Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung

In einer konzertierten Aktion haben die EZB und China entschieden, gefährliche Risiko-Papiere als Sicherheiten für Kredite zuzulassen. Damit dürfen die Banken einen neuen Kasino-Tisch eröffnen. Es ist derselbe, an dem im Jahr 2007 die Bombe hochging, die die Finanzkrise auslöste.

EZB-Mann Jörg Asmussen hat für die Banken-Lobby einen großen Erfolg in der EZB erzielt. ESM-Mann Klaus Regling steht für die Aufräumarbeiten bereit. (Foto: consilium)

EZB-Mann Jörg Asmussen hat für die Banken-Lobby einen großen Erfolg in der EZB erzielt. ESM-Mann Klaus Regling steht für die Aufräumarbeiten bereit. (Foto: consilium)

Am Donnerstag haben die Chinesen und die EZB entschieden, dass die Stimmung im globalen Finanz-Kasino verbessert werden muss. Zu diesem Zwecke werden minderwertige Wertpapiere als neue Sicherheiten für Kredite zugelassen. In der EZB haben die Südeuropäer – offenbar gegen die Willen von Bundesbank-Chef Jens Weidmann – durchgesetzt, dass künftig Risikopapiere mit schlechteren Ratings als Sicherheiten für Kredite hinterlegt werden dürfe. Es handelt sich dabei um sogenannte Asset Backed Securities (ABS). Das sind Schuldtitel, hinter denen reale Werte stehen: Unternehmensanteile, Autos, Immobilien. Bisher mussten solche Papiere ein Triple A als Rating haben, nun genügt ein A. In China haben die Regulatoren eine Beschränkung für solche gefährlichen Papiere aufgehoben. Große Banken können nun wesentlich mehr von den giftigen Papieren ins System pumpen.

Veröffentlicht: 19.07.13, 03:12 Zum Weiterlesen:

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2 Gedanken zu „Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung

  1. Pingback: Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung | Wirtschaft

  2. zu meiner zeit wurde der wert eines unternehmens mittels aktivposten (vermögen), gewinne und umsätze ermittelt. heute reden wir nur noch vom “börsen-aktien-wert”. die finanzpolitik und der niedrigst-leitzins der ezb drängen die anleger an die börse und es entsteht ein “run” auf aktien, koste es was es wolle. politiker reagieren sofort, wenn die börse an einem kleinen schnupfen erkrankt. schnell wird den spekulanten zugesichert, dass die niedrigstzins-phase noch lange anhalten wird und dass die “systemrelevanten unternehmen” bei schieflage sowieso gerettet werden. http://campogeno.wordpress.com/2013/07/20/vorsicht-euro-zone/
    gerade entsteht wieder eine gigantische spekulationsblase, wenn sie platzt werden wir wieder feststellen, dass wir (ohne insiderwissen) nur mit heisser luft gehandelt haben.

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