Tag-Archiv | Soziales

Peru zwingt junge Arbeitnehmer in die Sklaverei

Proteste gegen neues Jugend-Arbeitsgesetz in Peru

Jugendliche und Gewerkschaften rufen zu Demonstrationen auf. Regierung gibt sich uneinsichtig. Verfassungsbeschwerde wird zugelassen

Demonstrationen gegen das neue Arbeitsgesetz für Jugendliche

Demonstrationen gegen das neue Arbeitsgesetz für Jugendliche – Quelle: portaldelsur.info

Lima 16.01.2015 – amerika21/

Ein neues Arbeitsgesetz für Jugendliche ist in Peru seit vergangenem Dezember Anlass für Kritik und Demonstrationen seitens der Betroffenen und der Opposition. Die protestierenden Jugendlichen fordern die komplette Aufhebung des Gesetzes, da sich die Regierung nicht bereit zeigt, geforderte Änderungen umzusetzen oder überhaupt eine politische Debatte darüber im Kongress zuzulassen.

Mit großen Demonstrationen versuchen die Jugendlichen, die von zahlreichen Gewerkschaften unterstützt werden, seit Wochen ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Währenddessen hat das Verfassungsgericht verkündet, dass die Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zugelassen wird, da alle notwenigen Voraussetzungen erfüllt worden seien.

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mexicanisches Regime schützt Paramilitärs & verfolgt Bürgerrechtler & -Verteidiger

Angehörige in Mexiko organisieren "Bürgersuche" nach vermissten Studenten

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt – Quelle: vocesoaxaca.com

Ayotzinapa, Mexiko 09. Januar 2015 – amerika21/

Mehr als drei Monate nach dem Verschwindenlassen von 43 Lehramtsstudenten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero dauert die Suche nach den Vermissten weiter an. Bisher konnte nur die Leiche eines Betroffenen identifiziert werden. Angehörige und Freunde fordern daher weiterhin Aufklärung über das Schicksal der übrigen 42 Studenten, die in der Ortschaft Ayotzinapa verschleppt worden waren.

Sie kritisieren die zähen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft und bemängeln, dass bisher keine präzisen Informationen veröffentlicht wurden. Die „Mahnwache für die 43“, bei der sich Familien und Freunde der Opfer engagieren, soll bis zur restlosen Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen fortgesetzt werden. Außerdem rufen die Angehörigen zur Beteiligung der Bevölkerung an der Suche auf.

Das Solidaritätskomitee für Ayotzinapa, das aus sozialen Organisationen, Lehramtsstudenten und Bürgern besteht, folgte diesem Aufruf bereits und hat gemeinsam mit den Angehörigen begonnen, verschiedene Kasernen und Gefängnisse des Bundesstaates Guerrero auf Spuren der Verschwundenen zu überprüfen. Die Aktion soll zunächst bis zum 16. Januar fortgesetzt werden.

Unterdessen veranlasste die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft die Verhaftung von zehn weiteren Polizeiangehörigen, die mutmaßlich an dem Verschwindenlassen der Lehramtsstudenten beteiligt gewesen sind. Laut der Bundesregierung erfolgten die Verhaftungen im Rahmen der staatlichen Ermittlungen und sollen dabei helfen, Klarheit über den Verbleib der 42 noch vermissten Studenten zu schaffen. Damit wurden bis heute insgesamt 58 Angehörige von Sicherheitskräften in der Region verhaftet.

Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger sehen darin den Versuch, die bröckelnde Regierungsversion zu den Vorkommnissen in Guerrero zu stützen, um die eigene Verantwortung zu relativieren. Im Gespräch mit der mexikanischen Tageszeitung La Jornada sprach der Menschenrechtsaktivist Abel Barrera Hernández zudem von einem Stopp der Ermittlungen der mexikanischen Bundesregierung in der Region Iguala, in der sich nur noch Gutachter und Mitglieder des argentinischen Forensikerteams befinden sollen. Eine Gruppe von zehn Experten der Interamerikanischen Menschenrechtskommission werde erwartet. Barrera Hernández bemängelte zudem die „sehr begrenzte Teilnahme der Regierung“ an den Ermittlungen. Sie verfüge „über keinen konkreten Plan“. Daher seien die Eltern und Angehörigen weitestgehend auf eigene Nachforschungen angewiesen.

Zuvor vermeldeten kritische Stimmen in der mexikanischen Presse Zweifel bezüglich der bisherigen Berichte der Bundesregierung, denen zufolge ausschließlich lokale Polizeieinheiten aus den Ortschaften Iguala und Cocula für Mord und Verschwindenlassen der Studenten verantwortlich seien. Eine interdisziplinäre Forschergruppe aus Mexiko-Stadt untersucht gegenwärtig die Hypothese, der zufolge die Studenten in Krematorien des mexikanischen Heeres oder den Installationen privater Unternehmen verbrannt worden sein könnten.

Für den 26. Januar haben mexikanische Menschenrechtsaktivisten zum achten internationalen Tag für die 42 verschwundenen Lehramtsstudenten aufgerufen.

Weiter deutsche Ausbildung von Polizisten in Mexiko

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chilenische Ministerin muss nach Enthüllung über illegale Töchter-Abtreibung Reicher abtreten

Grafitto in Chile: "Die reichen Frauen treiben ab, die armen Frauen sterben − Heuchler!"

Grafitto in Chile: „Die reichen Frauen treiben ab, die armen Frauen sterben − Heuchler!“ – Quelle: odiodeclase.blogspot.de

Santiago 4. Januar 2015 – amerika21

Chiles Gesundheitsministerin Helia Molina hat ihren Rücktritt erklärt. Zuvor war sie wegen Äußerungen zu Abtreibungen in Reichenkliniken heftiger Kritik ausgesetzt worden. Die  Regierung distanzierte sich von ihr. In einem Interview hatte die Medizinerin ausgeführt, dass in allen Kliniken der Oberschicht viele konservative Familien ihre Töchter abtreiben lassen haben. Leute mit viel Geld bräuchten keine Gesetze, so Molina weiter, denn sie verfügten über die nötigen Mittel, um nach Miami, Argentinien oder Kuba zu fahren, um dort legal abzutreiben. Zugleich hatte sie die Einbringung einer Gesetzesvorlage für Mitte Januar 2015 angekündigt, nach der Schwangerschaftsunterbrechung in drei Fällen erlaubt sein sollten: bei Gefahr für das Leben der Mutter, bei einer Missbildung des Fötus und bei einer Schwangerschaft infolge einer Vergewaltigung.

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Kolumbien: kolonialistische Unterdrückung zählt bereits 6,8 Millionen Opfer

Traurige Bürgerkriegsbilanz in Kolumbien: Vertreibungen, Entführungen und Morde: Bewaffneter Konflikt in Kolumbien forderte 6,8 Millionen Opfer. Menschenrechtsaktivisten weiter bedroht

Vertriebene bei einer Demonstration "Für Land, das Leben und den Frieden"

Vertriebene bei einer Demonstration „Für Land, das Leben und den Frieden“ – Quelle: flickr.com – Lizenz: CC by-nc-sa 2.0

Bogotá 1. Januar 2015 – amerika21

6,8 Millionen Menschen sind Opfer des internen bewaffneten Konflikts in Kolumbien geworden. Dies geht aus einem jüngst veröffentlichen Bericht der Regierung hervor. Demnach wurden 86 Prozent der Betroffenen aus ihren Gemeinden vertrieben. Die übrigen 14 Prozent wurden Opfer von Morden, Entführungen, gewaltsamem Verschwindenlassen, Folter und Vergewaltigung.

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Wirtschaftslobbyisten in Brasiliens neuer Regierung

Landlose und soziale Bewegungen kritisieren Ernennung von Kátia Abreu zur Landwirtschaftsministerin. Politikerin gilt als Vertreterin des Agrobusiness

Greenpeace-Aktivisten überreichten Kátia Abreu 2010 die "Goldene Kettensäge"

Greenpeace-Aktivisten überreichten Kátia Abreu 2010 die „Goldene Kettensäge“ – Quelle: Greenpeace/Divulgação

Brasilía 31.12.2014 – , São Paulo – amerika21

In Brasilien hat das jüngst vorgestellte neue Kabinett heftige Kontroversen hervorgerufen. Am vergangenen Dienstag hatte Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei PT die Namen von 13 Ministerinnen und Ministern präsentiert. Diese werden am 1. Januar mit dem Beginn der zweiten Amtszeit der wiedergewählten Rousseff ihre Posten antreten.

Insbesondere die Ernennung von Kátia Abreu zur Ministerin für Landwirtschaft steht in der Kritik. Die aktuelle Gouverneurin des Bundesstaates Tocantins gilt als Sprecherin des Agrobusiness und ist einer der führenden Köpfe der Agrarlobby, die im Parlament unter anderem für eine Lockerung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal) kämpft. Abreu führt seit 2008 als erste Frau den Brasilianischen Verband für Landwirtschaft und Viehzucht (CNA) an. Im Oktober 2013 trat die ehemalige Unternehmerin und Viehzüchterin der PMDB, dem Mitte-rechts-Koalitionspartner der PT, bei.

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Minderjährige aus Mittelamerika fliehen vor der Gewalt

Neue Studie belegt: Zahl der Minderjährigen aus Mittelamerika, die internationalen Schutz brauchen, hat sich seit 2006 mehr als verdreifacht.

Für die Studie wurden 280 Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika befragt

Für die Studie wurden 280 Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika befragt – Quelle: acnur.org

Mexiko-Stadt 2. Dezember 2014 – Poonal/amerika21

Die Gewalt und die Verfolgung bedingt durch das organisierte Verbrechen sind die Hauptgründe für die Flucht von Kindern und Jugendlichen aus Guatemala, Honduras und El Salvador in Richtung Nordamerika und folglich nicht nur die prekären wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen oder die Trennung der Kinder von ihren Familien.

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Schmuggelbekämpfung Venezuelas schreitet voran – S&P kürzt zum dank Bonität

4.732 Tonnen Lebensmittel in Venezuela beschlagnahmt

Caracas 22.09.2014 – amerika21.de

Die Sicherheitsbehörden Venezuelas haben bei ihren Einsätzen gegen den Schmuggel seit dem 11. August dieses Jahres 4.732 Tonnen Lebensmittel, 858 Tonnen Tierfutter und 2.763 Tonnen „strategische Materialien“ beschlagnahmt. Auch wurden rund 617.000 Liter Benzin, davon 521.000 Liter auf fünf Schiffen im Bundesstaat Falcón, sichergestellt. Dies gaben Vizepräsident Jorge Arreaza und der Leiter des strategischen Einsatzkommandos der Streitkräfte, Vladimir Padrino López, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag bekannt.

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UN-Kommission stellt aggressives Lohndumping in Mexiko fest

Santiago de Chile/Mexiko-Stadt 8. September 2014 – amerika21.de

Die UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika (Cepal) mit Sitz in Santiago de Chile kommt in einer jüngst veröffentlichten Studie über die Jahre 1995 bis 2009 zu wenig erfreulichen Ergebnisse für die mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter. Während in Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien die wöchentliche Arbeitszeit in diesem Zeitraum tendenziell gesunken ist, stieg sie in Mexiko von durchschnittlich 40,7 Stunden auf 43,3 Stunden an. Grund dafür sei offenbar die „Modernisierung der Gesetzgebung“, zitiert die linksliberale mexikanische Tageszeitung La Jornada aus der Cepal-Studie.

Die Lohnkosten sind in Mexiko hingegen niedriger als in den Vergleichsländern. Auch wenn die Studie keine Zahlen über das aktuelle Jahrzehnt enthält, dürfte sie durchaus bezeichnend für die aktuelle Situation sein: Die unteren Einkommensschichten können mit ihren Löhnen kaum die Grundbedürfnisse befriedigen.

