Tag-Archiv | Rezession

Russland & Argentinien von Finanzeliten mit Milliardenklagen überzogen

Schuldenkrise: Brüssel zwingt Italien zu massiver Privatisierung

Der italienische Premier Letta erfüllt Forderungen der EU-Kommission: Er wird Staatseigentum im großen Stil privatisieren. (Foto: dpa)Der italienische Premier Letta erfüllt Forderungen der EU-Kommission: Er wird Staatseigentum im großen Stil privatisieren. (Foto: dpa)

Schuldenkrise – Defizit ist zu hoch – alles muss raus

Brüssel hatte von Italien Schritte gefordert, das Defizit in Grenzen zu halten. Daher verkauft die italienische Regierung nun Anteile an Unternehmen im Umfang von 12 Milliarden Euro. Eine zweite, deutlich größere Privatisierungs-Welle ist bereits geplant. Die internationalen Finanz-Eliten reiben sich die Hände.

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Zyperns Banken brauchen mehr Geld

Die zypriotischen Banken haben gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen. Vor allem die Folgen der harten Bailout-Forderungen führen nun dazu, dass die Banken weitere Hilfe von ihren internationalen Gläubigern brauchen (Foto: dpa)Die zypriotischen Banken haben gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen. Vor allem die Folgen der harten Bailout-Forderungen führen nun dazu, dass die Banken weitere Hilfe von ihren internationalen Gläubigern brauchen (Foto: dpa)

Zypern – Zahl der faulen Kredite steigt

Zyperns Banken brauchen bereits wenige Monate nach dem Bailout frisches Geld. Kapitalflucht und die Rezession machen den Banken zu schaffen. Zahlen werden die europäischen Steuerzahler.

  | , 01:43 Uhr

Wegen Euro: Finnland muss mehr Schulden machen

Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen muss einräumen, dass nun auch ihr Land die Schuldengrenze von 60 Prozent des BIP überschreiten wird. (Foto: Consilium)Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen muss einräumen, dass nun auch ihr Land die Schuldengrenze von 60 Prozent des BIP überschreiten wird. (Foto: Consilium)

Schulden – Maastricht-Kriterium verfehlt

Finnlands Wirtschaft leidet unter der Rezession der Eurozone. Erstmals wird die Schuldenquote im kommenden Jahr die 60-Prozent-Grenze aus dem Maastricht-Vertrag übersteigen. Damit fällt eine der letzten Bastionen der Stabilität im Euro-Raum.

  | , 23:22 Uhr

Niederlande schlittern immer tiefer in die Krise

Premier Rutte muss der EU erklären, warum die Niederlande 2014 erneut das Defizitziel verfehlen. Zuhause muss er den Bürgern das Sparpaket erklären. (Foto: Consilium)Premier Rutte muss der EU erklären, warum die Niederlande 2014 erneut das Defizitziel verfehlen. Zuhause muss er den Bürgern das Sparpaket erklären. (Foto: Consilium)

Rezession – Politische Extreme im Aufwind

Die Zahl der arbeitslosen Niederländer wird im kommenden Jahr weiter wachsen, das Defizit wird auf 3,3 Prozent ansteigen, prognostiziert das staatliche Wirtschaftsinstitut CPB. Premier Rutte hat Mühe, seinen Sparhaushalt durch den Senat zu bringen, wo er keine eigene Mehrheit besitzt.

  | , 10:39 Uhr

Europäer glauben Propaganda nicht:

„Das Schlimmste steht uns noch bevor!“

Die EU-Bürger glauben nicht an die Lösungs-Kompetenz der Politik: Eine Mehrheit glaubt, dass die Krise noch gar nicht richtig begonnen hat. Nur noch knapp der Hälfte der EU-Bürger ist für den Euro als gemeinsame Währung.

Diesen Herren trauen die Europäer beim besten Willen nicht zu, dass sie Europa aus der Krise führen. (Foto: consilium)

Diesen Herren trauen die Europäer beim besten Willen nicht zu, dass sie Europa aus der Krise führen. (Foto: consilium)

Mehr als die Hälfte der Europäer glaubt, dass ihnen in Bezug auf die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt das Schlimmste noch bevorstehe (55%). Fast die Hälfte der Deutschen sieht das genauso (49%). Nur jeder Dritte glaubt, dass der Höhepunkt der Krise schon erreicht sei.

Nur etwas mehr als die Hälfte der Deutschen sieht die Zukunft der EU positiv (55%). 39 Prozent geben der EU einen negativen Ausblick. Damit liegt Deutschland im Mittelfeld der untersuchten Länder. Die Dänen sind mit 72% am besten auf die Zukunft der EU gestimmt. Interessant ist auch, dass die neuen EU-Bürger in Kroatien der EU mehrheitlich keine gute Zukunft zustehen (59%).

Mehr als zwei Drittel der Europäer (67%) gaben an, dass sie nicht den Eindruck haben, dass ihre Stimme „etwas zählt“.  Diese Meinung vertreten auch 59 Prozent der Deutschen. „Am weitesten verbreitet ist diese Meinung in Griechenland (89%) und auf Zypern (89%), aber auch in Portugal (81%), Italien (78%) und Spanien (77%) ist diese Ansicht häufig zu finden.“

12.08.13, 02:18Zum Weiterlesen:

Krise fordert Menschenleben: Folgen eines mörderischen Plans

Die finanziellen Folgen für viele Bürger in den südeuropäischen Ländern haben dramatische Auswirkungen. So ist in Italien die Zahl der Selbstmorde im ersten Quartal dieses Jahres um 40 Prozent gestiegen. In Griechenland starb eine Lehrerin, nachdem ihr mitgeteilt wurde, dass sie auf der Liste jener steht, die gekündigt werden müssen.

Für viele Europäer hat die Krise existentielle Folgen. Etliche, die Job und Perspektive verloren haben, sehen keinen Ausweg mehr. (Foto: DWN)Für viele Europäer hat die Krise existentielle Folgen. Etliche, die Job und Perspektive verloren haben, sehen keinen Ausweg mehr. (Foto: DWN)Die Euro-Krise bringt viele Europäer in existentielle Probleme.

Nach Griechen, Iren, Spaniern und Portugiesen bekommen nun die Italiener zu spüren, wie schwierig die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist.

Zwar unterliegt Italien noch keinem Bailout-Programm, doch die Folgen der Rezession sind jetzt schon gravierend. 15 Millionen Italiener sind von akuter Armut bedroht (hier). Diese Situation hat dramatische Auswirkungen, wie der aktuelle Bericht Global Rights 2013 zeigt. Demnach hat ich die Selbstmordrate im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 40 Prozent erhöht.

Veröffentlicht: 04.08.13, 23:19 Zum Weiterlesen:

Krise verschärft sich: Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt auf Rekord-Hoch

 |  25.07.13, 08:27  |  1 Kommentar

Ein neuer Rekordwert bei der Arbeitslosigkeit setzt Frankreichs Präsident Hollande weiter unter Druck. Das Arbeitsministerium meldete einen erneuten Anstieg der Zahlen. Hollande hatte die Krise zuvor für beendet erklärt.

Die Krise ist alles andere als vorbei. Hollandes Wirtschaftspolitik bleibt wirkungslos. (Foto: Consilium)

Die Krise ist alles andere als vorbei. Hollandes Wirtschaftspolitik bleibt wirkungslos. (Foto: Consilium)

Die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich ist im Juni erneut gestiegen. Insgesamt sind 3,279 Millionen Franzosen ohne Arbeit. Das entspricht einem Anstieg von 0,5 Prozent, berichtet das französische Arbeitsministerium am Mittwoch. Das Ziel der französischen Regierung, die Arbeitslosigkeit bis zum Ende des Jahres zu reduzieren, rückt damit in weite Ferne.

François Hollande hat noch immer kein Gespür für die Krise entwickelt. In den vergangenen Tagen hatte er immer wieder bekräftigt, die Krise sei überstanden. Die neuen Zahlen werden die Stimmung in Frankreich erneut drücken, nachdem der Einkaufsmanager-Index für Juli einen leichten Anstieg angezeigt hatte.

