ignorierten Morddrohungen ermordet

In Villanueva nahe der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten von Honduras wurde ein Attentat auf eine der bekanntesten Vertreterinnen der honduranischen Widerstandsbewegung verübt. Margarita Murillo arbeitete auf einem Stück Land ihrer Bauerngemeinschaft, als eine Gruppe schwerbewaffneter und vermummter Männer sie am Morgen des 27. August erschoss. Die Interamerikanische Kommission hatte zuvor vergeblich von der Regierung von Honduras Maßnahmen zum Schutz von Murillo gefordert, da diese seit dem Putsch vom 28. Juni 2009 immer wieder das Ziel von Bedrohungen geworden war.

Weiterlesen

irakischer Premier Maliki verzichtet auf Amt – US-Luftangriff tötet 11 Zivilisten

Irak: Designierter Regierungschef ruft Iraker zur Einheit auf

Irak: Designierter Regierungschef ruft Iraker zur Einheit auf

Bagdad 15. August 2014 (IRNA/IRIB)

Der designierte irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi hat die Iraker zur Einheit aufgerufen.

Reuters vom Freitag zufolge teilte al-Abadi auf seiner Facebook-Seite mit, der Irak habe keine leichte Aufgabe vor sich. Er rief alle Iraker zur Zusammenarbeit gegenseitigen Solidarität auf, um einen möglichen  Bürger- und Stammeskriegs vorzubeugen.

Zuvor gab der amtierende irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki  seinen Anspruch auf eine weitere Amtszeit auf. Der Politiker trete zugunsten des designierten Nachfolgers Haidar al-Abadi zurück, wie das Staatsfernsehen meldete. Der Machtkampf in Bagdad gilt als ein Grund für das Erstarken der Terrormiliz Islamischer Staat.

Al-Dawa-Partei von Al Maliki stellt sich hinter den neuen Ministerpräsidenten Iraks

Weiterlesen

Putsch: Ausnahmezustand in Bagdad ausgerufen- Präsidentenpalast eingekreist

Ausnahmezustand in Bagdad

Bagdad 11. August 2014 (IRIB/IRNA)

Mit dem Ablauf der Frist zur Bestimmung eines Ministerpräsidenten ist am späten Sonntagabend in der irakischen Hauptstadt Bagdad Ausnahmezustand ausgerufen worden. Weiterlesen

Bilanz des Schreckens – fünf Jahre nach Putsch in Honduras

Tegucigalpa 03. Juli 2014 – amerika21.de

Vertreter der Opposition zeichnen ein verheerendes Bild der Situation im Land. 70 Prozent der Honduraner leben in Armut. Über 300 politische Morde Weiterlesen

thailändische Armee verhängt Kriegsrecht

In Bangkok patrouillieren Soldaten. Die Armee sichert die Fernsehsender. (Foto: Reuters)In Bangkok patrouillieren Soldaten. Die Armee sichert die Fernsehsender. (Foto: Reuters)

Thailand hat die Armee nach monatelangen Protesten am Dienstag den Ausnahmezustand verhängt. Ein Putsch sei es aber nicht, erklärten Militär und Regierung. Die Gruppe der Rothemden, die die Regierung unterstützt, begrüßen das Kriegsrecht.

  |

Thailand: erst Putsch dann politische Verfolgung – Shinawatra droht Haftstrafe

Yingluck Shinawatra / Bild: (c) APA/EPAYingluck Shinawatra / Bild: (c) APA/EPA

8. Mai 2014Bangkok (jW/IRIB)

Einen Tag nach der Absetzung der thailändischen Regierungschefin Yingluck Shinawatra und neun ihrer Minister durch das Verfassungsgericht ist die Exministerpräsidentin von der Antikorruptionsbehörde(NACC) wegen eines Subventionsprogramms für Reisbauern angeklagt worden.

