Tag-Archiv | Sicherheitsabkommen

NATO-Besatzung Afghanistans bringt 2014 mehr zivile Opfer & mehr Unzufriedenheit als je zuvor

Fünf Kinder bei Bombenanschlag im Norden Afghanistans getötet

Kabul 22. Dezember 2014 (IRNA/IRIB)

Fünf Kinder und Jugendliche sind bei einem Bombenanschlag in der Stadt Shirin-Tagab, in der Provinz Faryab, ums Leben gekommen, so der Gouverneur dieser Stadt, Seyed Luqman Kharik.

Laut IRNA sagte Kharik am Montag gegenüber  den lokalen Medienvertretern dazu weiter: Gestern Abend detonierte eine Bombe, während 12 bis 14 jährige Kinder am Flussufer, im Shirin-Tagab spielten, dabei wurden fünf dieser Kinder getötet. Dafür machte er die Taliban verantwortlich.

2014 tödlichstes Jahr für afghanische Bevölkerung

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afghanisches Parlament nickt US-Besatzung nach Terrorhatz ab

Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag auf Volleyballturnier

Bei einem Anschlag sind in Afghanistan bei einem Volleyballmatch Dutzende Menschen getötet worden. Bei einem Anschlag sind in Afghanistan bei einem Volleyballmatch Dutzende Menschen getötet worden.

Kabul 23. November 2014 (IRIB)

Bei einem der verheerendsten Selbstmordanschläge in Afghanistan seit Monaten sind  am Sonntag mindestens 60 Besucher eines Volleyballturniers getötet worden.

Wie „Spiegel online“ heute unter Berufung auf  lokale Behörden berichtete, ereignete sich der Vorfall in der östlichen Provinz Paktika.  Offiziell ist auch von Dutzenden Verletzen die Rede.  Der Attentäter habe sich unter die Hunderten Besucher des Finalspiels gemischt und dann eine Bombe gezündet.

Der Vizegouverneur der Provinz Paktika, Attaullah Fasli, erklärte hingehen, dass sich der Attentäter mit seinem Motorrad inmitten der Zuschauer in die Luft gesprengt habe.

UN verurteilt Selbstmordattentat in Afghanistan

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US-Militärs nehmen trotz gegenteiliger Verpflichtung im Sicherheitsabkommen 100 Afghanen fest

US-Militärs nehmen Dutzende Afghanen fest

Kabul 4. November 2014 (IRIB)

Ein Taliban-Sprecher hat erklärt, dass dutzende Afghanen von US-Militärs festgenommen wurden.

Zabiollah Modschahed, ein Taliban-Sprecher, behauptete, dass US-Militärs heute (Dienstag) Morgen die Wohnungen von Afghanen im District Chaparhar in der Provinz Nangarhar durchsucht und rund 100 afghanische Zivilisten festgenommen hätten.

Aufgrund der Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens zwischen den USA und Afghanistan, hat sich Washington verpflichtet, keine afhanischen Wohnungen zu überfallen oder zu durchsuchen.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel (li.) und Generalstabschef Martin Dempsey wollen den Stellenwert des Pentagons im Bereich der Aufklärung erhöhen. (Foto: dpa)US-Verteidigungsminister Chuck Hagel (li.) und Generalstabschef Martin Dempsey wollen den Stellenwert des Pentagons im Bereich der Aufklärung erhöhen. (Foto: dpa)

Spionage -Konkurrent der CIA

USA: Militär-Geheimdienst entsendet 500 neue Spione in alle Welt

Das US-Außenministerium wird weitere 500 Agenten ins Ausland entsenden. Die Beamten sollen für den Militär-Geheimdienst Defense Intelligence Agency tätig werden. Der Militärgeheimdienst sorgt damit für Wettbewerb unter den Spionen. Bisher hatte die CIA das Privileg für Auslandseinsätze. Wohin die neuen Facharbeiter geschickt werden, bleibt, der Natur der Sache entsprechend, geheim.

neuer afghanischer Präsident unterzeichnet Sicherheitsabkommen mit USA & Nato 1 Tag nach Vereidigung

Der neue afghanischen Präsident Ashraf Ghani bei seiner Vereidigung, bei der er die Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens ankündigte.  (Bild: Keystone / EPA)Der neue afghanischen Präsident Ashraf Ghani bei seiner Vereidigung, bei der er die Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens ankündigte. (Bild: Keystone / EPA)

Kabul 30. September 2014 (IRIB/dpa)

Einen Tag nach der Vereidigung des neuen afghanischen Präsidenten, Aschraf Ghani, hat sein Sicherheitsberater, Hanif Atmar, am Dienstag(heute) in einer im Fernsehen übertragenen Zeremonie das umstrittene Sicherheitsabkommen mit den USA unterzeichnet.

Für die USA unterzeichnete deren Botschafter in Kabul, James Cunningham. Ein weiteres Abkommen mit der Nato unterzeichnete Atmar unmittelbar danach. Für das Bündnis unterschrieb der zivile Nato-Vertreter in Afghanistan, Maurits Jochems. Die Abkommen sehen für ausländische Soldaten Immunität vor afghanischer Rechtsprechung vor, was eine Bedingung der USA und der Nato für einen weiteren Militäreinsatz war. Der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan läuft zum Jahresende aus. Ihm soll ein kleinerer Einsatz zur Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte mit rund 12 000 Soldaten folgen. Deutschland will sich mit bis zu 800 Soldaten an dieser Mission mit dem Namen „Resolute Support“ beteiligen.

Neuer afghanischer Präsident  vereidigt

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Präsident Karsai lehnt Treffen mit Obama bei seinem Überraschungsbesuch in Afghanistan ab

26. Mai 2014 Kabul (IRIB/AFP/IRNA)

Der afghanische Präsident, Hamid Karsai, habe den Vorschlag des US-Präsidenten, Barak Obama, zu einem Zweiergespräch  auf dem Luftstützpunkt „Bagram“  abgelehnt, so ein Vertreter der US-Regierung.

Dieser Vertreter erklärte,  die US-Regierung  sei über diese Reaktion des afghanischen Präsidenten nichtüberrascht worden.

Der US-Präsident traf am Sonntagabend überraschend auf dem US- Stützpunkt Bagram, 40 km nördlich von Kabul,  ein.

 Obama betonte bei seiner Rede gestern Abend die Notwendigkeit zur schnellen Unterzeichnung des amerikanisch-afghanischen  Sicherheitsabkommens  und sagte: Der zukünftige Präsident Afghanistans wird dieses Sicherheitsabkommen unterzeichnen.

Zuvor lehnte der amtierende afghanische Präsident ab,  das Abkommen zu unterzeichnen, und machte dies von der Annahme der Bedingungen Kabuls abhängig.

Karsai machte unter anderem einen Stopp aller Angriffe auf Wohnhäuser zur Bedingung für seine Unterschrift. Er fordert von den USA außerdem die sofortige Einleitung eines Friedensprozesses mit den Taliban.“Wenn die USA das bilaterale Sicherheitsabkommen unterzeichnet haben wollen, dann sollten sie unsere Bedingungen akzeptieren“, sagte er. „Wenn nicht, dann können sie jederzeit gehen,“ bekräftigte Karsai kürzlich.

Afghanistan-Besetzung ohne Ende – ‚Geleaktes‘ Dokument

af‚Wie viele erwartet haben‘ trifft den Punkt. Denn wann haben die USA schon einmal ein Land geräumt, wo sie sich einmal festgebissen haben? Niemals und nirgends. Und das wird auch in Afghanistan so sein. Wir werden also abwarten müssen, bis der Widerstand Kabul einnimmt und die letzten Soldaten und Söldner die letzten Helikopter entern. Es spielt auch gar keine Rolle, was Karzai oder das Parlament sagen werden, die US-Truppen werden bleiben. Die USA werden dann weiter versuchen, die Nein-Sager zu bestechen oder auf mysteriöse Weise verschwinden lassen. Wozu hat man denn die ’special Forces‘. Denn ihr könnt sicher sein, dass im Parlament genug Typen sitzen, die beim Gedanken, dass die US-Armee geht, akutes Muffensausen verspüren. Und außerdem – wer schützt dann die ausgedehnten Mohnfelder, wo der Stoff für den US-Markt hergestellt wird?

