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Massive Verluste: Sloweniens Banken erhöhen Bailout-Risiko

Alle wichtigen Banken in Slowenien machen Verluste. Sie versuchen, sich besser abzusichern und entgehen dabei nur knapp einem Bailout. Indes verzögert sich der Start der Bad Bank, die die faulen Kredite aus den Bilanzen tilgen soll. Die Regierung startet derweil eine Privatisierungs-Offensive, um die eigenen Kassen mit dringend notwendigen Geldern zu füllen.

Slowenien braucht viele Instrumente, um einem Bailout zu entgehen: Die Banken hoffen auf die schnelle Eröffnung der Bad Bank. Um die Staatskasse aufzubessern, will die Regierung eine umfassende Privatisierungs-Offensive starten. (Foto: Flickr/Kimberly Kohler)Slowenien braucht viele Instrumente, um einem Bailout zu entgehen: Die Banken hoffen auf die schnelle Eröffnung der Bad Bank. Um die Staatskasse aufzubessern, will die Regierung eine umfassende Privatisierungs-Offensive starten. (Foto: Flickr/Kimberly Kohler)Die Nova Kreditna Banka Maribor (NKBM) hat im ersten Halbjahr 2013 einen Nettoverlust von über 44 Millionen Euro gemacht. Damit ist der Verlust der zweitgrößten Bank um 14,5 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Verantwortlich für das schlechte Ergebnis seien die Rückstellungen von 58,6 Millionen Euro, die die Bank vornehmen muss, um sich gegen Risiken abzusichern, wie format berichtet.

Auch die drittgrößte Bank schreibt rote Zahlen. Der Verlust der Abanka Vipa ist binnen Jahresfrist um fast ein Viertel (23%) angestiegen. Bereits im vergangenen Monat lag der Bericht des größten slovenischen Kreditinstituts vor. Die NLB Bank musste im Konzern einen Verlust von 91 Millionen Euro verkünden. Für die ersten sechs Monate rechnen die Banker allerdings mit 108 Millionen Euro Verlust.

Veröffentlicht: 05.08.13, 14:55 Zum Weiterlesen: