Ukrainer protestieren vor der US-Botschaft in Kiew

23. Jan. 2014 Kiew (Stimme Russlands/RIA Novosti/dap)

Tausende Einwohner Kiews haben sich am Mittwochabend vor der US-Botschaft versammelt, um von den USA zu fordern, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einzumischen.

Die Aktion wurde von der Bewegung „Kiewer für eine saubere Stadt“ organisiert, die sich auch früher schon gegen Massenunruhen in Zentrum Kiews einsetzte. Die Aktivisten der Bewegung forderten die Teilnehmer der Proteste auf, die Barrikaden aus dem Stadtzentrum zu räumen. Am 14. Januar hatte die Bewegung einen Protestposten vor der deutschen Botschaft in Kiew organisiert.Unterdessen wurde bekannt gegeben, dass die Regierung der Ukraine zu einem Dialog und einem Kompromiss mit der Opposition bereit ist. „Die Behörden setzen sich für einen konstruktiven Dialog mit der Opposition über die Einstellung der Konfrontation im Stadtkern von Kiew, sie akzeptieren aber keine Ultimaten für die Einstellung“, sagte Asarow, der sich jetzt in der Schweiz aufhält, in einem Interview für den TV-Sender BBC.  Die Regierung sei aber bereit, mit der Opposition eine Einigung im Interesse des Landes zu erzielen. Kompromissen seien möglich, betonte der Premier. 

„Die Oppositionsführer müssen begreifen, dass auch sie dafür verantwortlich sind, dass es nicht zum Blutvergießen kommt“, fügte er hinzu. „Die Behörden sind zwar auch verantwortlich, in der jetzigen Situation darf man nicht die gesamte Verantwortung auf sie abzuwälzen.“

„Wir haben einen bei demokratischen Wahlen legitim gewählten Präsidenten“, sagte er. „Viele Menschen unterstützen den Präsidenten, wovon Massenkundgebungen in Kiew und in einer überwältigenden Mehrheit der Regionen zeugen.“

Bei den Protesten auf dem Unabhängigkeitsplatz – dem Maidan – rief der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko zum Widerstand gegen die Führung um Präsident Viktor Janukowitsch auf. «Wenn der Präsident uns morgen nicht entgegenkommt, dann gehen wir zum Angriff über. Einen anderen Ausweg gibt es nicht», sagte er am Mittwoch. Klitschko rief die Polizei auf, zur Opposition überzulaufen.

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