Tag-Archiv | Telekommunikation

Russland will mit Yota-Phone Marktführer Apple angreifen

Yota Phone: Die russische Antwort auf Apple. (Foto: apploidnews.com)Yota Phone: Die russische Antwort auf Apple. (Foto: apploidnews.com)

Innovation – Zwei Bildschirme

Russland ist seit der Ära der Sowjetunion für seine Innovationen bekannt. Doch die gab es bisher fast ausschließlich in der Waffen-Industrie. Nun bringt ein russisches Unternehmen ein neues Smart-Phone heraus. Das Yota-Phone soll Apple auf dem Weltmarkt ins Schwitzen bringen.

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EU will nationale Telekom-Regulierer abschaffen

 |  14.08.13, 09:57  |  7 Kommentare

EU-Kommissar Joaquín Almunia will die nationalen Telekommunikations-Regulierer durch eine gemeinsame EU-Behörde ersetzen. Doch einige Staaten lehnen dies ab. Ihnen würden die Einnahmen aus der Frequenzen-Vergabe verloren gehen.

Die Regulierung des Telekommunikations-Marktes könnte mehr Macht und Geld nach Brüssel bringen. (Foto: Flickr/mikecogh)

Die Regulierung des Telekommunikations-Marktes könnte mehr Macht und Geld nach Brüssel bringen. (Foto: Flickr/mikecogh)

Der Brüsseler Wettbewerbs-Kommissar Joaquín Almunia hat gefordert, die 28 nationalen Aufsichtsbehörden im Bereich Telekommunikation durch eine gemeinsame EU-Behörde zu ersetzen.

Ein Bericht aus Almunias Büro fordert ehrgeizige Schritte zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Telekommunikations-Marktes: „Die Generaldirektion Wettbewerb vertritt die Ansicht, dass die Schaffung einer EU-weiten Aufsichtsbehörde die effektivste Lösung zur Beseitigung nationaler Alleingänge darstellt“, zitiert die FT aus dem Bericht.

Die Beseitigung der 28 verschiedenen nationalen Aufsichtsbehörden sei ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu einem echten gemeinsamen Binnenmarkt, so der Almunia-Bericht. Ein gemeinsamer Telekommunikations-Markt würde den Anbietern erlauben, in allen 28 EU-Staaten zu operieren. Dies könnte zu höherer Effektivität und somit zu geringeren Kosten für die Kunden führen.

Die von Almunia geforderten weitreichenden Reformen könnten zu Streit in der EU führen. Denn einige Staaten wollen die Kontrolle über die nationale Infrastruktur nicht an Brüssel abgeben. Oft können nämlich bei der Vergabe von Handy-Frequenzen hohe Einnahmen erzielt werden.

Das Ende des freien Internet: Die Zensur kehrt nach Europa zurück

Großbritannien wird ab 2014 mit seinem Filter nicht bloß pornografische Inhalte verbieten: Auch Foren, Raucher-Seiten oder esoterische Hinhalte werden geblockt. Der französische Mobilfunkbetreiber Orange zensiert schon lange Inhalte, „die Kinder negativ beeinflussen“. Datenschützer sagen: Die Europäer torkeln wie Schlafwandler in die totale Zensur. Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird die Falle auch in Deutschland zuschnappen.

Die Zensur hat in Europa eine lange Tradition - wie hier in einer Darstellung der höfischen Unterwerfung, gegen die Karl Kraus mit seiner „Fackel“ kämpfte. Nun kehrt die Zensur zurück, zunächst in London und wohl bald auch schon an anderen Orten. (Foto: austriaforum.org)

Die Zensur hat in Europa eine lange Tradition – wie hier in einer Darstellung der höfischen Unterwerfung, gegen die Karl Kraus mit seiner „Fackel“ kämpfte. Nun kehrt die Zensur zurück, zunächst in London und wohl bald auch schon an anderen Orten. (Foto: austriaforum.org)

Ab 2014 wird das Internet in Großbritannien einer Revolution unterzogen.

Es ist eine Revolution von oben.

Über eine Voreinstellung werden zahlreiche Seiten aus dem normalen Verkehr herausgefiltert.

Was im Volksmund unter „Pornwall“ läuft, betrifft mitnichten nur pornografische Inhalte.

Über ein im Geheimen abgewickeltes Verfahren werden willkürlich Seiten ausgefiltert, die nicht in ein bestimmtes Raster passen.

Das Internet in Europa bekommt seinen offiziellen Filter.

London wird Peking.

Unter dem Vorwand, die Nutzer gegen Pornografie schützen zu wollen, wird zensiert.

London macht den Anfang.

Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen: Es wird nicht bei London bleiben.

Berlin, München und Stuttgart werden folgen.

Veröffentlicht: 08.08.13, 03:27 Zum Weiterlesen: