Tag-Archiv | Usbekistan

Krim: US-Drohne gekapert, israelische zerstört – Tschechien löst US-Raketenschildbasis auf

Jazenjuk: Ukraine kämpft ums Überleben

Jazenjuk: Ukraine kämpft ums Überleben

STIMME RUSSLANDS Trotz milliardenhohen Finanzspritzen von der EU und dem IWF sieht der Premierminister der Ukraine, Arseni Jazenjuk, sein finanziell angeschlagenes Land im kommenden Jahr weiter vor der Überlebensaufgabe. Von einem Wachstum kann laut ihm noch immer keine Rede sein.

„Die Aufgabe für 2015 lautet überleben“, sagte Jazenjuk am Donnerstag in einer Regierungssitzung in Kiew. Er wolle keine populistischen Versprechungen abgeben; im kommenden Jahr „werden alle sozialen Schichten es schwer haben“.

Obwohl die Ukraine in diesem Jahr Finanzhilfen in Höhe von 8,2 Milliarden US-Dollar bekommen hat, erwartet die Regierung einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um fünf bis sieben Prozent. Die Staatsschulden haben sich seit 2010 auf 70 Milliarden US-Dollar vervierfacht. Am heutigen Donnerstag forderte Premier Jazenjuk eine internationale Geberkonferenz, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden.

In der Ukraine war es im Februar 2014 zu einem Umsturz gekommen, bei dem die Opposition die Macht übernahm. Im März teilte Jazenjuk, der neue Regierungschef, in Kiew mit, dass die Ukraine in ihrer tiefsten Krise seit 20 Jahren stecke: Die Staatskasse sei leer und die Gold- und Devisenreserven würden kaum für zwei Monate ausreichen. Dennoch schickte Kiew im April die Armee gegen die östlichen Regionen Donezk und Lugansk, weil diese den Februar-Umsturz und die neue, nationalistisch geprägte Regierung nicht anerkannt hatten. Der Militäreinsatz im Osten kostet die Staatskasse knapp 130 Millionen Dollar im Monat.

Poroschenko will die Grenzübergänge zu Russland schließen

Weiterlesen

Russland und China lernen gemeinsame Kriegführung

czpputin-73-1000x297x1Die neuen russisch-chinesischen Übungen, die im Japanischen Meer und auf dem Übungsgelände Tschebarkul (Südural) stattfinden sollen, werden den nächsten Schritt bei der Vorbereitung der russischen und der chinesischen Streitkräfte auf ein reales Zusammenwirken im Gefecht manifestieren. Das gemeinsame Training wird ohne Rücksicht auf den „humanitären“ oder „konterterroristischen“ Charakter der eventuellen Operationen verlaufen.
Schon die Übungen der vergangenen Jahre sind offenkundig über den Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus hinausgegangen: Währen der russisch-chinesischen Übung im Gelben Meer wurden im Jahre 2012 solche Fragen wie gemeinsamer Kampf gegen U-Boote und gemeinsame Abwehr eines Luftangriffes durchgearbeitet.
Zur Übung „Zusammenwirken auf hoher See – 2013“ wird China sechs größere Kampfschiffe, darunter vier Zerstörer und zwei Fregatten, sowie ein Versorgungsschiff aufbieten. Zum Bestand des chinesischen Schiffsverbandes gehört der Zerstörer „Shenyang“ des Projektes 051S, der mit einem leistungsstarken Fla-Raketenkomplex S-300FM aus russischer Fertigung ausgestattet ist, sowie Fregatten des Projektes 054A. Es darf angenommen werden, dass im Verlauf der neuen Übung solchen hochtechnologischen Aspekten des Krieges auf hoher See wie der Luft- und der U-Boot-Abwehr noch größere Beachtung geschenkt wird. Die gemeinsame Übung wird sich für die chinesische Flotte als besonders nützlich erweisen, denn sie hat erst vor einigen Jahren Zugang zu neuzeitlichen Schiffsfunkmessstationen und einigen anderen Arten von Waffen erhalten. Doch von den Möglichkeiten für gemeinsame Kriegshandlungen auf hoher See kann in der nächsten Zeit wohl kaum die Rede sein.
Andererseits bezweckt die Übung der Landstreitkräfte „Friedensmission“, die jedes Jahr im Rahmen der SOZ durchgeführt wird, die Vorbereitung auf gemeinsame Handlungen im Falle einer groß dimensionierten Destabilisierung der Situation in der Zentralasiatischen Region. Gegenwärtig sehen die Vorbereitungen auf ein solches negatives Szenarium besonders aktuell aus. Es naht das Jahr 2014, da die USA und die Nato ihre Präsenz in Afghanistan drastisch abbauen werden. Unabhängig von der Situation in Afghanistan bleibt das Risiko einer Zuspitzung der Lage in Kirgisien hoch, das schon jetzt am Rande des Zerfalls in Nord- und Südgebiete schwankt. Usbekistan kann sich ebenfalls an der Schwelle einer Krise erweisen, falls sein hoch betagter Präsident, Islam Karimow, die Kontrolle über die Situation zu verlieren beginnt.

Gefunden beim Honigmann