Tag-Archiv | Staatsterror

mexicanisches Regime schützt Paramilitärs & verfolgt Bürgerrechtler & -Verteidiger

Angehörige in Mexiko organisieren "Bürgersuche" nach vermissten Studenten

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt – Quelle: vocesoaxaca.com

Ayotzinapa, Mexiko 09. Januar 2015 – amerika21/

Mehr als drei Monate nach dem Verschwindenlassen von 43 Lehramtsstudenten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero dauert die Suche nach den Vermissten weiter an. Bisher konnte nur die Leiche eines Betroffenen identifiziert werden. Angehörige und Freunde fordern daher weiterhin Aufklärung über das Schicksal der übrigen 42 Studenten, die in der Ortschaft Ayotzinapa verschleppt worden waren.

Sie kritisieren die zähen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft und bemängeln, dass bisher keine präzisen Informationen veröffentlicht wurden. Die „Mahnwache für die 43“, bei der sich Familien und Freunde der Opfer engagieren, soll bis zur restlosen Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen fortgesetzt werden. Außerdem rufen die Angehörigen zur Beteiligung der Bevölkerung an der Suche auf.

Das Solidaritätskomitee für Ayotzinapa, das aus sozialen Organisationen, Lehramtsstudenten und Bürgern besteht, folgte diesem Aufruf bereits und hat gemeinsam mit den Angehörigen begonnen, verschiedene Kasernen und Gefängnisse des Bundesstaates Guerrero auf Spuren der Verschwundenen zu überprüfen. Die Aktion soll zunächst bis zum 16. Januar fortgesetzt werden.

Unterdessen veranlasste die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft die Verhaftung von zehn weiteren Polizeiangehörigen, die mutmaßlich an dem Verschwindenlassen der Lehramtsstudenten beteiligt gewesen sind. Laut der Bundesregierung erfolgten die Verhaftungen im Rahmen der staatlichen Ermittlungen und sollen dabei helfen, Klarheit über den Verbleib der 42 noch vermissten Studenten zu schaffen. Damit wurden bis heute insgesamt 58 Angehörige von Sicherheitskräften in der Region verhaftet.

Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger sehen darin den Versuch, die bröckelnde Regierungsversion zu den Vorkommnissen in Guerrero zu stützen, um die eigene Verantwortung zu relativieren. Im Gespräch mit der mexikanischen Tageszeitung La Jornada sprach der Menschenrechtsaktivist Abel Barrera Hernández zudem von einem Stopp der Ermittlungen der mexikanischen Bundesregierung in der Region Iguala, in der sich nur noch Gutachter und Mitglieder des argentinischen Forensikerteams befinden sollen. Eine Gruppe von zehn Experten der Interamerikanischen Menschenrechtskommission werde erwartet. Barrera Hernández bemängelte zudem die „sehr begrenzte Teilnahme der Regierung“ an den Ermittlungen. Sie verfüge „über keinen konkreten Plan“. Daher seien die Eltern und Angehörigen weitestgehend auf eigene Nachforschungen angewiesen.

Zuvor vermeldeten kritische Stimmen in der mexikanischen Presse Zweifel bezüglich der bisherigen Berichte der Bundesregierung, denen zufolge ausschließlich lokale Polizeieinheiten aus den Ortschaften Iguala und Cocula für Mord und Verschwindenlassen der Studenten verantwortlich seien. Eine interdisziplinäre Forschergruppe aus Mexiko-Stadt untersucht gegenwärtig die Hypothese, der zufolge die Studenten in Krematorien des mexikanischen Heeres oder den Installationen privater Unternehmen verbrannt worden sein könnten.

Für den 26. Januar haben mexikanische Menschenrechtsaktivisten zum achten internationalen Tag für die 42 verschwundenen Lehramtsstudenten aufgerufen.

Weiter deutsche Ausbildung von Polizisten in Mexiko

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hundertausende protestieren in Mexiko wegen Studentenverschleppung & gegen Regierung

Demonstrant mit Totenkopfmaske und Transparent: "Ayotzinapa - Staatsterrorismus"

Demonstrant am Samstag in Mexiko-Stadt: „Ayotzinapa – Staatsterrorismus“

Quelle: Amaranta Marentes – Lizenz: CC by-nc 4.0

Mexiko-Stadt 12. November 2014 – amerika21

Die Proteste in Mexiko gegen die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto und ihr Verhalten im Fall der 43 verschwundenen Studenten in Ayotzinapa haben weiter zugenommen.

Hauptauslöser war die Pressekonferenz von Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam am vergangenen Freitag. Er verkündete, die Studenten seien mit höchster Wahrscheinlichkeit hingerichtet und in einer Mülldeponie Cocula verbrannt worden. Ihre Asche sei in Plastiksäcken verpackt in einen nahe gelegenen Fluss geworfen worden. Er berief sich hierbei auf Videos und Aussagen von drei angeblichen Tätern aus den Reihen der Drogenbande „Guerreros Unidos“ (a21 berichtete).

Die Eltern der 43 Studenten haben die Erklärung von Murillo Karam verworfen und konkrete Beweise verlangt. Außerdem solle die Regierung das Zehn-Punkte-Abkommen, das Peña Nieto bei dem gemeinsamen Treffen mit ihnen unterzeichnet hatte, einhalten. Darin hatte sich der Präsident unter anderem verpflichtet, die Suche nach den Verschwunden zu intensivieren.

