verwundete IS-Terroristen in Türkei behandelt – neue Terrorcamps in Saudi-Arabien verabredet

Ban Ki Moon begrüßt Freilassung von UN-Blauhelmen

Foto der von den Dschihadisten mittlerweile freigelassenen UNO-BlauhelmeFoto der von den Dschihadisten mittlerweile freigelassenen UNO-Blauhelme

New York 12. September 2014 (dpa/IRIB)

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Freilassung der 45 UN-Blauhelmsoldaten im Süden Syriens begrüßt.

«Der Generalsekretär betont gegenüber allen Beteiligten, dass UN-Blauhelmsoldaten unparteiisch sind», sagte ein Sprecher am Donnerstag in New York. Alle Gruppen vor Ort sollten das Mandat der UN-Mission auf den Golanhöhen akzeptieren und die Sicherheit der Soldaten garantieren, hieß es weiter. Nach rund zwei Wochen in den Händen militanter Extremisten waren die von den Fidschi-Inseln stammenden Soldaten der UN-Beobachtermission auf den Golanhöhen (Undof) übergeben worden, wie ein Sprecher der Vereinten Nationen mitteilte. Allen Blauhelmen gehe es gut. Katar soll die Freilassung der Soldaten ausgehandelt haben.

IS-Terroristen auf türkische Staatskosten im Spital

IS-Terroristen auf türkische Staatskosten im Spital

Ankara 12. September 2014 (derStandard.at/IRIB)

Ein Führungsmitglied der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) und acht weitere verwundete Kämpfer sollen im August in einem Spital im Südosten der Türkei auf Staatskosten versorgt worden sein.

Das meldete die liberale türkische Tageszeitung Taraf am Donnerstag. Sie will eine Liste der Patienten aus dem Krankenhaus in Şianlurfa erhalten haben, bei der die Familiennamen nur mit Initial verzeichnet sind. Unter den Verwundeten, die der Zeitung zufolge über den türkischen Grenzübergang Akçakale gebracht wurden, war auch Ahmet El H., der dem IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi nahestehen soll.

Ahmet El H. war bei einem Bombenangriff in der nordsyrischen Provinz Rakka am 20. August schwer verletzt worden und soll dabei seinen linken Fuß verloren haben.

Am Donnerstag wurde zugleich bekannt, dass ein angeblich wichtiger Rekrutierer der IS nach Hinweisen des französischen Geheimdienstes am Istanbuler Flughafen Atatürk festgenommen wurde. Der Vorfall soll sich am 16. August ereignet haben, wenige Tage vor der Verwundung von Ahmet El H. und dessen angeblichem Transport in die Türkei. Bei dem Festgenommenen handelte es sich um den 29-jährigen Murad Fares, einen aus dem marokkanischen Fes stammenden französischen Staatsbürger.

CIA: Terrorgruppe IS hat bis zu 31.500 Kämpfer

CIA: Terrorgruppe IS hat bis zu 31.500 Kämpfer

Washington 12. September 2014 (dradio.de/IRIB)

Die Terrormiliz Islamischer Staat verfügt nach einer neuen Einschätzung des CIA über deutlich mehr Kämpfer als angenommen.

Vermutlich könne der IS im Irak und in Syrien zwischen 20.000 und 31.500 militante Kämpfer aufbieten, sagte ein Sprecher des US-Auslandsgeheimdienstes am Donnerstag. Bisher sei man von 10.000 ausgegangen. Die Zahlen basieren dem Sprecher zufolge auf einer Neuprüfung von Berichten, die zwischen Mai und August erstellt wurden. Daraus gehe hervor, dass die Terrorgruppe IS nach Bodengewinnen und der Ausrufung eines Kalifats seit Juni einen stärkeren Zulauf habe.

US-Abgeordneter: Wir waren vor dem ISIS gewarnt

US-Abgeordneter: Wir waren vor dem ISIS gewarnt

Washington 11. September 2014 (The Hill/IRIB)

Ein Mitglied des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses hat Obama vorgeworfen, sehr wohl über die mit dem Erstarken des ISIS verbundenen Gefahren gewarnt worden zu sein, aber nichts unternommen zu haben.

„Der Verfassungsschutzausschuss hatte den ISIS seit mindestens einem Jahr im Blick … Im Januar dieses Jahres hat General Flynn, der Vorsitzende des  Geheimdienstausschusses, davor gewarnt, dass ISIS in diesem Jahr zu einer Hauptgefahr werde. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass der Präsident davon möglicherweise nichts gewußt haben könnte … Er bekommt vom Geheimdienst mehr Informationen als wir, und wir wurden vor einem Jahr – und mit Gewissheit vor acht Monaten – darüber informiert, dass es vom ISIS eine absolut reale Gefahr ausgeht“, berichtete der republikanische Abgeordnete Pete King dem Online-Nachrichtenportal „The Hill“.

Damit widerspricht King der Darstellung der US-Regierung, wonach die Geheimdienste die vom ISIS ausgehende Gefahr unterschätzt hätten. Auch jüngste Medienberichte weisen darauf hin, dass Präsident Obama tatsächlich ausführliche und zutreffende Informationen über den ISIS erhalten hat.

Kerry in Saudi-Arabien eingetroffen

Kerry in Saudi-Arabien eingetroffen

Dschidda 11. September 2014 (Press TV/IRIB)

US-Außenminister, John Kerry, wirbt derzeit in der Region um Unterstützung für den Kampf gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) , die große Teile des Iraks und Syriens kontrolliert.