Auch die Daten der Industrie Frankreichs stimmten Hollande zunächst optimistisch. Die Staatsschulden steigen jedoch nach wie vor. Die Steuererhöhungen der Sozialisten haben in diesem Bereich noch keine Entlastung gebracht.

Indes versucht Hollande in seiner EU-Politik die Mittel des ESM für die Rettung der griechischen Banken verfügbar zu machen. Denn wenn Griechenlands Banken zusammenbrechen sollten, wird es Ansteckungseffekte in Frankreich geben. Den französischen Banken ist es nämlich noch nicht gelungen, sich aus dem griechischen Pleitemarkt zurückzuziehen (hier).

Im Gegenteil: Die Bürger in den Pariser Vororten kam es am vergangenen Wochenende zu Ausschreitungen (mehr hier).

Spanische Staatsschulden explodieren: 20.000 Euro pro Kopf

 |  19.07.13, 03:08  |  7 Kommentare

Die spanischen Staatsschulden sind völlig außer Kontrolle geraten. Faktisch ist es kaum noch möglich, dass Spanien ohne Schuldenschnitt über die Runden kommt.

Seit dem Amtsantritt von Premier Rajoy vor anderthalb Jahren sind Spaniens Schulden um 200 Milliarden Euro angestiegen. (Foto: Consilium)

Seit dem Amtsantritt von Premier Rajoy vor anderthalb Jahren sind Spaniens Schulden um 200 Milliarden Euro angestiegen. (Foto: Consilium)

Die spanischen Staatsschulden haben erstmals die Marke von 20.000 Euro pro Kopf überstiegen. Das Land befindet sich in der Rezession und schreibt massive Defizite.

Die öffentlichen Schulden sind im Mai auf 937 Milliarden Euro angestiegen, zitiert El País die spanische Zentralbank. Das ist ein neuer Rekord und ergibt eine Schuldenquote von 89,6 Prozent.

Spanien hat 46,7 Millionen Einwohner. Das heißt, jeder Spanier schuldet 20.060 Euro.

Seit die Regierung von Premier Mariano Rajoy vor anderthalb Jahren die Macht übernahm, stiegen die öffentlichen Schulden um circa 200 Milliarden Euro. Das entspricht 20 Prozent des BIP.

Für einen Schuldenanstieg in diesem Umfang benötigte die vorhergehende Regierung unter dem Sozialisten José Luis Rodríguez Zapatero acht Jahre. Allerdings boomte die spanische Wirtschaft während Zapateros erster Amtszeit und der Staat konnte in dieser Zeit sogar Schulden abbauen.

Die Regierung von Rajoy erwartet, dass die Schulden bis zum Jahresende sogar auf 91,4 Prozent des BIP ansteigen werden. Der IWF erwartet eine Schuldenquote von 91,8 Prozent.

Italien gerät ins Visier der Ratingagenturen

S&P hat Italien auf BBB herabgestuft. Auch bei den anderen Ratingagenturen liegt das Land nur noch wenige Stufen über Ramsch-Niveau. Weitere Herabstufungen sind möglich, denn die Rezession verschärft sich.

Der italienische Finanzminister Fabrizio Saccomanni hält die Herabstufung seines Landes durch S&P trotz Rezession und Rekordverschuldung nicht für nachvollziehbar. (Foto: Consilium)

Der italienische Finanzminister Fabrizio Saccomanni hält die Herabstufung seines Landes durch S&P trotz Rezession und Rekordverschuldung nicht für nachvollziehbar. (Foto: Consilium)

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) hat Italiens Kreditwürdigkeit von BBB+ auf BBB herabgestuft. Damit liegt die Bewertung des Landes nur noch zwei Stufen über dem sogenannten Ramsch-Niveau, mit dem spekulative Anlagen gekennzeichnet werden.

Nach Einschätzung von S&P haben sich die Aussichten für die italienische Wirtschaft weiter verschlechtert. Die Rating-Agentur erwartet, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 1,9 Prozent schrumpft, berichtet Die Zeit. Diese Einschätzung wird auch vom IWF geteilt, der seine Wachstums-Prognose für Italien gerade auf minus 1,8 Prozent senkte (hier).

10.07.13, 09:10 Zum Weiterlesen: