US-Regierung verweigert iranischem UN-Botschafter Visum

12. April 2014New York (IRNA/Irib) – Hamid Abutalebi

Die Vertretung der Islamischen Republik Iran bei der UNO hat die Entscheidung der US-Regierung als eine unvernünftige Maßnahme und eine offensichtliche Verletzung des Völkerrechts verurteilt.

Die USA hat dem neuen UNO-Botschafter Hamid Abutalebi des Iran kein Visum erteilt. Damit kann er seinen Posten nicht antreten. Die Vertretung der Islamischen Republik Iran bei der UNO hat nach der offiziellen Bekanntgabe dieser Entscheidung der US-Regierung in einer Erklärung diese scharf verurteilt. In dieser Erklärung heißt es, diese Entscheidung verstoße gegen das wesentliche Recht eines jeden UN-Mitgliedsstaats, seine ständigen Botschafter bei der UNO zu ernennen. Die USA werfen ihm nämlich vor, er sei unter den Studenten gewesen, die 1979 die US-Botschaft in Teheran stürmten und rund 52 Amerikaner 444 Tage lang als Geiseln hielten. Die iranische Regierung und Abutalebi selbst beteuern, dass der damals 22-Jährige lediglich als Übersetzer bei den Verhandlungen tätig gewesen sei. „Wir werden keinen anderen Botschafter als Herrn Abutalebi ernennen und leiten juristische Schritte ein“, kündigte das iranische Außenministerium an. „Wir werden nicht zulassen, dass eine Gruppe extremistischer Falken die Regeln für Irans Vertretung bei der Uno festlegt“, sagte Marzieh Afkham, Sprecherin des Ministeriums in Teheran. „Das Verhalten der USA ist unerträglich, und wir werden bei der Uno Gegenmaßnahmen einleiten.“
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