Der mexikanische Mindestlohn für ungelernte Arbeiter liegt landesweit unter 70 Pesos pro Tag, das entspricht umgerechnet etwa vier Euro. Nach wie vor müssen in Mexiko mehrere Millionen Menschen mit diesem Minimaleinkommen überleben. Derzeit gibt es eine Debatte über eine substantielle Erhöhung des Mindestlohns. Seine Anhebung lag in den zurückliegenden Jahren permanent unter dem Anstieg der Lebensmittelpreise.

Nach einem Bericht des Zentrums für Multisdisziplinäre Analyse der Wirtschaftsfakultät der Autonomen Nationaluniversität Mexikos mussten die mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter aufgrund dieser Situation allein in den knapp zwei Jahren seit Amtsantritt der Regierung unter Präsident Enrique Peña Nieto einen realen Kaufkraftverlust von 7,2 Prozent hinnehmen. (poonal)

Brasiliens Apotheker & Halbgötter in weiß boykottieren kubanische Ärzte

Brasília 19.08.2014 – amerika21.de

Das brasilianische Gesundheitsministerium untersucht derzeit Fälle von Apotheken und Gesundheitszentren, die Rezepte und Überweisungen von kubanischen Ärzten abgelehnt haben. In den vergangenen Wochen traten in einigen Bundesstaaten vermehrt Fälle auf, bei denen Teile der brasilianischen Gesundheitseinrichtungen die Zusammenarbeit mit den kubanischen Medizinern verweigert haben.

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Aktivisten besetzen israelische Waffenfabrik in Großbritannien – Venezuela hilft

Erneute Luftangriffe Israels auf Gazastreifen nach der Waffenruhe

Gaza 8. August 2014 (IRIB/der Standard)

Im Gazastreifen wird nach Ablauf der vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas wieder geschossen, die israelische Armee hat bereits mehrere Luftangriffe auf den Gazastreifen durchgeführt.

Israel flog am Freitag erneut einen Angriff auf das Küstengebiet der Palästinenser. Palästinensische Behörden sprachen davon, dass ein zehnjähriger Junge getötet worden sei. Ein Sprecher des israelischen Militärs sagte, dass ein angebliches „Terrorziel“ angegriffen worden sei. Auch die Hamas hat verschiedene Ziele in Israel mit 18 Raketen beschossen. Am Freitagmorgen war eine 72-stündige Waffenruhe ausgelaufen, ohne dass sich beide Seiten bei den Gesprächen in Kairo auf eine Verlängerung hätten einigen können. Dort vermittelt die ägyptische Regierung zwischen Israel und Hamas. „Die Diskussionen in Kairo sind nicht beendet, und wir werden unsere Anstrengungen fortsetzen, um die Aggression zu stoppen und die berechtigten Anliegen unser Bevölkerung zu erreichen“, sagte ein Hamas-Sprecher.

Die Palästinenser verlangen von Israel ein Ende der Blockade des Gazastreifens mit seinen rund 1,8 Millionen Einwohnern, die Öffnung des Seehafens und die Freilassung palästinensischer Gefangener. Bei den seit dem 8. Juli andauernden Kämpfen sind nach Angaben der Behörden im Gazastreifen 1876 Palästinenser ums Leben gekommen.

Israel wirft Hamas Bruch der Feuerpause vor/USA verurteilen/ Hamas bestreitet

Israel wirft Hamas Bruch der Feuerpause vor/USA verurteilen/ Hamas bestreitet

Gaza/Tel Aviv 9. August 2014 (Freunde Palästinas/IRIB)

Israel hat die in Kairo laufenden indirekten Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg ausgesetzt. Weiterlesen

UNESCO: Morales macht Bolivien frei von Analphabetismus

La Paz 26. Juli 2014 – amerika21.de

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat Bolivien in einem jüngsten Bericht bestätigt, dass der Anteil von Menschen, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind, auf den historischen Tiefstand von 3,8 Prozent der Bevölkerung gesunken sei.

