Venezuela: Waffen und Sprengstoff bei Razzien sichergestellt – Oppositioneller Bürgermeister der Gewalteskalation überführt

Caracas. Nach der Ermordung von drei Personen durch gewalttätige Gruppen in Venezuela hat der Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, die Verhaftung von sechs mutmaßlichen Tätern bekanntgegeben. Bei der Durchsuchung verschiedener Wohnungen in der Stadt Valencia im Staat Carabobo, wo es zu den tödlichen Schüssen gekommen war, seien zahlreiche Waffen und Bomben aus C4-Sprengstoff beschlagnahmt worden, so Maduro weiter. „Die Nationalgarde ist in El Trigal in Valencia eingerückt.“ In dem Stadtteil hätten sich Paramilitärs verschanzt gehabt. „Die Orte, an denen sich diese Banditen versteckt gehalten haben, wurden durchsucht und Waffen beschlagnahmt“, erläuterte der Präsident. Die Regionalregierung von Carabobo und die Justizbehörden beschuldigen den Lokalpolitiker Enzo Scarano sowie den Sekretär der Universität von Carabobo, Pablo Aure, hinter den bewaffneten Strukturen zu stecken.

Nachdem durch politisch motivierte Gewalttaten in den vergangenen Wochen nach offiziellen Angaben 28 Menschen ihr Leben verloren haben – wobei die Mehrzahl der Opfer im Regierungslager sowie unter den Sicherheitskräften zu beklagen war – ging das Oppositionsbündnis MUD nun einen Schritt auf die Regierung von Präsident Nicolás Maduro zu. Man sei bereit, mit der gewählten Staatsführung über eine Beilegung der Krise zu sprechen, hieß es seitens des MUD. Allerdings müsse die Regierung zunächst fünf Bedingungen erfüllen. Dazu zählten die Regierungsgegner eine klare Agenda für die Verhandlungen und die Live-Übertragung etwaiger Gespräche im Fernsehen.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur AVN sind derzeit gut 20.000 Mitglieder der Nationalgarde und der Polizei im ganzen Land im Einsatz. Sie hätten in den vergangenen vier Wochen gut 500 gewalttätige Ausschreitungen unterbunden. (albaciudad/eluniversal/avn)

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