Dabei soll der Staat wegen »Missmanagements« umgerechnet drei Milliarden Euro verloren haben. Die Behörde verwies den Fall an die zweite Parlamentskammer, den Senat. Dieser kann Yingluck für fünf Jahre aus der Politik verbannen und Strafgerichte anrufen. Bei einem Schuldspruch droht der 46jährigen eine Haftstrafe. Shinawatra sei sich der Korruption in dem Programm bewusst gewesen und habe nichts unternommen, urteilte die NACC.

juristischer Putsch: thailändisches Verfassungsgericht setzt Regierungschefin ab

Yingluck Shinawatra  Yingluck Shinawatra

7. Mai 2014 – Bangkok (orf/IRIB)

Thailands Verfassungsgericht hat am Mittwoch Regierungschefin Yingluck Shinawatra ihres Amtes enthoben.

Auch neun Kabinettsmitglieder wurden abgesetzt. Die übrig gebliebenen Kabinettsmitglieder wählten dann aus ihrer Mitte den in der Öffentlichkeit kaum bekannten Handelsminister Niwatthamrong Boonsongpaisan zum neuen interimistischen Premier des südostasiatischen Landes. Das oberste Gericht hatte Shinawatra schuldig gesprochen, einen hohen Beamten zugunsten eines Verwandten versetzt zu haben. Der Absetzung Shinawatras waren monatelange Proteste in dem tief gespaltenen Land vorangegangen. Die Regierungspartei verurteilt die Absetzung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts sei politisch motiviert, erklärte ein Sprecher. Es handele sich um eine Verschwörung, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen.

Paraguay: Putschisten vertuschen Massaker von Curuguaty

27. März 2014/Asunción amerika21.de

Die Abgeordnete der Demokratisch-Progressiven Partei (PDP), Desiré Massi, hat dem paraguayischen Parlament bisher unbekannte Fotos vom Massaker von Curuguaty vorgelegt. Die Aufnahmen, die mit Kabelbinder gefesselte verwundete und tote Kleinbauern zeigen, seien ihr von Unbekannten zugespielt worden, sagte die Parlamentarierin vergangene Woche und forderte erneut eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle vom 15.Juni 2012. Weiterlesen

Venezuela: Generäle wegen Putschversuches verhaftet

26. März 2014/Caracas – amerika21.de

Drei führende Militärs der Luftwaffe sollen Sturz der Regierung geplant haben. Außenminister des Staatenbundes Unasur in Venezuela

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am gestrigen Dienstag die Verhaftung von drei Generälen der Luftwaffe bekanntgegeben. Die Männer sollen angeblich Pläne für einen Staatsstreich verfolgt und dafür innerhalb der Streitkräfte geworben haben. Dies gab Maduro anlässlich einer Sitzung der Außenminister der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) bekannt, die in Caracas weilen, um den von der Regierung vorgeschlagenen Dialog für den Frieden angesichts fortwährender Proteste im Land zu begleiten. Weiterlesen

Al-CIA-da in der Ukraine – Altlasten werden entsorgt

Musytschko bei Festnahme getötet - Ukrainisches Innenministerium

STIMME RUSSLANDS Der zur internationalen Fahndung ausgeschriebene Radikalnationalist Alexander Musytschko, gegen den Russland ein Strafrechtsverfahren wegen Bandenkriminalität und Gründung einer kriminellen Gruppe eingeleitet hatte, wurde im Laufe eines Spezialeinsatzes der ukrainischen Sicherheitsbehörden zur Unschädlichmachung einer bewaffneten Gruppierung im Gebiet Riwne getötet, teilte der ukrainische Vizeinnenminister Wladimir Jewdokimow mit. Weiterlesen

Ukraine: Swoboda-Abgeordnete zwangen TV-Intendant zum Rücktritt

Der Senderchef wird von mehreren Männern attackiert. Foto: Screenshot YoutubeDer Senderchef wird von mehreren Männern attackiert. Foto: Screenshot Youtube

20. März 2014 – Kiew (APA/IRIB)

Drei Abgeordnete der ukrainischen Partei Swoboda („Freiheit“) haben den Chef eines staatlichen TV-Senders attackiert und zum Rücktritt gezwungen. Weiterlesen

Russland verhängt Sanktionen gegen ranghohe US-Politiker

Wladimir Putin schlägt zurück: Russland verhängt Sanktionen gegen die USA.Wladimir Putin schlägt zurück: Russland verhängt Sanktionen gegen die USA.

