Tag-Archiv | Steuerhinterziehung

Portugal verlost Luxus-Autos an ehrliche Steuerzahler

Portugals Präsiden Anibal Cavaco Silva verschenkt Luxus-Autos an Steuerzahler. Rund 60 Portugiesen werden dieses Jahr einen Wagen im Wert von 90.000 Euro gewinnen. (Foto: dpa)

Portugals Präsiden Anibal Cavaco Silva verschenkt Luxus-Autos an Steuerzahler. Rund 60 Portugiesen werden dieses Jahr einen Wagen im Wert von 90.000 Euro gewinnen. (Foto: dpa)

Die portugiesische Regierung verwandelt Rechnungen mit Steuernummer ab sofort in Lotterie-Lose. In Cafés, Restaurants oder beim Mechaniker sollen Kunden ab sofort eine Rechnung verlangen. Die Regierung verlost dann ab April jede Woche Luxus-Autos, um die ehrliche Steuerzahler zu belohnen.

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Steuerflucht: Schweizer Banken zeigen sich selbst an

ubs-300x179Die Schweizer Großbank UBS zahlte 2009 bereits 780 Millionen Dollar Strafe an die US-Behörden. (Foto: dpa)

Jede dritte Schweizer Bank hat sich bei den US-Behörden wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung angezeigt. Die Banken geben die Daten ihrer US-Kunden weiter und zahlen Strafen von bis zu 50 Prozent der versteckten Gelder. So entgehen sie einer Anklage durch die USA.

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Crash-Angst: Sparer decken sich weltweit mit Bargeld ein

Früher hatte Bargeld auch einen hohen künstlerischen Wert - was auch ein Grund war, warum man die Scheine gerne zu Hause aufbewahrt hat. (Foto: DWN)

Früher hatte Bargeld auch einen hohen künstlerischen Wert – was auch ein Grund war, warum man die Scheine gerne zu Hause aufbewahrt hat. (Foto: DWN)

Seit der Euro-Einführung hat sich der Bargeld-Umlauf vervierfacht. Die Sparer vertrauen den Banken nicht und ziehen ihr Geld ab. Ein nicht unbeträchtlicher Teil wandert ins Ausland – ein Beleg, dass das Misstrauen in das System weltweit groß ist.

16. Januar 2014 –

Spaniens Prinzessin Cristina wegen Geldwäsche angeklagt

Die Mehrheit der Spanier lehnt das Königshaus ab: König Juan Carlos, Prinzessin Cristina und ihr Mann. (Foto: dpa)

Die Mehrheit der Spanier lehnt das Königshaus ab: König Juan Carlos, Prinzessin Cristina und ihr Mann. (Foto: dpa)

Steuerbetrug – König soll abdanken

Die jüngste Tochter des spanischen Königs Juan Carlos muss vor Gericht. Sie soll ihren Ehemann bei Betrug, Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung unterstützt haben. Erstmals könnte nun einem Mitglied der königlichen Familie der Prozess gemacht werden.

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Landgut in Ecuador an Arbeiter vergeben

Regierung unterstützt Arbeiter beim Kauf beschlagnahmter Bananenhazienda. Magnat und Ex-Besitzer Álvaro Noboa stellt sich dagegen

Quito. Rund 2.000 Arbeiter der größten ecuadorianischen Bananenhazienda La Clementina werden demnächst Besitzer des Landgutes. Die Regierung von Präsident Rafael Correa hat die Bewilligung eines Kredites in Höhe von 80 Millionen US-Dollar bei der Nationalbank CFN in die Wege geleitet, damit die Landarbeiter das 12.000 Hektar große Grundstück bei einer Zwangsversteigerung erwerben können. Das Finanzamt hatte die Immobilie des Unternehmens Exportadora Bananera Noboa EBN im Mai wegen Steuerhinterziehung beschlagnahmt und wird sie am kommenden Mittwoch, dem 4. Dezember versteigern.

Präsident Correa führte aus, dass die Arbeiterkooperative Coorpoclem die Hazienda La Clementina nicht direkt verwalten wird, sondern einer Treuhand der CFN untersteht, die Geschäftsführer einstellen wird. „Ihr seid die Besitzer, aber die Administration wird in den Händen von profesionellen Verwaltern liegen“, sagte Präsident Correa zu den Arbeitern. Weitere Bedingungen zur Vergabe des Kredites seien, dass die neuen Besitzer weiterhin in der Hazienda arbeiten und keiner von ihnen individuell Grundstücke des Landgutes verkauft. Damit hätte das Eigentum einen gemeinschaftlichen Charakter.

Ursprünglich gehörte La Clementina dem Großunternehmer und Ex-Präsidentschaftskandidaten Álvaro Noboa, der laut dem Finanzamt circa 93 Millionen US-Dollar Steuerschulden beim Staat hat. Aus diesem Grund beschlagnahmte die Behörde verschiedene Güter Noboas wie Luxusautos, Flugzeuge, Jachten und mehrere Grundstücke. Einige der Objekte sind bereits versteigert worden. La Clementina sei allerdings der größte beschlagnahmte Landbesitz des Unternehmers.

Trotz des gerichtlichen Verbotes, das Land zu verlassen, hat Noboa Ecuador im März illegal verlassen. Aus dem Ausland versicherte der 63-Jährige, er habe keine Steuern hinterzogen und die staatlichen Beschlagnahmungen seien nicht legal. Er behauptete, er würde von der Regierung politisch verfolgt.

Noboa teilte vergangene Woche mit, dass er beim Interamerikanischen Gerichthof für Menschenrechte (CIDH) eine Klage wegen politischer Verfolgung eingereicht habe. Damit erhoffe er sich Schutzmaßnahmen des Gerichts, durch die die Zwangsversteigerung von La Clementina verhindert wird, so der Anwalt von Exportadora Bananera Noboa, Juan Vizuete. Der Anwalt kündigte außerdem mehrere Besuche bei diplomatischen Vertretungen in Ecuador an. Dabei wolle er ausländische Unternehmer über die Politik des illegalen Verkaufs von Gütern aufklären, die das Finanzamt gerade durchführe. Ebenso plane Noboa, eine Beschwerde beim Arbeitskreis für Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung FATF einzureichen.