Ukraine/Slawjansk: Putschisten spielen potentiell zivile Opfer herunter : nur 4 Prozent der Bevölkerung sind verblieben

Der Konflikt im Osten der Ukraine hält Europa seit Wochen in Atem. Der Konflikt im Osten der Ukraine hält Europa seit Wochen in Atem. – Kiew 11. Juni 2014 (RIA Novosti/IRIB)

Nach Beginn der Kiewer Militäroffensive gegen das ostukrainische Slawjansk haben rund 96 Prozent der Einwohner die Stadt verlassen, berichtet der ukrainische Sender Hromadske.tv unter Verweis auf die Militäraufklärung.

Von den 117.000 „sind nur noch höchstens 7000 Zivilisten geblieben, hauptsächlich Senioren“, so der Sender am Mittwoch. Slawjansk steht seit Tagen unter Beschuss durch die Kiewer Armee. Es gibt viele Opfer und Zerstörungen in Wohnvierteln. Die Wasser- und Stromversorgung ist in mehreren Stadtteilen zusammengebrochen. Nach der Vereidigung des neuen Präsidenten Pjotr Poroschenko hat die ukrainische Armee ihre Angriffe auf Slawjansk verschärft. Die Volksmilizen behaupteten, dass die Kiewer Truppen neben Haubitzen und Mörsern auch Mehrfachraketenwerfer vom Typ „Grad“ eingesetzt hätten. Die Regierung in Kiew bestreitet das. Seit Beginn der sogenanten „Anti-Terror-Operation“ gegen Aufständische in der Ostukraine sind den Behörden zufolge mindestens 250 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter etwa 14 Minderjährige. Allein im Raum Donezk seien seit Mitte April bei Kämpfen zwischen Regierungseinheiten und Aufständischen etwa 220 Bürger getötet worden, sagte Vize-Gesundheitsminister Ruslan Saljutin am Mittwoch in Kiew.

OSZE-Generalsekretär besucht Flüchtlingslager im Gebiet Rostow

OSZE-Generalsekretär besucht Flüchtlingslager im Gebiet Rostow

STIMME RUSSLANDS Der OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier ist im Gebiet Rostow eingetroffen, wo er die Flüchtlinge aus den Gebieten Lugansk und Donezk besucht.

Im Gespräch mit den Flüchtlingen erwähnte er die Notwendigkeit eines Rundtischgesprächs mit den früheren ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma und Leonid Krawtschuk, der jetzigen Regierung des Landes und Vertretern der Volkswehr.

Die Flüchtlinge forderten, die Schießerei im Südosten der Ukraine einzustellen.

Dem Leiter des Obersten Rates der selbsternannten Republik Donezk Denis Puschilin zufolge haben bereits 15.000 Flüchtlinge die russisch-ukrainische Grenze überquert.

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