Kerry ist heute von Bagdad kommend in der saudischen Hafenstadt, Dschidda, eingetroffen. In Dschidda wird Kerry mit den saudischen Vertretern sowie Vertretern der Anrainerstaaten des Persischen Golfes, des Iraks, der Türkei, Ägyptens und Libanons die Möglichkeiten einer anti-IS-Koalition ausloten. Saudi-Arabien hatte zuvor einem Wunsch der Amerikaner entsprochen, auf seinem Territorium eine Militärbasis für die Ausbildung „gemäßigter Rebellen“ in Syrien zu errichten. Er bereiste gestern den Irak, wo er mit dem neuen irakischen Ministerpräsidenten, Haidar al-Abadi, zusammentraf. Al-Abadi appellierte dabei an die internationale Gemeinschaft, seinem Land im Kampf gegen die IS-Terrorgruppe zu helfen. Es müsse sofort gehandelt werden, um die „Ausbreitung dieses Krebsgeschwürs zu stoppen“, sagte Abadi am Mittwoch nach einem Treffen mit dem US-Außenminister John Kerry in Bagdad. Kerry sagte am Mittwoch in Bagdad, die USA würden nicht tatenlos dabei zusehen, wie sich die IS-Terrorgruppe ausbreite. „Die Koalition, die das Herzstück unserer weltweiten Strategie ist, wird weiter wachsen und sich in den kommenden Tagen vertiefen“, sagte er. Der US-Außenminister reist neben dem Irak und Saudi-Arabien auch in andere Hauptstädte der arabischen Welt.

Die UNO fordert die Einstellung brutaler Exekutionen in Saudi-Arabien

New York 12. September 2014 (IRIB)

UNO fordert Einstellung brutaler Exekutionen in Saudi-Arabien

Die Vereinten Nationen haben Saudi-Arabien aufgefordert, Hinrichtungen in Form von Enthauptungen einzustellen.

Wie Kahbar Online unter Berufung auf die Zeitung al-Quds al-Arabiyah berichtet, wurde Saudi-Arabien aufgefordert, die unmenschliche Hinrichtungsform durch Köpfen sofort einzustellen, zumal öffentliche Hinrichtungen in Saudi-Arabien ständig zunehmen und diese zu einem großen Teil auf diesem Weg vollstreckt werden.

Der UN-Sonderberichterstatter für Folter und andere Misshandlungen sowie schwere, erniedrigende und unmenschliche Bestrafungen nannte das Köpfen eine unmenschliche Methode, die nach internationalen Konventionen verboten sei. Weiter entspreche die saudische Praxis nicht den Prinzipien humaner Rechtsprechung, zumal Angeklagten in den meisten Fällen ein Rechtsbeistand verweigert wird. Schließlich seien nach Geständnissen unter Folter verhängte Todesurteile nach internationalem Rechtsverständnis illegal.

Seit Anfang 2014 wurden in Saudi Arabien mindesten 45 Personen hingerichtet.

Syrien warnt USA vor eigenmächtigen Luftangriffen

Die USA wollen ihre Kampfjets auch in Syrien gegen den IS einsetzen (Quelle: Reuters)Die USA wollen ihre Kampfjets auch in Syrien gegen den IS einsetzen (Quelle: Reuters)

Damaskus 12. September 2014 (dpa/IRIB)

Die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat die USA vor eigenmächtigen Luftangriffen in Syrien gewarnt.

Jede Militäraktion auf syrischem Boden ohne Zustimmung der Regierung werde als ein Akt der Aggression angesehen, teilte das Außenministerium in Damaskus am Donnerstag nach Angaben syrischer Medien mit.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatte den USA zuvor bereits fehlende Ernsthaftigkeit im Kampf gegen den Terrorismus vorgeworfen. Washington habe zwar einem Teil der terroristischen Gruppen den Krieg erklärt, wolle aber zugleich einen anderen Teil bewaffnen, schrieb die Nachrichtenagentur. Damit zielte sie auf die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama ab, die USA  wollten moderate syrische Rebellengruppen aufrüsten und ausbilden.

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat indes seine Bereitschaft erklärt, mit dem neuen Uno-Sondervermittler Staffan de Mistura zusammenzuarbeiten. Seine Regierung wolle alle notwendige Unterstützung geben, damit der Diplomat seine Aufgabe erfolgreich bewältigen könne, sagte Assad laut Sana nach einem Treffen mit de Mistura. Eine Lösung des Konflikts müsse das syrische Volk vom Terrorismus befreien.

Bei einem US-Luftangriff in Afghanistan sollen elf Zivilisten getötet und zwölf verletzt worden sein (Archivfoto). Bei einem US-Luftangriff in Afghanistan sollen elf Zivilisten getötet und zwölf verletzt worden sein (Archivfoto).

Kabul 11. September 2014 (spiegel.de/IRIB)

14 Zivilisten bei US-Luftangriff in Afghanistan getötet

Bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan sind 14 Zivilisten getötet worden, unter ihnen sollen auch zwei Frauen und zwei Kinder gewesen sein.

13 weitere Menschen wurden verletzt, wie das Büro von Präsident Hamid Karzai am Mittwoch mitteilte. Das Büro berief sich auf Angaben der ostafghanischen Provinz Kunar.

Der Gouverneur der Provinz, Shuja Ul- Malik Jalala, bestätigte den Vorfall SPIEGEL ONLINE. Demnach hätten Truppen der afghanischen Polizei sowie ausländische Streitkräfte den Angriff angefordert, nachdem sie auf einer gemeinsamen Patrouille im Distrikt Narang von Taliban-Kämpfern schwer unter Beschuss genommen worden waren.

Präsident Karzai verurteilte die Attacke laut einer Twitter-Mitteilung seines Sprechers scharf. Er ordnete Ermittlungen an. Karzai hatte die Sicherheitskräfte seines Landes zuletzt angewiesen, keine Luftunterstützung der Nato anzufordern, da dies oft zivile Opfer nach sich zöge.

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