Noch am Freitag gingen Hunderttausende in Mexiko-Stadt auf die Straße.

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täglich 50 Mordopfer bei 2% Aufklärungsrate – in Mexico herscht das Recht des Stärkeren

Mexiko-Stadt. Familienangehörige von Verschwundenen sind am Samstag, dem in Mexiko begangenen Muttertag, in einem Demonstrationszug durch Mexiko-Stadt gezogen. Sie forderten in Sprechchören vom Staat „Wahrheit und Gerechtigkeit“ sowie die Suche nach den über 26.000 Menschen jeden Alters, die in Mexiko Opfer des Verschwindenlassens geworden sind. Bereits zum dritten Mal haben Aktivisten der Angehörigenorganisation „Vereinigte Kräfte für unsere Verschwundenen in Mexiko“ (Fuundem) und zahlreiche weitere Organisationen aus dem ganzen Land zu diesem nationalen Protestzug mobilisiert. Auch Familienangehörige aus El Salvador, Honduras und Guatemala unterstützten dieses Anliegen während der Veranstaltung am zentralen „Denkmal für die Mutter“ und am „Engel der Unabhängigkeit“. Das „Regionale Netzwerk Gerechtigkeit und Würde für Migranten“ hat indes 344 Fälle von verschwundenen Migranten detailliert dokumentiert. Sowohl im Fall der mexikanischen Opfer als auch bei verschwundenen Migranten liegt die Dunkelziffer mutmaßlich weitaus höher. Weiterlesen

Al Kaida, das Terror-Werkzeug der NATO

nato afghan Al Kaida, das Terror Werkzeug der NATO

von Thierry Meyssan

 Bis jetzt behaupten die offiziellen Stellen der NATO-Mitgliedsstaaten, dass sich die internationale dschihadistische Bewegung, deren Ausbildung sie im Afghanistankrieg gegen die Sowjets (1979) unterstützten, nach der Befreiung von Kuwait (1991) gegen sie gerichtet habe. Sie beschuldigen Al-Kaida, die Botschaften in Kenia und Somalia (1998) angegriffen und die Angriffe am 11. September 2001 ausgeheckt zu haben, aber geben zu, dass nach dem offiziellen Tod von Osama Bin Laden (2011) einige Elemente des Dschihad wieder mit ihnen in Syrien und Libyen zusammenarbeiteten. Diese taktische Wiederannäherung habe Washington aber im Dezember 2012 beendet.

Nun steht aber diese Version im Gegensatz zu den Tatsachen: Al-Kaida hat immer dieselben Feinde bekämpft, wie das Atlantische Bündnis. Dies wird wieder einmal im Skandal offenbar, welcher derzeit die Türkei erschüttert. Weiterlesen

Großbritannien enthüllt Geheimdokumente über französische Bombe in London

3. Jan. 2014London (IRIB)

Großbritannien hat nach drei Jahrzehnten Schweigen der Spitzenpolitiker dieses Landes Dokumente über die Bombenlegung in der französischen Botschaft in London durch die französischen Sicherheitskräfte im Jahr 1984 enthüllt.

Das britische Nationalarchiv gab am heutigen Freitag an, dass der Grund für diese Bombenlegung die Infragestellung der Fähigkeit der britischen Polizei und Sicherheitskräfte gewesen sei.

Diesen Dokumenten zufolge geschah diese Bombenlegung einen Tag vor der Reise des damaligen französischen Präsidenten, Francoise Mitterand, nach England.

Damals sollen die Kabinettsmitglieder der Thatcher-Regierung über diese Aktion der Franzosen sehr erbost gewesen sein, doch Frankreich weigerte sich, sich zu entschuldigen.

Weiterhin zeigen die Unterlagen, dass Thatcher bei ihrem ersten offiziellen Treffen mit dem südafrikanischen Ministerpräsidenten im Juni 1984, nichts Großes für die Freilassung von Nelson Mandela unternommen habe. Mandela war zu der Zeit wegen des Versuchs zum Umsturz der Regierung zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Thatcher wies bei diesem vierstündigen Treffen mir P.W. Botha nur einmal auf den Führer der Anti-Apartheid-Bewegung, und seine Lage, und nannte seine Partei eine terroristische Organisation.

Die Enthüllung solcher Dokumente nur einen Monat nach dem Tod von Mandela wird eine neue Welle von Kritik an Thatcher freisetzen.

USA drohen Ukraine mit Chaos und Gewalt

USA drohen Ukraine mit Chaos und Gewalt

5. Dez. 2013 – Collage: STIMME RUSSLANDS

STIMME RUSSLANDS Assistentin des US-Außenministers Victoria Nuland hat am Donnerstag in der Sitzung des OSZE-Außenministerrats in Kiew den ukrainischen Behörden gedroht.

Die ganze Welt beobachte ihren Worten zufolge Entwicklungen in der Ukraine. Die Behörden des Landes stehen vor der Wahl: entweder die Erwartungen ihres Volkes zu erfüllen oder es zu enttäuschen und das Land in Chaos und Gewalt zu stürzen.