Tag-Archiv | Renten

Banken-Rettung: Der große Zugriff auf die Sparer wird konkret

Wolfgang Schäuble und sein ehemaliger Mitarbeiter Jörg Asmussen in Vilnius: Jeder spielt sein Rolle im großen Enteignungs-Theater. (Foto: dpa)

Wolfgang Schäuble und sein ehemaliger Mitarbeiter Jörg Asmussen in Vilnius: Jeder spielt sein Rolle im großen Enteignungs-Theater. (Foto: dpa)

Die Schlinge zieht sich zu

In Vilnius konkretisieren die Finanzminister der Euro-Zone den Modus, wie die Sparer und Steuerzahler künftig Pleite-Banken retten werden. Die Beteiligung von Gläubigern und Einlegern ist fix – darüber wird im Grundsatz nicht einmal mehr debattiert. Klar ist ebenfalls, dass die Banken Beiträge zu einem Rettungs-Fonds einzahlen müssen. Diese werden sie sich von den Bank-Kunden über höhere Gebühren zurückholen. Offen ist lediglich die Frage, in welcher Form die Steuerzahler zu Kasse gebeten werden sollen.

Schulden explodieren: Polen konfisziert private Renten-Fonds

Der polnische Premier Tusk erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er die Schuldenkrise löst: Er verstaatlicht die Staats-Schulden und kann dann wieder massiv neue Schulden aufnehmen. (Foto: Consilium)Der polnische Premier Tusk erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er die Schuldenkrise löst: Er verstaatlicht die Staats-Schulden und kann dann wieder massiv neue Schulden aufnehmen. (Foto: Consilium)

Schuldenkrise – Regierung ergreift Notmaßnahme

Polen hat alle Staatsanleihen im Besitz der privaten Rentenfonds beschlagnahmt. Dadurch sinkt die Schuldenquote Polens, sodass die Regierung nun wieder mehr Schulden aufnehmen kann. Doch das private Rentensystem droht zusammenzubrechen.

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US-Blase: Kosten für die Staatsschulden stiegen deutlich

Kein schönes Bild: Die Zinsen für US-Staatsanleihen steigen. (Grafik: zerohedge)Kein schönes Bild: Die Zinsen für US-Staatsanleihen steigen. (Grafik: zerohedge)

Die Zinsen auf US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nähern sich der Drei-Prozent-Marke. Das hat gravierende Auswirkungen. Experten warnen, dass die größte Blase in der Geschichte der Welt bald platzen könnte, mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.

  | , 02:11 Uhr

Zu hohe Arbeitslosigkeit: Spanien muss Reserve-Fonds für Renten anzapfen

 |  23.07.13, 11:26  |  33 Kommentare

Der spanische Staat hat nicht genug Geld, um die Pensionsleistungen zu bezahlen. Aus diesem Grund muss der Pensionsfonds angezapft werden. Doch der Fonds hat selbst kaum noch Geld.

Die spanischen Renten werden bald massiv sinken. Denn die Einnahmen gehen zurück und die Reserven sind aufgebraucht. (Foto: Flickr/Alfonso Jiménez)

Die spanischen Renten werden bald massiv sinken. Denn die Einnahmen gehen zurück und die Reserven sind aufgebraucht. (Foto: Flickr/Alfonso Jiménez)

Spanien ist aufgrund der Rezession und der Rekord-Arbeitslosigkeit faktisch insolvent. Um die fälligen Pensionsleistungen auszahlen zu können, musste das Land sich nun Geld vom Reserve-Fonds borgen. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Monat.

Bereits am 1. Juli erleichterte die spanische Regierung hat den Reserve-Pensionsfonds um 3,5 Milliarden Euro. Am Montag entzog sie dem Fonds eine weitere Milliarde Euro, berichtet Reuters.

Die zusätzlichen Pensionsleitungen für spanische Rentner umfassen zwei Schecks im Sommer und zwei in den Weihnachtsferien.

Im vergangenen Jahr zapfte Spanien erstmals den Reserve-Fonds an, um die Pensionen bezahlen zu können. Circa 7 Milliarden Euro wurden damals entnommen.

Der spanische Sozialversicherungs-Fonds steht unter enormem Druck. Denn zum einen hat die Arbeitslosigkeit eine Rekordquote von 27 Prozent erreicht. Und zum anderen steigt die Zahl der Rentner, die Anspruch auf staatliche Renten haben.

Der Reserve-Fonds hat nun nur noch einen Umfang von 59,3 Milliarden Euro, so das Ministerium. Der Fonds hat inzwischen fast 100 Prozent seines Vermögens in spanische Staatsanleihen investiert (mehr hier).