20. März 2014 – Moskau (dpa/Irib)

Als Reaktion auf US-Sanktionen gegen russische Politiker und Beamte hat Moskau seinerseits Einreisesperren gegen US-Vertreter angekündigt.

Dazu zählten neun Politiker, wie das Außenministerium in Moskau am Donnerstag mitteilte. Moskau habe stets gewarnt, dass Sanktionen wie ein Bumerang auf die USA zurückfallen könnten, hieß es in der Mitteilung. «Es darf keinen Zweifel geben: Wir werden angemessen auf jeden feindlichen Angriff reagieren.» Auf der Liste stehen unter anderem der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, der demokratische Fraktionschef im Senat, Harry Reid, und der republikanische Senator und Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain. Ebenfalls betroffen sind mehrere Berater von US-Präsident Barack Obama.

Luftwaffe und Marine auf der Krim laufen nach Russland über

Die Ereignisse in der Ukraine überschlagen sich, die NATO-Putschisten kommen immer mehr in die Defensive: Gestern (Sonntag) lief das Oberkommando der ukrainische Flotte auf der Krim zu der pro-russischen Regierung auf der Halbinsel über. Heute folgte ein Luftwaffenstützpunkt mit über 800 Soldaten und über 50 MiG-Kampfjets. Die Krim ist de facto bereits unabhängig von den Putschisten in Kiew. Ein russischer Einmarsch, den die NATO an die Wand malt, ist überflüssig: Die Krim hat sich selbst befreit.

Ähnlich die Entwicklung in der Ostukraine: Im Zuge von Massendemonstrationen am Wochenende wurde das von Putschisten gehaltene Gebietsregierungsgebäude in Charkow gestürmt. Die Regionalregierung hat ein Autonomiereferendum ähnlich wie auf der Krim angesetzt. Heuze dieselbe Szene in Donetsk: Sturm und Eroberung des Regierungsgebäudes, Verkündung eines Referendums zut weitgehenden Unabhängigkeit von Kiew.

Die Demonstranten sind besonders wütend, weil die Kiewer Putsch-Regierung Oligarchen als neue Gouverneure in der Ostukraine eingesetzt hat. Hatten diese “Revolutionäre” nicht immer verkündet, sie wollten mit den Kleptomanen Schluss machen, und dadurch viele Anhänger geködert? Und jetzt setzen sie die Ober-Kleptomanen als neue Gouverneure ein?

Die NATO tobt. Weil ihr die Felle davon schwimmen. Die NATO, die durch flagrante Einmischung in der Ukraine das gegenwärtige Chaos hervorgerufen hat, klagt nun über russische Einmischung. Dabei sind es die Menschen in Kiew, Charkow und Donetsk selbst, die jetzt loslegen!

(Auf COMPACT-online halten wir Sie über die Krise auf dem Laufenden. Kostenlos! Das können wir aber nur leisten, wenn Sie unsere Arbeit finanziell absichern – durch ein Abo von COMPACT-Magazin.)

Internationale Finanzmafia (IWF) übernimmt die Ukraine

Arseni-Jazenjuk dpaDer neue ukrainische Premier Arseni Jazenjuk will alle Bedingungen des IWF erfüllen. (Foto: dpa)

UKRAINE – Um Staatspleite abzuwenden

Ken Jebsen: Die Schlacht der Lügen

Die Schlacht der Lügen
Russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol / Bild: Cmapm; CC-BY 3.0

Poker um die Macht in der Ukraine, unter dem Deckmantel der Demokratie. Ex-Profiboxer Vitali Klitschko will Präsident der Ukraine werden. Warum auch nicht? Am 25. Mai soll dort offiziell gewählt werden. Wahlkampf kostet Geld. Viel Geld. Soll heißen, nur wenn sich reiche Sponsoren finden, hat ein „unabhängiger“ Kandidat eine echte Chance, ein Wahlkampfteam aufzubauen, das den „Neuen“ dann maximal als Ass verkauft, während es die Konkurrenz in üble Schlammschlachten verwickelt. Machiavelli lebt!

Wer wie, und über wen, an welchen Strippen zieht, ist ein Spiel, das derart verschachtelt und im Hintergrund abläuft, dass selbst der, der „unterstützt“ wird, gar nicht weiß, wer ihn zum Sieg führen will. Das muss er auch gar nicht wissen. Er muss nur gewinnen. Sein Sieg wird ein Sieg auf Kredit sein. Und im Anschluss kommt die Rechnung. – zum Weiterlesen

Jürgen Elsässer – Eilmeldung: 11.000 russische Marines auf der Krim gelandet?

Putin versetzt die Truppen auch in Westrussland in Alarm-Bereitschaft

Russland zeigt, dass es die Situation in der Ukraine aufmerksam verfolgt: In Westrussland hat Putin kurzfristig eine Alarmübung der dortigen Einheiten anberaumt. Das melden auch die westlichen Medien.

Auf der Krim sollen 11.000 russische Marinesoldaten gelandet sein. Das meldete das serbische Portal srbin.info um 16.35 Uhr. Der Meldung ist ein Foto einer Panzerkolonne angefügt, das allerdings aus dem Jahr 2011 stammt. Der Wahrheitsgehalt der Textmeldung lässt sich im Augenblick nicht überprüfen. In jedem Fall ist diese Truppenverstärung KEIN kriegerischer Akt, da die Russen den Marinehafen auf der Krim aufgrund eines zwischenstaatlichen Abkommens mit der Ukraine nutzen können.

Der Westen nutzt diese Vorkomnisse mit Sicherheit, um Putin eine Einmischung in die inneren Verhältnisse der Ukraine vorzuwerfen. Unterschlagen wird in der Regel, dass die selbsternannte Krawall-Regierung in Kiew selbst die Zuspitzung der Lage betreibt:

* Es wird eine Lynchjustiz gegen den flüchtigen Janukowitsch und seine Mitarbeiter geschürt.

* Ein Mitarbeiter Janukowitschts wurde bereits angeschossen.

* Das Sprachengesetz, das in Gegenden mit hohem russischsprachigem Anteil in der Bevölkerung Russisch als zweite Amtssprache erlaubt, wurde zu Wochenanfang gekippt. (Witz am Rande: Die EU drängt in allen ihren Mitgliedstaaten auf Zulassung von Minderheitensprachen – die Ukraine macht das Gegenteil…).

* Auf der Krim randalieren die Krimtararen gegen die russophile Mehrheit.

* In der Westukraine werden überall Lenin-Statuen geschleift, es kommt zu Gewalttaten.

* Hab ich “selbsternannte Krawall-Regierung” geschrieben? In Wahrheit gibt es noch nicht einmal das. Die Regierung konnte gestern, entgegen der Ankündigung, NICHT gebildet werden, weil die Schlägerbanden auf dem Majdan ultimativ verlangen, dass zum Minister nur ernannt werden dürfe, wer ihre Zustimmung hat. Im Klartext: Die politische Exekutive in Kiew ist eine Geisel der Majdan-Extremisten.

Und nie vergessen: Die Absetzung Janukowitschs war ILLEGAL! Die Verfassung von 2004, die die Umstürzler als erstes wieder in Kraft gesetzt haben, sieht eine 3/4-Mehrheit zur Absetzung des Präsidenten vor. Diese Mehrheit wurde nicht erreicht. Diese Leute brachen schon am ersten Tag IHRE EIGENE VERFASSUNG.

