Tag-Archiv | Wohlstand

schweizer Bürger stimmen heute u. a. über 18 Euro Mindestlohn ab!

Der "Gripen" E: Die Schweizer Regierung möchte 22 neue Jets von dem schwedischen Hersteller Saab erwerben, am Sonntag entscheiden die Bürger.Der „Gripen“ E: Die Schweizer Regierung möchte 22 neue Jets von dem schwedischen Hersteller Saab erwerben, am Sonntag entscheiden die Bürger.

18. Mai 2014Bern (orf/IRIB)

Rund fünf Millionen Schweizer sind aufgerufen, heute über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von umgerechnet 18 Euro pro Stunde sowie den Kauf neuer Kampfjets zu entscheiden.

Sozialdemokraten und Gewerkschaften befürworten die Initiative zum Mindestlohn, während die Regierung und Unternehmerverbände sie unter Verweis auf eine Gefährdung von Arbeitsplätzen ablehnen. Der Kampfjet entzweit seit Monaten die Schweiz. Kritiker fragen, ob die Armee des neutralen kleinen Landes milliardenschwere Flugzeuge „Gripen“ des schwedischen Herstellers Saab braucht? Vereinbarter Kaufpreis für die Flotte: 3, 126 Milliarden Franken, umgerechnet rund zweieinhalb Milliarden Euro. Die Parteien haben sich in der „Gripen“-Frage klar positioniert: Das bürgerliche Lager ist für den neuen Jet, lediglich die Plattform der Frauen in der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) scherte aus. Allen voran Verteidigungsminister Ueli Maurer von der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP) macht Werbung für den „Gripen“. Außerdem wird darüber abgestimmt, ob ein Gebot zur Gewährleistung einer umfassenden Hausarzt-Versorgung in der Verfassung verankert werden soll.

Uruguay bietet Bolivien und Paraguay einen Hafen an

Montevideo. Der Präsident von Uruguay, José Mujica, hat den Ländern Bolivien und Paraguay angeboten, einen Hafen an der uruguayischen Atlantikküste zu betreiben.

Die beiden Länder im Binnenland des Kontinents haben als einzige in Südamerika keinen direkten Zugang zum Atlantischen oder Pazifischen Ozean. Die dadurch beschränkten Handelsmöglichkeiten werden immer wieder als Gründe für die zurückgebliebene Entwicklung beider Länder angeführt.

Der Containerhafen würde auf uruguayischem Territorium in der Stadt La Paloma gebaut werden, soll aber unter die Befugnis der Regierungen Paraguays und Boliviens gestellt werden. Mujicas Angebot geschieht im Rahmen der Wirtschaftsunion südamerikanischer Nationen Mercosur. Weiterlesen

FAO: Kuba einziges Land ohne Hunger in der Region

Havanna. Kuba ist nach Angaben des Vertreters der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Theodor Friedrich, das einzige Land in der Region, das den Hunger vollständig beseitigt hat. Dies sagte er im Rahmen eines Interviews über die Erfüllung der Millenniumsziele der UNO und Strategien zur Beseitigung des Hungers in der Region.

„Lateinamerika bleibt weiterhin die Region mit der größten Ungleichheit, was auch das Recht auf Nahrung beeinträchtigt und einige hilfsbedürftige Gruppen von der wirtschaftlichen und politischen Teilhabe ausschließt“, so Friedrich. Allerdings gab es auch Erfolge. Der UN-Vertreter lobte die Umsetzung von Nahrungsmittelprogrammen in der Gegend. Die geringsten Fortschritte konnten allerdings in der Karibikregion erzielt werden. Nach aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen und der CEPAL, hat sich die Unterernährung in Lateinamerika in der letzten Dekade um circa 50 Prozent reduziert, in der Karibik hingegen um lediglich 30 Prozent.