Dies teilte das Ministerium für Alternative Erziehung in einer Presseerklärung mit. „Wir bereiten jetzt eine Studie vor, die von der UNESCO analysiert und bestätigt wird. Die Organisation sagt, dass wir in diesem Moment eine Analphabeten-Rate von 3,8 Prozent haben“, so Minister Noel Aguirre am vergangenen Montag gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ABI. „Ich kann mit Stolz sagen, dass der Plurinationale Staat Bolivien frei vom Analphabetismus ist“, so Aguirre.

Seit Regierungsantritt von Präsident Evo Morales und der „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS) 2006 wurden die Ausgaben für den Bildungsbereich verdreifacht. Mit Hilfe der kubanischen Lehrmethode „Yo si puedo! (Ja, ich kann es) wurden fast eine Million Menschen alphabetisiert. Um von der UN-Organisation als Land ohne Analphabetismus deklariert zu werden, muss der Analphabeten-Anteil unter vier Prozent sinken. Die Vereinten Nationen hatten von 2003 bis 2012 das globale Jahrzehnt der Alphabetisierung ausgerufen.

UNO bescheinigt Bolivien erfolgreiche Koka-Politik

Kubanische Ärzte heilen mehr als 2,6 Millionen Augenkranke in 34 Ländern

Knapp 2,6 Millionen Menschen aus 34 Ländern ist in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen des medizinischen Hilfsprogramms „Misión Milagro“ von kubanischen Ärzten das Augenlicht zurückgegeben worden. Dies gab Reinaldo Ríos, Funktionär des kubanischen Gesundheitsministeriums bekannt. Weiterlesen

UNO erkennt soziale Fortschritte in Venezuela an

New York 29. Juni 2014 – amerika21.de

Die Regionaldirektorin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) für Lateinamerika und die Karibik, Jessica Faieta, hat die Bemühungen Venezuelas im Kampf um die Beseitigung der Armut und Ungleichheit sowie die Förderung der sozialen Gerechtigkeit anerkannt. Bei der jährlichen Sitzung des Vorstands der UNDP, des Bevölkerungsfonds und des Büros der Vereinten Nationen für Projektdienste hob sie zugleich die Unterstützung der venezolanischen Regierung für das UNDP sowie die Süd-Süd-Kooperation hervor. Weiterlesen

Extreme Armut in Nicaragua stark gesunken

Dank vielseitiger Sozial- und Beschäftigungsprogramme ist es der Regierung von Präsident Daniel Ortega in Nicaragua gelungen, die extreme Armut von 14 Prozent im Jahre 2009 auf acht Prozent im Jahre 2013 zu senken. Das entspricht einer durchschnittlichen Senkung von einem Prozent pro Jahr. In allgemeiner Armut leben jedoch weiterhin 44 Prozent der sechs Millionen Einwohner, teilte der Minister für Finanzen und Öffentliche Kreditvergabe, Iván Acosta, bei der Vorstellung des jährlichen Tätigkeitsberichts mit. Die Ergebnisse der Programme zur Armutsbekämpfung, für die im vergangenen Jahr 55 Prozent der Mittel des Staatshaushalts bereitgestellt wurden, bezeichnete er als „zufriedenstellend“.

Menschenhandel in Mexiko nimmt enorm zu

20.000 Kinder in Mexiko werden jährlich Opfer von sexueller Ausbeutung

22. März 2014 – Mexiko-Stadt – amerika21.de – 

Der Menschenhandel und die damit verbundene sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern sind nach offiziellen Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt um 140 Prozent gestiegen. Demnach werden laut Berichten der Drogenbehörde der UNO und des US-Außenministeriums über Menschenhandel jedes Jahr 20.000 Kinder in Mexiko Opfer von sexueller Ausbeutung und allein zwischen 2005 und 2008 wurden dreihundert Fälle von organisiertem Menschenhandel bekannt. Weiterlesen

Mexiko: Nach Bürgerkrieg gegen Drogenkartelle – Grippeepidemie mit über 10%iger Sterblichkeit fordert bereits 626 Tote

