Tag-Archiv | S&P

Zinswaffe Ratingagenturen – Venezuela im Visier

New York. Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat den Status Venezuelas wegen der „Radikalisierung“ seiner Wirtschaftspolitik unter der amtierenden sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro erneut herabgestuft. Nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer ist das Land vom Ramschniveau B auf B- abgefallen. Erst im April hatte S&P Venezuela von der Marke B+ auf B degradiert. S&P ist die dominierende Ratingagentur neben den kleineren Unternehmen Moody’s und Fitch Ratings, die zu den Großen Drei weltweit zählen.

Nach der neuen Studie, die bislang nur für Abonnenten der S&P-Dienste zugänglich ist, weise Venezuelas Wirtschaftspolitik wegen der „Radikalisierung“ eine negative Tendenz auf. „Wir erwarten, dass sich die fehlerhafte Wirtschaftpolitik in Venezuela fortsetzt“, heißt es in der Studie. Gemeinsam mit externem Druck auf die Liquiditätsreserven des Landes und der andauernden politischen Polarisierung sei eine verstärkte Abhängigkeit der venezolanischen Regierung vom Erdölpreis zu erwarten. Dies schränke ihre Handlungsfähigkeit im Falle etwaiger ungünstiger Entwicklungen ein. (s&p)

Verizon: Die größte Schuldenlast aller Zeiten

Der massive Anstieg der Schulden hat die Kreditausfallversicherungen (CDS) für Verizon-Anleihen in die Höhe getrieben. (Grafik: Zero Hedge)Der massive Anstieg der Schulden hat die Kreditausfallversicherungen (CDS) für Verizon-Anleihen in die Höhe getrieben. (Grafik: Zero Hedge)

Schulden – Furcht vor steigenden Zinsen

Der US-Telefon-Konzern Verizon gibt Anleihen im Umfang von 49 Milliarden Dollar aus. Das Unternehmen fürchtet offenbar, dass die Zinssätze noch steigen könnten und will den Deal sofort über die Bühne bringen. Noch nie hat ein Unternehmen auf einmal so viele neue Schulden aufgenommen.

  | , 01:23 Uhr

Italien gerät ins Visier der Ratingagenturen

S&P hat Italien auf BBB herabgestuft. Auch bei den anderen Ratingagenturen liegt das Land nur noch wenige Stufen über Ramsch-Niveau. Weitere Herabstufungen sind möglich, denn die Rezession verschärft sich.

Der italienische Finanzminister Fabrizio Saccomanni hält die Herabstufung seines Landes durch S&P trotz Rezession und Rekordverschuldung nicht für nachvollziehbar. (Foto: Consilium)

Der italienische Finanzminister Fabrizio Saccomanni hält die Herabstufung seines Landes durch S&P trotz Rezession und Rekordverschuldung nicht für nachvollziehbar. (Foto: Consilium)

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) hat Italiens Kreditwürdigkeit von BBB+ auf BBB herabgestuft. Damit liegt die Bewertung des Landes nur noch zwei Stufen über dem sogenannten Ramsch-Niveau, mit dem spekulative Anlagen gekennzeichnet werden.

Nach Einschätzung von S&P haben sich die Aussichten für die italienische Wirtschaft weiter verschlechtert. Die Rating-Agentur erwartet, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 1,9 Prozent schrumpft, berichtet Die Zeit. Diese Einschätzung wird auch vom IWF geteilt, der seine Wachstums-Prognose für Italien gerade auf minus 1,8 Prozent senkte (hier).

10.07.13, 09:10 Zum Weiterlesen: