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Sparen für die Banken: Irland kürzt Arbeitslosengeld für Jugendliche

Michael Noonan verkündet nach sieben Jahren das Ende der Sparsamkeit. Davor wird das Sozialsystem umfangreich beschnitten. (Foto: dpa)

Irland will das Bailout-Programm so schnell wie möglich verlassen. Deshalb werden noch einmal Ausgaben in Millionenhöhe gekürzt. Diesmal trifft es vor allem die verbleibende irische Jugend. 177.000 Junge sind seit 2008 ausgewandert.

Michael Noonan verkündet nach sieben Jahren das Ende der Sparsamkeit. Davor wird das Sozialsystem umfangreich beschnitten. (Foto: dpa)

„Die Ära der Sparsamkeit“ soll beendet werden, so die irische Regierung. Seit dem Platzen der Immobilienblase 2008 hat Irland 31 Milliarden Euro eingespart, fast ein Fünftel der aktuellen Wirtschaftsleistung. Für 2014 sind nochmals 2,5 Milliarden an Einschränkungen geplant. Die angeblich letzte Runde von Sparmaßnahmen trifft die Jungen und Alten dafür nochmal besonders hart.

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Steirischer Kraftwerksbauer setzt auf Olivenkerne

Oliven-Olivenkerne-Energie“Kern-Kraftwerk” mal anders: Ein Hersteller von Biomasseheizungen aus der Steiermark verkauft trotz der Wirtschaftkrise in Spanien seine Anlagen auf der iberischen Halbinsel so häufig wie noch nie zuvor.

Oliven – ihre Kerne liefern Energie

© Peter Firminger / flickr.com

Der Grund hierfür ist der Umstand, dass die Firma aus Österreich seine Heizanlagen auf den Betrieb mit Olivenkernen umgestellt hat. Die Rechnung sieht wie folgt aus: für den Ersatz von einem Liter Öl braucht man lediglich 2 Kilogramm Olivenkerne. Damit sparen die spanischen Kunden etwa 70 – 80 Prozent an Heizkosten und die gesamte Wertschöpfungskette bleibt im Land. Geschäftsführer Erwin Stubenschrott von der Firma KWB sagt nach Gesprächen mit spanischen Betreibern, Olivenbauern und Politikern. “Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer speziell abgestimmten Technologie diesen wunderbaren Ersatzbrennstoff verwerten und einen kleinen Teil dazu beitragen können, dass es zu weniger Kaufkraftabfluss in Spanien kommt, Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden und der Umstieg von Öl und Gas vorangetrieben wird.”

Es werden bereits 60 Heizanlagen mit Olivenkernen betrieben, die bei der Olivenölproduktion in Spanien in gewaltigen Mengen anfallen. Schließlich ist das Land mit 2,2 Millionen Hektar Anbaufläche und 1,5 Millionen Tonnen Olivenölproduktion pro Jahr der weltgrößte Olivenölproduzent, weit vor Italien und Griechenland. Das Zentrum der Olivenproduktion liegt in der Provinz Cordoba. Olivenkerne können, je nach Eignung der Heizanlage und der Sauberkeit der Kerne, als Brennstoff verwendet werden. Die Energiedichte ist ähnlich hoch wie bei Holzpellets, verbunden mit dem Vorteil, dass die Olivenkerne nicht verdichtet werden müssen. Die Kerne müssen nur vor der Verbrennung von Fruchtfleisch- und Ölresten gesäubert werden.

Hier ein Beispiel von mehreren: Das städtische Hallenbad von Puente Genil wird seit 2007 von drei Anlagen zu je 100 Kilowatt der Firma KWB beheizt. Die Heizperiode beträgt neun Monate und der Verbrauch an Olivenkernen beträgt 200 Tonnen. Dazu brauchte man vor 2007 etwa 100.000 Liter Heizöl. Damit liegt die Heizkostenersparnis bei 80.000 Euro im Jahr. Die gesamte Anlage kostete 230.000 Euro, so dass sich die Investition nach drei Jahren bereits amortisiert hat. Bei einer vorgesehenen Gesamt-Laufzeit von 15 Jahren beträgt die gesamte Ersparnis 980.000 Euro.

Eine umweltfreundliche Heizungsanlage, die mit einheimischem Material betrieben werden kann, den wirtschaftlich gebeutelten Spaniern viel Geld einspart und einer Firma aus Österreich zu Umsatz und Erfolg verhilft – so sollte die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Euro-Raum öfter aussehen.

 

Quelle: kwb.at