Terroristen schmuggeln syrisches Erdöl in die Türkei

17. April 2014Damaskus (IRIB)

In einem Interview mit der libanesischen Zeitung al-Safir hat der stellvertretende syrische Erdölminister Hassan Zeinab die Eindämmung des Erdölschmuggels in die Türkei als wichtiges Anliegen der syrischen Regierung bezeichnet.

Angesichts der Unruhen im Norden des Landes gestaltet sich diese Aufgabe jedoch äußerst schwierig. Nach Schätzungen werden dort von verschiedenen terroristischen Gruppen täglich mit primitiven Mitteln ca. 60.000 Barrel leichtes Öl gefördert. Davon werden 10.000 Barrel im Inland verkauft und der Rest geht an den türkischen Schwarzmarkt. Zeinabs Aussagen zufolge kostet ein Barrel des illegal geförderten Öls auf dem Schwarzmarkt 10 Dollar.

Das größte Hindernis bei der Bekämpfung des Öl-Schmuggels ergibt sich daraus, dass Förderung und Schmuggel von einem Netzwerk aus unterschiedlichen Gruppen, darunter extrem militante Terroristen, betrieben wird und dieses Netzwerk wiederum Beziehungen zum türkischen Sicherheitsdienst und der türkischen Armee unterhält. 

Hayan Salman, Wirtschaftsdozent an der Universität von Damaskus, erläutere diese Situation am Mittwoch in einem Gespräch mit  dem Sender al-Alam und ging dabei besonders auf die Rolle der türkischen Geheimdienste ein. Nachdem die Terroristen auf politischer und militärischer Ebene ihre Ziele nicht erreichen konnten, so Salman, verlagern sie ihre Aktivitäten jetzt auf Sabotageakte. Die Türkei wirkt daran mit, indem sie an der Grenze zu Syrien mobile Raffinerien errichtet hat. Neben allen anderen Schäden werden durch die mangelhafte und primitive Raffinierung des Öls erhebliche Umweltschäden angerichtet. 

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