Vereinte Nationen zeichnen kubanisches Bildungssystem aus

Havanna. Der Regionalvertreter der UNESCO für Kultur in Lateinamerika, Miguel Jorge Lavigne, hat das kubanische Bildungssystem als Beispiel für die Welt hervorgehoben. Dieses zeichne sich durch die Verwirklichung des Prinzips der Bildung für alle aus, bei gleichzeitiger Gewährleistung hoher Bildungsstandards, sagte der Funktionär der Vereinten Nationen unlängst gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur AIN.

„Bildung für alle“ ist ein weltweites Aktionsprogramm der Vereinten Nationen unter Federführung der UNESCO. Auf dem Weltbildungsforum 2000 in Dakar haben sich 164 Länder zur Verwirklichung von sechs Bildungszielen verpflichtet, die bis zum Jahr 2015 erreicht werden sollen.

In einer Erhebung der UNESCO schnitt Kuba mit den besten Werten beim Bildungsindikator für die Region Lateinamerika und die Karibik ab. Dabei misst die Organisation, die der UNO untersteht, Faktoren wie Qualität und Zugang zu den Bildungseinrichtungen, Alphabetisierungsgrad und Geschlechtergerechtigkeit im Schulsystem. Der Wert dieses Indikators, der auch für den Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index, HDI) herangezogen wird, liegt in Kuba derzeit bei 0,983 Punkten und damit höher als in den USA. In dem Bericht wird ebenfalls hervorgehoben, dass Kuba von allen Ländern mit 13 Prozent den höchsten Anteil seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Bildung aufwendet.

In Lateinamerika gibt es heute nach UN-Angaben 57 Millionen Kinder und 69 Millionen Erwachsene ohne Schulbildung, die Zahl der Analphabeten auf dem Kontinent liegt bei 774 Millionen. (granma/tsur)

Bildquelle: www.desdeabajo.info

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