Soldat verteilt Mundschutzmasken in Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ist in den ersten Wochen des Jahres 2014 eine Grippewelle durch Mexiko gezogen, die jener von 2009 vergleichbar war. Bis zum 20. Februar 2014 gab es 4.576 bestätigte Influenza-A-Virus H1N1-Infektionen („Schweinegrippe“) mit 571 Todesfällen. Weitere 55 kamen durch andere Grippeerreger hinzu. Weiterlesen

Vereinte Nationen zeichnen kubanisches Bildungssystem aus

Havanna. Der Regionalvertreter der UNESCO für Kultur in Lateinamerika, Miguel Jorge Lavigne, hat das kubanische Bildungssystem als Beispiel für die Welt hervorgehoben. Dieses zeichne sich durch die Verwirklichung des Prinzips der Bildung für alle aus, bei gleichzeitiger Gewährleistung hoher Bildungsstandards, sagte der Funktionär der Vereinten Nationen unlängst gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur AIN. Weiterlesen

Ungleichheit in Lateinamerika weiter reduziert

Oxford/Havanna. Lateinamerika ist die einzige Weltregion, die im vergangenen Jahrzehnt die Ungleichheit in der Einkommensverteilung reduzieren konnte. Dies geht aus dem jährlichen Verteilungsbericht der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Demnach weisen heute 14 der 17 untersuchten Länder auf dem Kontinent eine ausgewogenere Verteilung auf als vor zehn Jahren. Dies steht in Kontrast zur weltweiten Entwicklung, für die Oxfam insbesondere seit Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2007 eine massive Zunahme der Einkommensunterschiede konstatiert. Weiterlesen

Ärzteprogramm in Brasilien zeigt Erfolge

Brasília. Trotz massiver Proteste von Ärzteorganisationen gegen die Anwerbung ausländischer Kollegen hat das medizinische Hilfsprogramm Maís Médicos in Brasilien die Versorgungslage in ländlichen und verarmten Gebieten in den vergangenen Wochen und Monaten massiv verbessert. Weiterlesen

Regierung in Venezuela sichert faire Preise für Nahrungsmittel

Gemüsemarkt in CaracasGemüsemarkt in Caracas (Quelle)

Caracas. Die venezolanische Regierung schafft ein neues Verteilungssystem für Gemüse. Damit solle die „Mafia des Zwischenhandels“ beseitigt werden, welche die Preise der von Bauern produzierten Lebensmittel künstlich erhöhe und sich daran bereichere. Dies gab der Minister für Landwirtschaft und Boden, Yvan Gil, am Samstag im staatlichen Fernsehsender VTV bekannt. Weiterlesen

FAO: Kuba einziges Land ohne Hunger in der Region

Havanna. Kuba ist nach Angaben des Vertreters der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Theodor Friedrich, das einzige Land in der Region, das den Hunger vollständig beseitigt hat. Dies sagte er im Rahmen eines Interviews über die Erfüllung der Millenniumsziele der UNO und Strategien zur Beseitigung des Hungers in der Region.

„Lateinamerika bleibt weiterhin die Region mit der größten Ungleichheit, was auch das Recht auf Nahrung beeinträchtigt und einige hilfsbedürftige Gruppen von der wirtschaftlichen und politischen Teilhabe ausschließt“, so Friedrich. Allerdings gab es auch Erfolge. Der UN-Vertreter lobte die Umsetzung von Nahrungsmittelprogrammen in der Gegend. Die geringsten Fortschritte konnten allerdings in der Karibikregion erzielt werden. Nach aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen und der CEPAL, hat sich die Unterernährung in Lateinamerika in der letzten Dekade um circa 50 Prozent reduziert, in der Karibik hingegen um lediglich 30 Prozent.

Auf dem Welternährungsgipfel 1996 in Rom wurde das Ziel festgelegt, die absolute Anzahl der hungernden Menschen bis 2015 zu halbieren. „Obwohl dies ein ehrgeiziges Ziel ist, wurde es bereits von Kuba, Guyana, Nicaragua, Peru und Venezuela erfüllt. Während dieses Weltgipfels äußerte sich der Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro, klar zu dem Thema und erklärte, dass die Beseitigung des Hungers grundlegend sei, was zumindest in Kuba schon erreicht ist“, sagte Friedrich, der auch die aktuelle Landwirtschaftspolitik der kubanischen Regierung zur Importsubstitution und die allgemeine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen positiv hervorhob. (prensarural)

Venezuela erreicht stärkste Armutsminderung in Lateinamerika

Laut dem Bericht „Soziales Panorama in Lateinamerika 2013“, der am Donnerstag in der chilenischen Hauptstadt veröffentlicht wurde, sank die Armut in Ecuador von 35,3 auf 32,2 Prozent und in Brasilien von 20,9 bis 18,6 Prozent. In Peru ging die Armut im Jahr 2012 zurück (27,8 auf 25,8 Prozent), ebenso in Argentinien (5,7 auf 4,3 Prozent) und Kolumbien (34,2 auf 32,9 Prozent). Auf gleichem Niveau blieb sie dagegen in Costa Rica (17,8 Prozent), El Salvador (45,3 Prozent), Uruguay (5,9 Prozent) und der Dominikanischen Republik (41,2 Prozent), während sie in Mexiko von 36,3 auf 37,1 Prozent anstieg.

Die Exekutivsekretärin der Kommission, Alicia Bárcena Ibarra aus Mexiko, hatte unlängst die Regierungen von Venezuela, Bolivien und Peru als Beispiel für politische Anstrengungen bei der Reduzierung der Armut in der Region hervorgehoben.

In dem CEPAL-Bericht heißt es, dass in Lateinamerika und der Karibik zum Ende dieses Jahres insgesamt 164 Millionen Menschen von Armut betroffen sind, das entspricht 27,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Diese Zahl ähnelt den Vorjahreszahlen, die einen leichten, stetigen Rückgang in den letzten Jahren anzeigen.

Laut Einschätzung der CEPAL wird sich im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren der Rhythmus verlangsamen, mit dem Armut und Bedürftigkeit zurückgehen. Dies hänge mit dem stagnierenden Wirtschaftswachstum in der Region und dem Anstieg der Lebensmittelpreise zusammen. „Seit 2002 ist die Armut in Lateinamerika um 15,7 und die Bedürftigkeit um acht Prozentpunkte zurückgegangen, aber die jüngsten Zahlen zeigen eine Verlangsamung“, sagte Bárcena bei der Vorstellung des Berichts. – (tsur)

Gleichstellung: ALBA-Länder Spitze in Lateinamerika

Studie zu Geschlechtergerechtigkeit lobt hohen Frauenanteil in Volksvertretungen und abnehmende Lohnunterschiede

Von

amerika21.de05.11.2013

Bolivien liegt weltweit auf Rang 27 der untersuchten Länder, sowohl was die Mitwirkung von Frauen in Politik und Wirtschaft als auch Bildungschancen und den gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsversorgung angeht. „Bolivien ist Spitzenreiter in Südamerika bei der Einkommensentwicklung der Frauen und hält mit 45 Prozent den zweiten Rang der Länder mit Frauen in Ministerämtern“, lobt das jüngste Papier des neoliberal ausgerichteten Weltwirtschaftsforums die Gender-Polititk der regierenden Bewegung zum Sozialismus. Bolivien habe sich seit 2012 (Platz 30) um drei Plätze verbessert, im Jahr 2011 stand das Land noch auf Platz 62, 2010 auf Platz 76 und 2006 auf Platz 87.

Angeführt wird das Ranking in Lateinamerika und der Karibik von Nicaragua (weltweit: Platz 10), Kuba (15), Ecuador (25) und Bolivien (27). Nicaragua sei in der Region weiterhin „Spitze“ und ist das einzige lateinamerikanische Land unter den globalen Top-10. „Nicaragua ist auf Platz 5 des Unterindices für Politisches Empowerment und liegt außerdem auf Platz 2 aller Länder mit niedrigem mittleren Einkommen“.

„Kuba ist Teil der Top-20-Länder mit der höchsten Frauenbeteiligung professioneller Anstellung und im technischen Bereich, und ist das Land mit der höchsten Beteiligungsquote von Frauen im Parlament (49 Prozent)“, stellt der Bericht weiter fest. Kuba sei zudem „der beste Performer im Ranking aller Länder mit höherem mittleren Einkommen“. Im globalen Ländervergleich habe sich die Karibikinsel um vier Plätze verbessert, was „vor allem auf einen Anstieg von Frauen im Parlament zurückzuführen ist“.

Ecuador habe acht Platze gut gemacht, „angetrieben durch die Schließung von Lücken in der Arbeitsbeteiligung, mehr Lohngleichheit bei gleicher Arbeit, Beteiligung in professionellen und technischen Berufen und parlamentarischen Positionen“.

Der Bericht betont, dass Brasilien, Chile und Kolumbien das Defizit beim Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung für Frauen deutlich verringern konnten. Großen Nachholbedarf gebe es in diesen Gesellschaften beim Thema Chancengleichheit und politischer Teilhabe.

(WEF/BotschaftBolivien)

Cholera-Ausbruch in mehreren Bundesstaaten von Mexiko

Cholerabakterium im Elektronenmikroskop

Mexiko-Stadt. Nach dem Ausbruch der Infektionskrankheit Cholera im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo vor ungefähr zwei Wochen breitet sich der Erreger im Land weiter aus. Nach Regierungsangaben haben sich bisher 159 Personen in den Bundesstaaten Veracruz, Estado de México, San Luis Potosí sowie in Mexiko-Stadt infiziert. Eine Person ist an den Folgen der Infektion verstorben. Die Regierung rief die Bevölkerung indes zu Präventionsmaßnahmen auf.

Der Großteil der Infektionsfälle beschränkt sich auf den zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo. Laut Experten spricht wenig für einen Zusammenhang zwischen den Unwettern im September und dem  aktuellen Cholera-Ausbruch. So ließ sich laut mexikanischem Gesundheitsministerium in dem Bundesstaat Guerrero, der am meisten von den Tropenstürmen betroffen war, bisher kein Infektionsfall feststellen.

Als Quelle des Erregers wird aus Haiti eingeschlepptes Wasser vermutet, so der Biotechnologie-Professor Rodrigo Balam Muñoz Soto vom Institut für Technologie in Monterrey. Zudem bestehe kein Grund zu größerer Beunruhigung. Die mexikanischen Behörden könnten aufgrund der Erfahrungen mit dem Cholera-Erreger aus den neunziger Jahren eine Ausbreitung auf urbane Zentren wohl verhindern, so Muñoz Soto.

http://amerika21.de/2013/10/91914/cholera-mexiko

Naturschützer warnen vor der Gefahr des Mobilfunks

mobilfunk-gesundheit-risiko2. Oktober 2013 von PRAVDA TV

Belastungen durch Handynetze für Natur und Gesundheit werden oft unterschätzt. Dank Mobilfunk sind wir nicht nur in der Lage, jederzeit und überall zu telefonieren oder ins Internet zu gehen, sondern auch jederzeit und überall elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt. Ein stark unterschätztes Risiko, warnt der Bund Naturschutz.

Politiker oder Philosophen, die der Menschheit eine „strahlende Zukunft“ versprechen, hinken ihrer Zeit arg hinterher. Denn seit dem flächendeckenden Ausbau des Mobil-funknetzes Ende der 90er Jahre ist Hochfrequenzstrahlung längst (all-)gegenwärtig. Und sie geht nicht nur vom Funkmasten-Wald auf unseren Dächern aus. Auch jedes ein-geschaltete Handy funkt munter vor sich hin, selbst wenn gerade nicht telefoniert wird.

Das Ende der Fahnenstange, beziehungsweise des Antennenmastes, ist aber noch lange nicht erreicht, erklärt Frank Stryz: „Je mehr Sie unterwegs telefonieren oder ins Internet gehen, umso mehr Antennen werden gebaut“, lautet die einfache Erklärung, warum die Zahl der Mobilfunksender immer weiterwächst. – Zum Weiterlesen –