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US-Multi Cargill: Wann endet deren tolerierte Kinderarbeit?

palmen

Wenn Sie das nächste Mal den Zapfhahn an der Bio-Dieselsäule einer Tankstelle in den Stutzen Ihres Autos stecken, bedenken Sie dabei, daß durchaus auch Kinderhände nicht unbeteiligt mitwirkten, damit Sie in den Genuß freier Fahrt gelangen.

Denn der US-Multi Cargill hat keinerlei Probleme damit, seinen Palmöl-Lieferanten, den malaysischen Konzern Kuala Lumpur Kepong (KLK) dahingehend zu unterstützen, dessen Tochterfirma illegale Brandrohdung anwenden zu lassen sowie der KLK Kinder- und Sklavenarbeit zu gestatten. Wann endet deren tolerierte Kinderarbeit?

Was schon Ramaproduzent Unilever sich an Menschenrechtsverletzungen leistete, dem steht Cargill in nichts Nahe. Während solche Konzerne unbeeindruckt ihre Geschäftspraktiken nonchalant fortfahren, selbst wenn „Rettet den Regenwald e.V.“ mit dieser beherzten Protestaktion die Öffentlichkeit wachzurütteln versucht, so ist es eben auch den kontinuierlichen Recherchen von E. Benjamin Skinner zu verdanken, der in diesem Artikel eindringlich auf die Mißstände aufmerksam machte und darüber hinaus zuvor in seinem  2008 erschienenem Buch „A crime so monstrous“ den weltweiten Menschenhandel thematisierte.

Es offenbart sich ein anhaltender Wirtschaftslobbyismus, der weder Rücksicht auf die Umwelt noch auf Kinder- oder Menschenrechte nimmt, Hauptsache der ungezügelte Profit sorgt für immerwährenden Nachschub.

Ihr Lotar Martin Kamm

Artikelbildquelle: hero.2006  / www.pixelio.de

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