Auf dem Welternährungsgipfel 1996 in Rom wurde das Ziel festgelegt, die absolute Anzahl der hungernden Menschen bis 2015 zu halbieren. „Obwohl dies ein ehrgeiziges Ziel ist, wurde es bereits von Kuba, Guyana, Nicaragua, Peru und Venezuela erfüllt. Während dieses Weltgipfels äußerte sich der Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro, klar zu dem Thema und erklärte, dass die Beseitigung des Hungers grundlegend sei, was zumindest in Kuba schon erreicht ist“, sagte Friedrich, der auch die aktuelle Landwirtschaftspolitik der kubanischen Regierung zur Importsubstitution und die allgemeine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen positiv hervorhob. (prensarural)

Venezuela erreicht stärkste Armutsminderung in Lateinamerika

Laut dem Bericht „Soziales Panorama in Lateinamerika 2013“, der am Donnerstag in der chilenischen Hauptstadt veröffentlicht wurde, sank die Armut in Ecuador von 35,3 auf 32,2 Prozent und in Brasilien von 20,9 bis 18,6 Prozent. In Peru ging die Armut im Jahr 2012 zurück (27,8 auf 25,8 Prozent), ebenso in Argentinien (5,7 auf 4,3 Prozent) und Kolumbien (34,2 auf 32,9 Prozent). Auf gleichem Niveau blieb sie dagegen in Costa Rica (17,8 Prozent), El Salvador (45,3 Prozent), Uruguay (5,9 Prozent) und der Dominikanischen Republik (41,2 Prozent), während sie in Mexiko von 36,3 auf 37,1 Prozent anstieg.

Die Exekutivsekretärin der Kommission, Alicia Bárcena Ibarra aus Mexiko, hatte unlängst die Regierungen von Venezuela, Bolivien und Peru als Beispiel für politische Anstrengungen bei der Reduzierung der Armut in der Region hervorgehoben.

In dem CEPAL-Bericht heißt es, dass in Lateinamerika und der Karibik zum Ende dieses Jahres insgesamt 164 Millionen Menschen von Armut betroffen sind, das entspricht 27,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Diese Zahl ähnelt den Vorjahreszahlen, die einen leichten, stetigen Rückgang in den letzten Jahren anzeigen.

Laut Einschätzung der CEPAL wird sich im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren der Rhythmus verlangsamen, mit dem Armut und Bedürftigkeit zurückgehen. Dies hänge mit dem stagnierenden Wirtschaftswachstum in der Region und dem Anstieg der Lebensmittelpreise zusammen. „Seit 2002 ist die Armut in Lateinamerika um 15,7 und die Bedürftigkeit um acht Prozentpunkte zurückgegangen, aber die jüngsten Zahlen zeigen eine Verlangsamung“, sagte Bárcena bei der Vorstellung des Berichts. – (tsur)

Europäer ohne EU-Glaube – Nur ein Drittel der Deutschen glaubt, dass die EU Vorteile bringt

Die Deutschen fühlen sich sehr europäisch. Doch nur jeder dritte Deutsche findet, dass das Land Vorteile aus der EU-Mitgliedschaft zieht. (Foto: dpa)Die Deutschen fühlen sich sehr europäisch. Doch nur jeder dritte Deutsche findet, dass das Land Vorteile aus der EU-Mitgliedschaft zieht. (Foto: dpa)

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Das Ende der Mittelschicht: Der Wohlstand verabschiedet sich aus Europa

Der Wohlstand - eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)Der Wohlstand – eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)

Gesellschaft – Deutsche fürchten Abstieg

Das Versprechen der EU, mehr Wohlstand für alle zu schaffen, hat sich nicht erfüllt: In den meisten Staaten verschwindet die Mittelschicht. Viele Bürger arbeiten rund um die Uhr – und können von ihrem Einkommen nicht leben. Wir erleben das Ende einer großen Illusion.

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Strom aus dem Solar-Kiosk

technik  Strom aus dem Solar Kiosk solarkiosk© Georg Schaumberger4.Nov. 2013Gute Nachrichten

Für uns Europäer ist der Zugang zu Strom etwas Alltägliches. Hier kommt der Strom sprichwörtlich einfach “aus der Steckdose” und wenn es einmal aus technischen Gründen einen Stromausfall gibt, dann bricht die große Hilflosigkeit aus, weil man es einfach nicht gewöhnt ist, dass Elektrizität nicht jederzeit zur Verfügung steht.

Anders ist die Situation etwa in Afrika, denn dort ist es in der Provinz ein Luxus, Strom zur Verfügung zu haben. Rechtsanwalt und Unternehmer Andreas Spieß möchte den Menschen auf dem afrikanischen Kontinent den Zugang zur Elektrizität erleichtern. Elektrisches Licht ermöglicht das Lesen und Lernen auch bei Nacht und fördert das soziale Zusammenleben. – zum Weiterlesen