Russland muss auf der Hut sein. Putin darf aber auch nicht überreagieren. Ein Einmarsch wäre ein Spiel mit dem Feuer! Aber, wie der Lateiner sagt: Si vis pacem, para bellum!

Weiterlesen: Ukraine-Artikel in der neuen COMPACT-Ausgabe: “Fuck USA” von Jürgen Elsässer und “Zar Vitali und die Räuber” von Viktor Timtschenko. Hier geht’s zu COMPACT 3/2014

Elsässer im Video-Vortrag zur Ukraine (von 24.Februar 2014)

Jürgen Elsässer: Putin verhindert Blutbad – Russische Panzerfahrzeuge vor Simferopol gestoppt

Putin hat das Blutvergießen auf dem Maidan gestoppt. Aber die Putschisten gießen weiter Öl ins Feuer und wollen die Eskalation

(Video von heute Vormittag: Ukrainische Polizei stoppt russische Panzerfahrzeuge in der Nähe von Simferopol/Krim)

Sensation in der heutigen Ausgabe der Londoner Times: Der russische Präsident Putin war es höchstpersönlich, der ein Blutbad in Kiew verhinderte. Er hat in einem Telefonanruf Janukowitsch in der Nacht von Freitag und Samstag gedrängt, sich aus Kiew zurückzuziehen. Das hat der polnische Außenminister bestätigt. Weiterlesen

US-Organisationen finanzierten Sturz von Janukowitsch

US-Diplomatin Viktoria Nuland war eine aktive Unterstützerin der Anti-Janukowitsch-Proteste. (Foto: dpa)

US-Diplomatin Viktoria Nuland war eine aktive Unterstützerin der Anti-Janukowitsch-Proteste. (Foto: dpa)

Ukraine – Regierungs-Gegner ausgebildet

US-Organisationen haben über Jahre hinweg Oppositionelle in der Ukraine ausgebildet. Unter ihnen befanden sich auch Journalisten und Aktivisten, die maßgeblich am Sturz von Janukowitsch beteiligt waren.

  |

Ukrainisches Parlament entlässt Richter des Verfassungsgerichts

Ukrainisches Parlament entlässt Richter des Verfassungsgerichts

STIMME RUSSLANDS Die Oberste Rada der Ukraine hat wegen Verstoßes gegen den Eid die Richter des Verfassungsgerichtes entlassen, die seiner Zeit von der Rada ernannt worden waren. Für eine entsprechende Entschließung stimmten am Montag 307 Abgeordneten bei erforderlichen 226 Stimmen.

Das Parlament ist der Meinung, dass die Richter des Verfassungsgerichtes der Ukraine durch die Aufhebung der Verfassung in der Fassung des Jahres 2004 im September 2010 den Eid gebrochen haben sollen, wodurch Präsident Viktor Janukowitsch das Recht in seinen Besitz gebracht habe, die Regierung zu bilden.

 

Ken Jebsen: Das falsche Pferd

Das falsche Pferd
Witali Klitschko auf der Münchner Sicherheitskonferenz / Bild: Mueller, MSC

Ukraine ohne Viktor Janukowitsch. Er wurde abgesetzt. Am 25. Mai soll es Neuwahlen geben. Aktuell muss eine „Übergangsregierung“ den Laden zusammenhalten. Wetten dass in diesen Tagen eine Hand voll oligarchenfreundliche Gesetze durchgepeitscht werden?!  Der „Stabilität“ wegen.

Das Bild Ukraine wird wohl in viele kleine Puzzleteile zerschlagen werden. Wenn nur der Westen sie später wieder neu zusammensetzt, wird der Ur-Ukrainer sein Land kaum noch wiedererkennen. Wir kennen das aus der ehemaligen DDR. Auch hier gab es mit der Wende nur einen großen Gewinner. West-Konzerne. West-Konzerne, die schon zu DDR Zeiten das Land der Arbeiter und Bauern auf der Jagd nach Profiten benutzten.

Ziehen wir aktuell Bilanz was NATO Politik 2.0 angeht. Nicht nur in der Ukraine, auch in Syrien. Und formulieren wir eine Wette auf die Zukunft: Die NATO hat wirklich ein Händchen dafür, wenn es darum geht bei einem angeschobenen Regime-Change auf´s  falsche Pferd zu setzen. Aktuell hat sie alles dafür getan, um die Ukraine zu destabilisieren. Indem sie u.a eine CIA-Marionette wie Vitali Klitschko als Oppositionsführer von Kiew verkaufte. Der Mann spricht gebrochen Ukrainisch und wurde via westlicher Boot-Camp-Think-Tanks monatelang auf Führungsrolle gedrillt. – zum Weiterlesen

Juden fliehen aus Kiew – Parlament setzt Janukowitsch ab und entlässt Julia Timoschenko aus der Haft

Wo genau sich Janukowitsch derzeit aufhält ist unklar, sein Amt will er trotz Flucht aus Kiew nicht aufgeben. (Foto: Tim Brakemeier/dpa)Wo genau sich Janukowitsch derzeit aufhält ist unklar, sein Amt will er trotz Flucht aus Kiew nicht aufgeben. (Foto: Tim Brakemeier/dpa)

Neuwahlen am 25. Mai

Das Parlament hat Staatspräsident Janukowitsch abgesetzt. Dieser verweigert den Rücktritt, verliert aber weiter an Rückhalt. Die Polizei hat sich offiziell auf die Seite der Opposition geschlagen. Demonstranten nehmen den Amtssitz des Präsidenten ein.

  |

Rückkehr des AntisemitismusRabbiner fordert Juden zu Flucht aus Kiew auf

Der Rabbiner einer jüdischen Gemeinde in Kiew fürchtet, dass die rechtsgerichtete Opposition nach dem Umsturz in der Ukraine Jagd auf die Juden machen könnte. Es habe bereits zahlreiche Drohungen gegeben.

Vier Milliarden-Dollar-Hilfe Saudi-Arabiens für Ägypten

Armeestellung vor Verfassungsgericht in Kairo: Geld aus RiadArmeestellung vor Verfassungsgericht in Kairo: Geld aus Riad

31. Jan. 2014Riad/Kairo (IRIB)

Saudi-Arabien setzt seine Unterstützung für die vom Militär eingesetzte ägyptische Regierung fort und lässt diesem Land einem Medienbericht zufolge weitere Wirtschaftshilfen im Volumen von bis zu vier Milliarden Dollar zukommen.

Das werde in Form von Zentralbank-Einlagen und Öl-Produkten geschehen, berichtete die staatliche ägyptische Zeitung „Al Ahram“ am Donnerstag unter Berufung auf nicht weiter beschriebene Ministeriumskreise. Das Paket werde während eines Besuchs des ägyptischen Übergangs-Ministerpräsidenten Hassam al Beblawi in der kommenden Woche geschnürt.

Einige arabische Länder am Persischen Golf, vor allem Saudi-Arabien, haben Ägypten seit der Entmachtung von Präsident Muhammad Mursi durch das Militär Milliarden zukommen lassen. Die Regierung in Kairo will in den kommenden Tagen ein neues Konjunkturprogramm vorstellen, um das schwache Wachstum anzukurbeln und Investoren zu beruhigen.

Monsanto und Co. haben Paraguay fest im Griff

Asunción. Die Regierung in Paraguay hat die Zulassung von mehreren Sorten gentechnisch verändertem Maissaatguts gebilligt. Dabei handelt es sich um Saatgut der Konzerne Monsanto, Syngenta und BASF – den Weltmarktführern unter den Agrar- und Chemiekonzernen. Weiterlesen