Unbegrenzte Anwesenheit der US-Truppen in Afghanistan?

Wie viele erwartet haben, wird Afghanistan nicht so bald einen vollen Abzug der US-Truppen erleben. Ein kürzlich erhaltener Entwurf für ein US-Afghanistan Sicherheits-Abkommen empfiehlt, dass die US-Armee weit länger bleiben wird als ursprünglich erwartet, möglicherweise unbegrenzt. Der Entwurf enthält ein Abkommen für US-Militär-Stützpunkte und Basen, die in Afghanistan bis 2024 bleiben sollen. Er enthält auch Pläne, eine große Menge von afghanischen Sicherheitskräften zu finanzieren und zu trainieren.

Der Entwurf gelangte in die Hände von NBC News, wie am vorigen Donnerstag berichtet wurde. Das nicht unterzeichnete 25 S.-Dokument ist vom 25. Juli 2013 datiert und scheint ein Arbeitspapier zu sein.

Es trägt den Titel ‚Sicherheits- und Verteidigungs-Kooperations-Abkommen zwischen den USA und der Islamischen Republik von Afghanistan‘ und listet Details auf, die teils sehr spezifisch und teils ziemlich unklar sind.

Der Entwurf soll zur Überprüfung und Diskussion 2500 Beamten, Akademikern und Stadtvertretern in Kabul in dieser Woche vorgelegt werden. Zwar hat diese Versammlung, Loya Jirga genannt, nicht die Befugnis, ein Abkommen zu treffen, aber Afghanistans Präsident Hamid Karzai sagt, er wird den Vertrag nicht unterzeichnen, wenn er nicht ihre Zustimmung erhält.

Diese Nachricht folgt unmittelbar auf die Erklärungen, die kürzlich vom Vorsitzenden des US-Vereinigten Generalstabs Armeegeneral Martin Demsey abgegeben wurden, wie Bloomberg berichtet. Am Montag sagte er, dass zwar eine „allgegenwärtige Präsenz von US-Streitkräften“ nicht in Afghanistan nach 2014 notwendig sei, aber das Land nicht „ohne jede Anwesenheit leben könne“. Dempsey sagt, eine US- und NATO-Anwesenheit wird gebraucht, um Afghanistans Sicherheit aufrechtzuerhalten und zu garantieren, dass ausländische Geldmittel nicht ausgeschlachtet werden.

Die Bemerkungen des hohen Militärs bekräftigen die Andeutungen, dass dieses Sicherheitsabkommen versucht, den US-Truppen zu erlauben, unbegrenzt im Land zu bleiben. Die NATO hat bereits gesagt, dass etwa 8000 bis 12 000 Mann in Afghanistan auch nach 2014 bleiben sollen, worin nicht Sicherheitsbewachung oder Konter-Terrorismus Einheiten enthalten sind.

Dieser Entwurf wird, so wie er dasteht, 2015 in Kraft treten, nach dem Ende der gegenwärtigen Mission. Es heißt auch, dass der Deal bis einschließlich 2024 „und darüber hinaus“ gelten solle. Es habe zwar einige Bedenken bezüglich mehrerer Details in dem Entwurf gegeben, aber laut NBC News sei ein Update im Umlauf unter Pentagon Personal und dass der Kongress am Montag diese Fragen behandeln werde.

Die Unterzeichnung dieses Sicherheitsabkommens wird wahrscheinlich nicht vor zwei Monaten stattfinden, da es vom afghanischen Parlament und dem Präsidenten gebilligt werden muss.

Quelle – källa – source

http://einarschlereth.blogspot.de/2013/11/afghanistan-besetzung-ohne-ende.html