Ukraine: Hinrichtung in Krankenhaus/über 300 Tote Widerständler seit Dienstag

Ukraine.jpg wikipädia5. Juni 2014 Kiew (Reuters/jW/IRIB) – Bild: Wikipädia

Bei schweren Kämpfen im Osten der Ukraine haben Regierungstruppen seit Dienstag nach Regierungsangaben mehr als 300 Separatisten getötet.

Ein Sprecher der Sicherheitskräfte sagte am Mittwoch, bei den Gefechten rund um die Stadt Slawjansk seien zudem rund 500 Rebellen verletzt worden. Aufseiten der Armee seien zwei Soldaten getötet und 45 verletzt worden. Eine Sprecherin der prorussischen Separatisten erklärte lediglich, die Zahl der Toten in der Region steige kontinuierlich.

Die Streitkräfte Kiews beschossen erneut verschiedene Orte mit Artillerie und setzten die Luftwaffe ein. Dabei wurde u. a. die Wasserversorgung mehrerer Städte der Region Lugansk zerstört.
Der Chef der »Volksrepublik Donezk«, Denis Puschilin, teilte der Nachrichtenagentur Itar-Tass mit, im Krankenhaus der Stadt Krasny Liman nördlich von Slowjansk seien mehr als 25 verwundete Rebellen von regierungstreuen Bewaffneten erschossen worden. Er sprach von einem »himmelschreienden Kriegsverbrechen«. Nach anderen Quellen handelte es sich bei den Mördern um Angehörige des faschistischen »Rechten Sektor«.

Seit dem Wahlsieg des designierten Präsidenten Petro Poroschenko hat die ukrainische Armee ihren Einsatz gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes verstärkt.

Angesichts der Brutalitäten und der Flucht Tausender Einwohner nach Russland, forderte Moskau erneut den Westen auf, die Strafaktion in der Ostukraine zu stoppen.

G7-Staatschefs bezeichnen Kiews Sonderoperation in Ostukraine als zurückhaltend

G7-Staatschefs bezeichnen Kiews Sonderoperation in Ostukraine als zurückhaltend

STIMME RUSSLANDS Die Staats- beziehungsweise Regierungschefs der G7-Länder haben die Handlungen der ukrainischen Regierungstruppen, die eine militärische Sonderoperation im Südosten des Landes durchführen, als zurückhaltend bezeichnet und sich für eine baldmöglichste Anwendung eines „Memorandums über Frieden und Einvernehmen“ geäußert, heißt es in einem Kommuniqué nach einem G7-Arbeitsabendessens.

„Wir rufen die illegalen bewaffneten Formationen zur Abrüstung auf. Wir rufen die ukrainischen Behörden auf, das reservierte Herangehen bei Operationen zur Wiederherstellung der Gesetzlichkeit und der Ordnung beizubehalten“, erklärten die G7-Staats- und Regierungschefs.

Sie begrüßten auch die „Bereitschaft der ukrainischen Behörden zur Fortsetzung des inklusiven nationalen Dialogs“.

„Wir begrüßen das Memorandum über Frieden und Einvernehmen, das die Oberste Rada am 20. Mai angenommen hat, und bekunden den Wunsch nach seiner schnellen Anwendung“, heißt es im Kommuniqué.

Dieses durch das ukrainische Parlament gebilligte Dokument sieht insbesondere den Truppenabzug aus dem Osten des Landes.

Ferner riefen die Spitzenvertreter der G7-Länder das ukrainische Parlament und die Regierung auf, die Verfassungsreform fortzusetzen. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

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