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Großbritannien enthüllt Geheimdokumente über französische Bombe in London

3. Jan. 2014London (IRIB)

Großbritannien hat nach drei Jahrzehnten Schweigen der Spitzenpolitiker dieses Landes Dokumente über die Bombenlegung in der französischen Botschaft in London durch die französischen Sicherheitskräfte im Jahr 1984 enthüllt.

Das britische Nationalarchiv gab am heutigen Freitag an, dass der Grund für diese Bombenlegung die Infragestellung der Fähigkeit der britischen Polizei und Sicherheitskräfte gewesen sei.

Diesen Dokumenten zufolge geschah diese Bombenlegung einen Tag vor der Reise des damaligen französischen Präsidenten, Francoise Mitterand, nach England.

Damals sollen die Kabinettsmitglieder der Thatcher-Regierung über diese Aktion der Franzosen sehr erbost gewesen sein, doch Frankreich weigerte sich, sich zu entschuldigen.

Weiterhin zeigen die Unterlagen, dass Thatcher bei ihrem ersten offiziellen Treffen mit dem südafrikanischen Ministerpräsidenten im Juni 1984, nichts Großes für die Freilassung von Nelson Mandela unternommen habe. Mandela war zu der Zeit wegen des Versuchs zum Umsturz der Regierung zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Thatcher wies bei diesem vierstündigen Treffen mir P.W. Botha nur einmal auf den Führer der Anti-Apartheid-Bewegung, und seine Lage, und nannte seine Partei eine terroristische Organisation.

Die Enthüllung solcher Dokumente nur einen Monat nach dem Tod von Mandela wird eine neue Welle von Kritik an Thatcher freisetzen.