Tag-Archiv | Rettungsschirm

Portugal verlost Luxus-Autos an ehrliche Steuerzahler

Portugals Präsiden Anibal Cavaco Silva verschenkt Luxus-Autos an Steuerzahler. Rund 60 Portugiesen werden dieses Jahr einen Wagen im Wert von 90.000 Euro gewinnen. (Foto: dpa)

Portugals Präsiden Anibal Cavaco Silva verschenkt Luxus-Autos an Steuerzahler. Rund 60 Portugiesen werden dieses Jahr einen Wagen im Wert von 90.000 Euro gewinnen. (Foto: dpa)

Die portugiesische Regierung verwandelt Rechnungen mit Steuernummer ab sofort in Lotterie-Lose. In Cafés, Restaurants oder beim Mechaniker sollen Kunden ab sofort eine Rechnung verlangen. Die Regierung verlost dann ab April jede Woche Luxus-Autos, um die ehrliche Steuerzahler zu belohnen.

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Mehrheit der EU-Bürger lehnt EU-Diktat ab – Tendenz deutlich steigend

Die Ablehnung der Menschen gegen die EU steigt. In nur noch vier Staaten gibt es überhaupt noch eine Mehrheit für die Europäische Union. (Foto: dpa)

Die Ablehnung der Menschen gegen die EU steigt. In nur noch vier Staaten gibt es überhaupt noch eine Mehrheit für die Europäische Union. (Foto: dpa)

Eurovisionen – Zustimmung in Europa schwindet

Ende der EUphorie: Mehrheit der Spanier will nicht mehr von Brüssel regiert werden

Die Ablehnung der EU steigt in ihren Mitgliedsländern rapide. In Griechenland gibt es die wenigsten Befürworter, Spanien registriert allerdings den stärksten Rückgang. In lediglich vier Staaten ist die Mehrheit der Menschen überhaupt noch für die EU. Deutschland gehört dazu.

Zentralbanken geben Startschuss zum Zünden der Derivate-Bombe

Die EZB und der chinesischen Zentralbank haben entschieden, auch minderwertige Wertpapiere als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren. Damit beflügeln sie den Trend der Banken, sich immer stärker am Derivate-Markt zu engagieren. Schon jetzt ist der Derivate-Markt über 700 Billionen Dollar schwer – ein Impuls kann die Bombe zünden. Das Problem: Was für ein Impuls dies sein könnte, ist nicht vorhersehbar.

Für Ex-Goldman-Banker ist der Derivate-Markt ein bekanntes Pflaster. Draghi und Monti kennen sich damit bestens aus. (Foto: Consilium)

Für Ex-Goldman-Banker ist der Derivate-Markt ein bekanntes Pflaster. Draghi und Monti kennen sich damit bestens aus. (Foto: Consilium)

Im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Abschwächung und den großen Problemen, denen sich Europa, die USA und auch China gegenüber sehen, ist die Macht der Zentralbanken immer größer geworden. Eine Äußerung eines Zentralbankers wie Draghi oder Bernanke kann Aktienkurse in die Höhe schießen oder immens nach unten fallen lassen. Umso gefährlicher ist die neuerlicher Entwicklung der Geldpolitik. Sie betrifft nämlich indirekt auch den riesigen Derivate-Markt. Ein Markt, wie er undurchsichtiger kaum sein kann. Und wenn hier die Bombe platzt, droht der finanzielle Kollaps.

Vergangene Woche entschied die EZB, nun auch minderwertige Papiere, Asset Backed Sevurities (ABS) als Sicherheiten für neue Kredite zuzulassen (hier). Papiere mit schlechterem Rating als die bisher geforderten Wertpapiere mit Triple A. Schuldtitel, hinter denen theoretisch irgendwann in der Kette einmal Unternehmensanteile, Autos oder auch Immobilien stehe. In China entschied man sich sogar, die Beschränkung für gefährliche Papiere gänzlich aufzuheben. So dass große Banken hier nun noch mehr giftige Papiere ins System pumpen können.

Diese Lockerung bei den für neue Kredite verlangten Sicherheiten spielt direkt den großen Banken zu. Es beflügelt sie, noch stärker am Derivate-Markt teilzunehmen. Ein Markt mit immensen, systemischen Risiken. Risiken, die ganz hinten in den Bilanzen der Banken stecken, die jedoch schon jetzt ein Ausmaß von über 700 Billionen Dollar haben.

Auch die Banken in der EU zocken heftig mit. Ihr Anteil an den globalen Derivateprodukten beträgt rund 219 Billionen Dollar. Platzt die Blase, ist ein Systemkollaps vorprogrammiert.

21.07.13, 00:34 Zum Weiterlesen: